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Wenn der Appell an die Vernunft nicht mehr ankommt, dann hat man es mit Fans zu tun.

Mitunter spricht man mit unvernünftigen Fans, man meint dies sei ein relativ kleiner Teil der Fans, man meint den könnte man rekultivieren.

Doch all denen sei gesagt, Ende der 60. Jahre waren es erst wenige und dann wurden es fast alle beim Rockkonzert der Stones in der Berliner Waldbühne und manche waren froh daraus schnellstens zu kommen.

Die Waldbühne trat danach einen längeren Winterschlaf an und wurde dann erst wieder mit Steuergeldern hergerichtet.

Wie sieht es nun all wöchentlich in unseren Fußballstadien aus und an wen richtet sich der sog. Appell an die Vernunft?

Sprechen wir dieses Thema ruhig einmal an, denn in der 1. Bundesliga sind fast 18 Vereine, keine Vereine mehr sondern kapitalkräftige Umsatzgesellschaften, die Millionen von Euro verschieben, die in Stadien spielen die mittlerweile Kultstätten sind und die von den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten einen nicht kleinen Teil ihres Etats bekommen und leisten sie hier eine Vorbildfunktion?

Es geht nicht um sportliche Leistungen auch nicht um die finanzielle Lage der Vereine sondern um die Gefahr die von den Fans ausgehen kann.

Diese Gefahr reicht man durch in die 2. Liga und in das Armenhaus des Profifußballes in die 3. Liga, es sind nicht die Mannschaften die wöchentlich auflaufen sondern die Begleiterscheinungen um den Fußball, um die Spiele am Wochenende.

Ein Teil dieses Spielbetriebes wird uns allen frei Haus mittels Radio und TV geliefert und man erlebt fast jedes Mal die sog. Subkultur der Fans.

Sie gefährden sich, gefährden andere und setzen die Gesundheit von Unbeteiligten auf das Spiel, das wiederum vor der laufenden Kamera.

Sicherlich bei einem Erfolg möchte sich die Stadt mit ihrem Ligaverein identifizieren, mit dem Erfolg ja aber mit den Fans?

Es sind nicht die Fans sondern ihre Kultur "dazu zu gehören", man geht in der Masse auf und diese Masse zerstört mehr von einer Kultur des Sportes und verlagert das auf ein Geschehen vor und nach dem Spiel.

Nennen wir das ruhig einmal Krawall, nicht nur in den Stadien, wo man Blöcke trennt wie Raubtiere, wo Bengalos nach Duldung rufen und wo man den sportlichen Gegner und seine Fans unfair niederbrüllt.

Mitunter sogar von Stadionsprecher dazu ermuntert werden, profihaft sind dabei nur die 22 Spieler auf dem Feld, denn dort gibt es Regeln.

Kurz hinter der Seitenauslinie gelten diese Regeln nicht mehr, was machen nun die Vereine dagegen?

Bisher unterschätzten sie die Macht der sog. Fans und schätzten noch dessen Stimmungsmache und wenn es hart kommt, ruft man die Polizei.

Das Spiel ist zu einfach, denn wer Geld machen will sollte auch Sicherheit liefern und seine Fans unter Kontrolle haben.

Welche Fans hat der Verein und wie repräsentieren sie den Verein, da sollte doch einmal der Vereinsboss sich unter den Fans mischen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Da würden sich manche VIPs in ihren Logen schämen und sich überlegen das nächste Mal wiederzukommen, geht es den Fans eigentlich um das Spiel oder machen sie aus dem Spiel ihr Spiel?

Es ist ein Katz und Mausspiel für dessen hässlichen Begleiterscheinungen junge Polizisten ihren Kopf hinhalten müssen und das wiederum bezahlt der Steuerzahler, nicht nur im Stadion sondern auch danach in den Innenstädten und auf den Bahnhöfen.

Wer reinigt danach die öffentlichen Verkehrsmittel, die aussehen als hätte man darin Vieh transportiert und wer kommt für den Vandalismus auf?

Die klamme Stadt hier und der sog. reiche Verein dort, der mit seiner Ligamannschaft mitunter sogar in einem Stadion spielt wo man die Stadionmiete storniert hat, das Spiel geht nun wirklich nicht so weiter.

Entweder oder, man zahlt in einen Fond um damit Polizeieinsätze zu finanzieren oder man bekommt Rechnungen zur Gefahrenabwehr, denn es geht hierbei auch um ein Stück Gerechtigkeit.

Unkultivierte Fankultur ist kein Freibrief sich außerhalb der Gesetze bewegen zu dürfen, hier haben Jahrzehnte lang Vereinsmanager weggesehen, ihnen war der Pokal oder die Schale wichtiger.

So reifte eine Generation nach, die am Wochenende auf Tour geht, nennen wir sie die Fußballballermänner.

Jetzt sollte man sich fragen, wessen Kultur besitzen sie und wessen Werte gefährden sie, nicht mehr „warum sie das tun“, denn damit kamen wir nicht weiter.

Denn das zu tun gehört nun zu ihrer Kultur, wenn nun einmal die Vereinsmanager ehrlich wären und sagen würden, diese Kultur ist nicht unsere und nicht die des Vereins, könnte man mehr erreichen.

 

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