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Adventsgedanken

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In dieser Republik bleibt uns der soziale Sprengstoff erhalten, denn derzeit klafft die Schere des Einkommens und der Transferbezüge noch weiter auseinander als man zunächst wahrhaben möchte.

Meine Adventsgedanken kommen nicht von ungefähr, denn in unserer Gemeinde begegnet man täglich Menschen dessen Leben sich brutalisierte.

Nicht die Menschen wurden brutaler sondern ihr Leben wurde auf eine brutale Art und Weise in eine Richtung geschoben, die eigentlich so kaum geplant war, das sehen auch andere.

Der soziale Abstieg bedeutet, man fällt ziemlich tief und die Angst geht umher, dieser Fall kann eigentlich jeden von uns treffen.

Ich muss mich mitunter Situationen stellen, die mir kaum liegen und die zudem überraschend kommen, denn kaum noch gibt es in meinem Alter vergleichbare Zeitgenossen die von dem Transfer ihr Leben halbwegs angenehm gestalten können.

Sich dann stets zu rechtfertigen und mittels Detail die Dinge zu beschreiben, ist zwar wahr aber kaum nützlich.

Deshalb warnt man vor Tipps, die nichts kosten und die fälschlicherweise nur gute Laune verbreiten, diesen Ritt durch eine unkultivierte Soziologie vollzieht bereits unsere Regierung.

Unsere unmittelbare Umgebung ist kaum noch homogen, es klafft etwas auseinander, denn eigentlich machte ein fast Jeder ein ungewolltes Geschäft und ließ sich dabei blenden.

Natürlich werde ich mich dabei nicht ausschließen, denn auch meine Jahrgänge sind geprägt worden von der Arbeitslosigkeit und da gibt es niemanden der 45 Dienstjahre ununterbrochen gearbeitet hat, nur waren die anerkannten Ausfallzeiten wesentlich kürzer und nach einer relativ kurzen Phase fand man sich wieder in einer Stellung die sich ausbauen ließ.

Derzeit ist das anders, es war vielleicht ein Zufall oder ich war einmal hilflos als der Heimwerker als ich vor einigen Wochen meine alte Dienstnummer wählte und eigentlich nur ein paar dort bekannte Telefonnummern von den sog. Spezialisten benötigte.

An der anderen Leitung hatte ich meinen Nachfolger, wir kannten uns und kennen uns, bloß er war einer von denen die man nicht einarbeiten brauchte.

Deutschlands junge Generation am Arbeitsplatz beherrscht die Software, nur kann sie damit Akzente setzen, finden sich Betriebe in ihrer Arbeit wieder oder verstehen sie Beschäftigung als ihre Arbeit?

Ich umging vor einigen Monaten diese Antworten, denn nach all den Jahren galt für mich ein auf und davon, nun hatte ich diesen meinen Nachfolger am Telefon und der kam auch gleich auf seinen wunden Punkt zu sprechen.

Mittlerweile hatte er nämlich einen Überblick bekommen, sah monatlich sein Gehalt und verglich das u.a. mit meinem in den letzten Jahren, nur sattelte ich ihn noch eins drauf.

Denn der Vergleich hinkte, der musste die Monate vergleichen wo ich voll gearbeitet hatte und da war er ziemlich still geworden und meinte, „ warum sprachen wir darüber nicht vorher?“

Genau dieses zuvor darüber sprechen wird derzeit bewusst umgangen, man kann schöpfen aus dem Heer von Zeitgenossen der Zeitvertragsangestellten und der Teilzeitjobber und für die ist der Einstieg in ein Normalarbeitsverhältnis bereits ein Gewinn und das wiederum nutzten andere brutal aus.

Nun weiß man allerdings auch, wie andere leben und was sie sich mal leisten konnten, nur das zu konservieren wird ebenso schwer sein.

Es galt die Zeit wo das Eigenheim vor den Toren der Stadt das Ziel aller Dinge war und etliche überforderten sich damit um ihren Traum sich zu erfüllen, für etliche wird es nun eng denn nicht nur sie sondern auch ihr Anwesen kam in die Jahre.

Das Leben in den Gleichklang bekommen um somit am Leben teilnehmen zu können, heißt dann der Herausforderung sich stellen.

Das bedeutet allerdings auch ein Erkennen der eigenen Lage, zwar ist das eigene Grundstück noch immer etwas wert nur das Gebäude darauf mitunter nicht mehr allzu viel.

Alterssicherung so wie man sie anpries, stand auf einem geduldigen Papier und wurde im Laufe der Jahre für manche ihre eigene T Aktie.

Wer dann noch Zeit, wenn Verpflichtungen drücken und wenn man Entscheidungen möchte, den Käufer den man sucht wird man kaum finden.

Das Leben wird geprägt werden von einem Kompromiss, der wiederum Geld und Zeit kostet und was folgt dann?

Zurück in die Soziale Stadt, das ist der Wunsch von vielen, nur gibt es diese Soziale Stadt kaum noch.

Wohnungen auf dem freien Markt werden mit Staffelverträgen angeboten, Eigentumswohnungen im Altbausektor unterliegen mitunter der Spekulationsmafia, was wiederum gesetzlich konform geht aber kaum die Hilfe für ein zeitgemäßes und beständiges Leben kennzeichnen kann.

Das Leben in der Stadt hat sich im Umfeld brutalisiert, die Einkommen sind meistens gedeckelt, das ist das Kennzeichen vieler Straßenzüge, Pioniere sondern sich auf ihre eigene Art und Weise ab und man weiß auch wo Hartz IV Empfänger wohnen.

Die Mischung hat nicht mehr stattgefunden, eine gewisse Entsolidarisierung liefert eigentlich den sozialen Sprengstoff für die Zukunft in unseren Gemeinden.

Man begegnet sich noch kaum und trifft andererseits stets jene die herausfordern, es sind jene die sich auf der Suche nach der idealen Lebensweise befinden.

Die Jetztzeitmenschen, die zwar durchschnittlich gebildeter sind, sich aber noch nicht anerkannt fühlen in unserer Gesellschaft und das bezogen auf ihre finanzielle Lage sowie auf ihre kulturelle Ausstrahlung.

Sich das nehmen, was man meint zu können genau das sich verlagert auf die Straßen unserer Stadt, da gilt plötzlich das Benehmen nichts mehr.

Man will teilnehmen an einer Runde in der Geisterbahn des Lebens, die Stadt wird zum Jahrmarkt der Möglichkeiten, das all abendliche Bierflaschenlaufen, das Handy wird min. zu 80% in der Öffentlichkeit regelmäßig benutzt, mit dem Fahrrad beginnt man bereits im Hof zu treten, man fährt vorsichtig, der andere sieht einen ja und man setzt sich über Regeln hinweg und gibt sich neue.

Da meint die Frau mit dem Kind auf dem Fahrrad, es ist doch sicherer für sie und dem Kind auf den Gehsteig zu fahren als auf der Fahrbahn, wenn das wiederum Kommunalpolitiker ebenso sehen, dann entsteht der Wilde Westen vor der Haustür.

Man trennt Müll, man kauft im Bio Markt, spart Energie, zeigt wer man ist und joggt über den Friedhof, man gönnt anderen seine Musikanlage, trägt Markenkleidung und trägt kaum zur sozialen Stabilität bei.

Unterschwellig allerdings beginnt etwas zu wirken, man sieht die Auswüchse dieser Verdrängung, man sieht die Obdachlosen der Stadt in den Vorräumen der Banken übernachten, sieht die Abhängigen an ihren Rückzugspunkten und man sieht sog. Geschäfte des täglichen Bedarf verschwinden zu Ungunsten der Allgemeinheit.

Das eigentliche Wohlfühlen wird zu einem Rückzugsraum, gar mancher verdrängt dieses Problem noch.in dem er den sog. allabendlichen Pegelstand benötigt.

Das ist nur eine Frage der Zeit, wie man damit überlebt in unseren Städten der sozialen Kälte, wo man mitunter die Menschlichkeit opferte, wo das Handy den zwischenmenschlichen Kontakt ersetzt, wo es mittlerweile eine Vielzahl von Zeitgenossen gibt die kein eigenes Bankkonto mehr besitzen und trotzdem meinen über Geld zu verfügen.

Es gibt sie eben und davon nicht wenige, für die kommt das Geschäftemachen vor der Arbeit, damit eröffnet man einen Trend, der sich weg von unseren Systeme bewegt, man demontiert damit ein Sozialsystem, was uns jahrzehntelang die innere Stabilität gewährte.

Wie setzt man dagegen, wenn die politische Meinung hier eine andere ist, wenn der Wert der Gesellschaft zur Handelsware wurde, das ist die eigentliche Herausforderung der wir uns stellen müssen?

 

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