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Freiheit statt Kapitalismus

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Einen Moment lang schien es so, als ob es ein Innehalten gäbe und ein selbstkritisches Nachdenken über die erbarmungslose Logik der Profitmaximierung.

Milliardäre spenden einen Großteil ihres Vermögens für soziale Zwecke und selbst viele potentielle Profiteure des dümmlichen FDP-Slogans "Mehr Netto für Brutto" erkannten dessen Unsinngehalt.

Nach einer Phase fulminanter Kapitalvernichtung, ausgelöst durch die so genannte Finanzkrise des real existierenden Kapitalsimus, beginnen sich die Profitraten wieder zu erholen.

Die Friedrich Merz`s dieser Welt, die "Mehr Kapitalismus wagen" wollen, scheinen entgegen aller Unkenrufe, wieder einmal recht zu behalten.

Ist das so?

Der englische Staatsmann und Theologe Thomas Morus schrieb 1516 in seinem philosophischen Dialog UTOPIA:

"Wenn ich das, (...) bedenke, werde ich dem Platon besser gerecht und wundere mich weniger, dass er es verschmäht hat, solchen Leuten überhaupt noch Gesetze zu geben, die die gleichmäßige Verteilung aller Güter ablehnten.“

Karl Kautsky, der große sozialdemokratische Theoretiker, nannte Morus den Vater des utopischen Sozialismus.

Immanuel Kant sagt an einer Stelle:

„Jedenfalls stünde es besser um die Menschheit, wenn man sich weniger um Gnade und dergleichen Tugenden und Schwächen verließe, sich desto entschiedener auf Gerechtigkeit stützte.“

Ein legendärer Ausspruch Willy Brandts in der Regierungserklärung zum Antritt der sozialliberalen Koalition „Mehr Demokratie wagen“ traf den Nerv der solidarischen Mehrheit der Gesellschaft so punktgenau, wie nie mehr ein politischer Slogan danach.

Nachdem jedoch die Liberalen zu ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückgekehrt waren, sich mit den Konservativen verbündeten und wieder das Hohelied der Freiheit als der Freiheit der Bourgouisie, mit ihrem Geld zu tun, was sie will, war weniger Demokratie als kapitalistische Logik gefragt.

Fortan galt wieder das Trugbild vom Geld, das arbeiten kann, quasi als Perpetuum Mobile der Ökonomie, eine erotische Phantasie im Swingerclub des Finanzkapitalismus.

Wer hat nun recht?

Thomas Morus oder Friedrich Merz?

Immanuel Kant oder Dieter Hundt?

Willy Brandt oder Guido Westerwelle?

Bei näherem Hinschauen dämmert uns die Antwort auf diese Fragen, wenn wir uns vor Augen halten, welche Opfer allein die letzte kapitalistische Krise hinterlassen hat und welche Krisengewinnler.

Hungernde Kinder auf der Welt gibt es mehr denn je zuvor.

Kriege um Rohstoffe toben weiter.

Die Umwelt wird weiter in einem Ausmaß zerstört, dass das Überleben der Spezies Mensch auf dem Spiel steht.

Was tun!

Wer, wenn nicht wir, kann etwas tun.

An uns ist es, auch in täglicher Überzeugungsarbeit aufzuklären.

Zum Beispiel auf dieser Internetseite.

Vertreten wir die vielen kleinen Schtitte auf dem Weg zu einer SOLIDARISCHEN GESELLSCHAFT, zum DEMOKRATISCHEN SOZIALISMUS.

Der von vielen Menschen geforderte "Green-New-Deal", die Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder die Finanztransaktionssteuer wären da nur ein Anfang, allerdings ein hoffnungsvoll stimmender.

 

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