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Das Rezept

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Advent bedeutete mal Fasten.

Der will sollte sich erinnern, der es nicht kapiert sollte es lernen und dafür ist es nie zu spät.

Nun warum ich das erzähle, hängt unmittelbar mit meinem Interesse zu Polen zusammen, für viele noch immer ein unentdeckter Nachbar.

Am 3. Oktober 2011 fuhr ich also nach Swiebodczin, die Stadt die mal Schwiebuss hieß und immer noch ca. 80 km östlich von Frankfurt liegt, die Stadt die überragt wird von der Christusstatur.

Etwas grimmig schaut er gen Westen auf einer Anhöhe nördlich der kleinen Kreisstadt auf die Weite des Landes, man findet einen nahen Parkplatz und wird berieselt von Radio Maria, ob man will oder nicht, der Sender aus Gedansk möchte einen betäuben.

Oben am Berg findet am ein recht einladendes Cafe, betrieben von einem Orden, es gibt sie die polnischen Spezialitäten, nur sollte man sie erkennen und man sollte auch nicht seine Nachbarn überfordern, vielleicht sich seine polnischen Nachbarn am Tisch sich zum Maßstab nehmen.

Man weilt ja in einem Ordenscafe, mein polnisch entlarvt mich stets, aber Polen sind nicht so rechthaberisch und verfügen vielleicht auch nicht über so viele selbsternannte Oberlehrer.

Im Gegensatz dazu Deutschland, es ist wohl eine deutsche Tugend sich stets korregierend einzubringen, auf FB veranstaltete das neulich sogar mit mir einer der Linkspartei aus Hamburg, typisch deutsch und das erinnert mich an alte Zeiten.

Er fuhr mal vor Jahren am Bahnhof von der Verspätung des Zuges nach Warschau, die Bahnhofsanzeige schrieb Warschau auf polnisch und ich fragte bei den linientreuen deutschen Reichsbahnern entsprechend ihrer Anzeige, die Belehrung folgte.

Das bemerkte ich auch wieder einmal in diesem Cafe, leider musste ich die Sprache wechseln und sofort trauten sich jene Gäste vom Nachbartisch mit mir ins Gespräch zu kommen, es ging ihnen um das wiederzufinden was ihnen mal etwas wert war.

Es ging ihnen um vergessene Gerichte und verlorenes Wissen ihrer Eltern zur polnischen Küche, es ging um „Barszcz“.

Das Rezept dazu sollten sie bekommen, denn es ist ein so typisches Adventsessen in Polen, wenn man im Advent sich ans Fasten hält.

Das Rezept: Barszcz mit Tortellini Vorbereitungszeit ca. 50 Minuten, Zutaten für 4 Personen 500 ml Rinderbrühe, 250 gr. Rote Beete, 2 El Essig, ½ Zitrone, 2Tl Salz, 1Tl Zucker, 1 El Tomatenmark, 250 gr. Teigtaschen, 1. Rote Beete grob schälen und zerschneiden in einem ½ Liter Wasser ca. 12 Minuten kochen, Essig, Zitrone und Tomatenmark unterrühren und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

2. Die Brühe durch ein Sieb gießen, die Teigtaschen kochen.

3. Rinderbrühe aufwärmen und mit der Roten Beete Brühe miteinander vermischen, abschmecken mit Zucker, Salz und Essig.

4. Ein paar Rote Beete Stücke zerkleinert dazu geben und die Teigtaschen eintauchen.

5. genießen mit frischem Weißbrot.

 

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