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Mischehen in den USA

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Mischehen sind im rasanten Aufschwung in den USA.

So eine Studie, die in der Huffington Post von Hope Yen wiedergegeben wurde.

Vor 1967 waren Mischehen in 16 US – Staaten verboten.

Dennoch gibt es noch viele Vorurteile.

Debra Dodd hatte als Kirchen-Sekretärin in Fayetteville, Tennessee, einen Farbigen geheiratet und verlor ihren Job.

Sie forderte 500.000 Dollar Schadenersatz.

Eine von 12 Ehen soll heute in den USA eine Mischehe (interracial marriage) sein.

Das sind 4,8 Millionen Ehen, wobei der Anteil auch bei den Schwarzen wächst.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass es mehr Schwarze in der Mittelschicht gibt.

Die  Pew Research Center Studie besagt u.a.:

"The rise in interracial marriage indicates that race relations have improved over the past quarter century," said Daniel Lichter, a sociology professor at Cornell University.

"Mixed-race children have blurred America's color line. They often interact with others on either side of the racial divide and frequently serve as brokers between friends and family members of different racial backgrounds," he said.

"But America still has a long way to go."

Staaten in denen mehr Hispanics wohnen wie Kalifornien, Nevada, New Mexiko etc. haben eine höherere  Mischehenrate.

Alabama hat erst 2000 ein Mischehengesetzverbot aufgehoben.

Die jungen gebildeteren  Amerikaner finden, dass die Mischehen die Gesellschaft besser voranbringen  kann (61% der 18 - 29  jährigen ).

Während die Älteren ab 65 nur zu 28 % an einen besseren Fortschritt für den gesellschaftlichen Wandel glauben.

Mitte des Jahrhunderts werden Mischehen mit Hispanics, Schwarzen u.a. Minoritäten  die Mehrheit in den USA bilden, so die Schätzungen.

So gibt es Leute aus Mischehen, die den interkulturellen Ansatz weitertragen.

Nach dem Pew Report haben 25 % der Asiaten und Hispanics einen Ehepartner aus einer anderen Kultur (race).

"In the past century, intermarriage has evolved from being illegal, to be a taboo and then to be merely unusual. And with each passing year, it becomes less unusual," said Paul Taylor, director of Pew's Social & Demographic Trends project. "That says a lot about the state of race relations. Behaviors have changed and attitudes have changed." (Pew Report)

Schwarz-weiße Heiraten waren innerhalb der Mischehen am instabilsten, gefolgt von Ehen von Hispanics und anderen Weißen.

Interessant sind diese Tendenzen in den USA. Es schein wieder einmal, dass der alte melting pot sich erweitert und trotz ehemals strikter Rassentrennung durch Kindergarten, Schule, Universität und Arbeit etc. die verschiedensten Kulturen sich näher kommen und zur gemeinsamen Ehe bereit sind.

Das ist anders als im alten Europa, wo viele ihre Wurzeln immer wieder auf jahrhundertelange Bodenständigkeit zurückführen.

In Amerika sind alle bis auf die Native Americans  Einwanderer und mussten sich ihre neuen heimatlichen Wurzeln erst schaffen aus Konflikten der Rassendiskriminierung, die historisch bis zur Sklaverei reichte.

Der Konflikt/Abbau der kulturellen-ethnischen Vorurteile erfolgt aber seit Jahrhunderten.

Außerdem ist der Nordamerikaner mobiler, er kann im Laufe seines Lebens mehrmals den Wohnort und die Freunde wechseln – vielleicht trägt dies auch dazu bei, dass sie bereit sind mehr untereinander zu heiraten.

Diese multikulturellen Ehen machen schließlich einen Teil eines kulturell offenen Landes aus.

In mancher  Hinsicht ist Amerika vielleicht wieder einmal dabei Europa etwas voraus zu sein wie schon mit dem Melting pot, wo sich verschiedenen Europäer vermischten und Teile ihres Migrationshintergrundes in die gemeinsame amerikanische Gesellschaft trugen.

http://www.huffingtonpost.com/2012/02/16/interracial-marriage-in-us_n_1281229.html?ref=email_share

 

 

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