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Olympiade – Keine Schweigeminute – Gedenken am 6.8. in London und 5.9. in Fürstenfeldbruck

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Die Schweigeminute zur Olympia Eröffnungsfeier in London für die Opfer von München 1972 hat nicht stattgefunden.

Das Internationale Olympische Komitee war der Bitte der Angehörigen der Opfer, Präsident Obama, des Deutschen Bundestages, der Knesset etc. nicht nachgekommen.

Das IOC wollte keine Konfrontation mit der islamischen Welt und keine politische Reaktion.

2002 waren die Spiele mit einer Schweigeminute für die Opfer des 11. 9. Eröffnet worden.

Schließlich waren es die Palästinenser Terroristen des Schwarzen September, die die israelischen Sportler ermordeten.

Diese Terroristen hatten den Geist der Olympischen Spiele durch Geiselnahme und ein Massaker gestört.

Aber schon damals reagierte der IOC – Präsident Brundage nicht sofort mit Unterbrechung der Spiele.

Brundage unterbrach die Spiele erst als sich ein Teil der Öffentlichkeit protestierte.

Brundage war in den 30er Jahren Präsident des amerikanischen Olympischen Komitees und bewunderte Hitler und die Spiele in Berlin.

Für ihn war die Berliner Olympiade eine der besten gewesen.

Solch Rassismus und Antisemitismus beherrschte nicht nur damals den Olympischen Geist.

Es ist ein Unding, dass man 40 Jahre nach dem Attentat der Fatah auf olympischen Boden nicht zur Eröffnung der Veranstaltung eine Schweigeminute einlegen konnte.

Braucht man dafür 50 oder gar 100 Jahre Abstand ?

Die Tragödie von 1972 war schließlich die größte Tragödie, die jemals während der Olympischen Spiele stattgefunden hatte.

Die israelischen Sportler hatten bei der Eröffnungsfeier ein kleines schwarzes Tuch aus ihren Taschen hängen lassen und der israelische Botschafter in München hatte kurz vor der Eröffnung zu einer Schweigeminute eingeladen.

Auf dem Trafalgar Square versammelten sich 2000 Menschen, die an der „Minute for Munich“ der Britisch Zionist  Federation teilnahmen.

Die Veranstaltung am Tag des Attentats findet  auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck  am 5.9. statt.

Auf dem Flughafen endete die Geiselnahme tödlich.

Die Polizei war damals überfordert, es gab keine Antiterroreinheiten. Die GSG9 wurde danach gegründet.

Das auch Thomas Bach Vizepräsident des IOC und Präsident des Deutschen Sportbundes die Schweigeminute abgelehnt hat bleibt unbegreiflich.

Der Palästinenser Jibril Rajoub hat dem Olympischen Komitee für die Ablehnung der Schweigeminute gedankt.

„Rajoub ist Fatah-Mitglied und war früher Sicherheitschef der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Er war selbst an verschiedenen terroristischen Aktivitäten beteiligt, wurde 1970 von Israel zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt“(Jüdische Allgemeine 27.7.).

Im Sport kommt es öfter zu Schwierigkeiten zwischen muslimischen und israelischen Sportlern.

So gibt es Einreiseablehnungen und die Ablehnung in einer Halle gemeinsam zu trainieren.

So lehnte es die Judomannschaft vom Libanon ab neben der israelischen Mannschaft in London zu trainieren.

Es musste eine Leinwand gezogen werden.

Die Olympiade oder eine andere Sportveranstaltung mit einem Attentat darf sich nicht wiederholen.

Der Sport sollte auch als Völkerverständigung und für Friedensprozesse tätig sein.

Eine Erinnerung an die Münchener Ereignisse sollte immer als Mahnung dienen.

 

 

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