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Jugendwahn - wem hilft der?

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Wir erleben um uns eine älter werdende Gesellschaft, die von der Werbung mit einem Jugendwahn beglückt wird und das wiederum kann die Gefahr bedeuten.

Denn es gibt sie nicht, die sooft proklamierte gestylte Lebensbiografie, es ist eine gesellschaftliche Lüge wenn man Ältere als Zielopfer der sozialen Verwundbarkeit sieht, die sie selbst zu vertreten haben.

Das Herangehen an diese Problematik ist mitunter schwieriger als lauthals das Renteneintrittsalter um 2 Jahre nach hinten zu schieben, der Mechanismus funktioniert nicht.

Denn auch wenn es dazu die versicherungstechnische Notwendigkeit gibt, fehlen die seniorengerechte Angebote.

Man zeigt Hochglanzbroschüren und verfasst Angebote, die aber kaum bedarfsorientiert sind sondern mittels der aggressiven Werbung Senioren etwas vorspielen, was meistens identisch ist mit dem besagten Jugendwahn.

Senioren sind nicht überfordert, nur sind sie zeitlich mehr ansprechbar und das erkannten Werber.

Von der Versicherungsbranche bis zur zweifelhaften Ergänzungsmedizin, mitunter verläuft das wiederum Hand in Hand.

Dieses Hand in Hand verläuft nach einem Schema, es gibt viele den schenkt man Vertrauen, gehen wir das Spiel durch: Zunächst der Vermieter, der empfiehlt die Hausratsversicherung vielleicht als Kombipaket und dann kommt der Agent des Vertrauens, ist er das oder nutzt er die Situation aus?

Kann der Senior vergleichen oder wird er zum Opfer des Gesprächs und schließt eine dynamische Hausratsversicherung ab, wo andererseits in seinen Haushalt fast keine Neuanschaffungen mehr erwartet werden?

Der weitere Fall ist, Senioren verreisen gern und einige haben auch noch das Geld dazu, nur wird die zunächst preiswerte Auslandsreise mitunter zu einer recht teureren.

Man vertraut dem Pauschalanbieter und der weiß um seine Kunden, Reiserücktrittsversicherung und Diebstahlversicherung sowie Auslandskrankenversicherung wird dabei zum Zusatzgeschäft.

Manches wird pauschal schmackhaft gemacht, trifft aber nur bei 15 % der Kunden zu, 85 % sind bereits versichert über ihren Kreditkartenanbieter bzw. ihren Automobilclub.

Es wissen viele nicht und andere bemerken es zu spät, doch nur wenige Anbieter machen darauf aufmerksam.

Ein weiteres Kapitel ist der Arzt des Vertrauens und genau den hat fast jeder, jeder bekommt auch die benötigten Rezepte und man vertraut der Medizin.

Die macht allerdings Werbung, da gibt es all die sog. rezeptfreien Anwendungsmittel, gar mancher greift zu, weiß er überhaupt viel über die Wirkungen, wenn die Anwendungsmittel überhaupt eine Wirkung haben?

Man sieht sie überall und ein jeder hat sie bereits ausprobiert, man empfiehlt die zwar nicht- doch sie fallen immer wieder ins Auge und etliche Kunden vertrauen denen wie ihr Lottospiel.

Das sieht ebenso mit Zusatzanwendungen aus, ist das alles sinnvoll was der Arzt zusätzlich anwenden möchte und wen kann man fragen?

Ebenso sind es die Hilfsmittel, von der Brille bis… wird man zur Kasse gebeten, meistens ist das Gestell noch in Ordnung nur die Sehstärke muss mittels der Gläser angepasst werden.

Man kauft das schicke Gestell stets mit, der modische Senior ist im Trend, mitunter meine ich die möchten damit alle nach Travemünde und ins Cafe Keese gehen, der Unsinn ist allerdings Programm und wer wehrt sich?

Dazu fällt mir ein weiteres Beispiel ein, der Gemeindepfarrer bat mich mal mitzugehen, ein runder Geburtstag einer älteren Dame in der Nachbarschaft.

Da fand ich den Staubsauger, der wirklich Geld gekostet hat und das gab sie auch zu und benutzte ihn nicht, weil der alte Staubsauger noch funktionierte.

Umtauschen konnten wir ihn nicht mehr, denn den hatte sie 3 Jahre zuvor auf einer Kaffeefahrt erworben, sie erzählte uns allerdings nicht nur von dieser Kaffeefahrt sondern auch über den Termin bei ihrer Bank.

Die Bank hatte sie eingeladen zu einem Gespräch zur Feststellung ihres Finanzstatus, dazu muss man älteren Bürgern die Angst nehmen.

Was für Banken und Sparkassen für ihre Kunden sinnvoll ist, kann ältere Menschen erschrecken und ich bot ihr meine Hilfe an.

Wir gingen gemeinsam dorthin, das funktioniert nur sollte man schweigen über all die finanziellen Verhältnisse, Banken allerdings haben Seniorenkonten, nur muss man denen wiederum das sagen.

Noch gibt es Senioren, die über etwas Geld verfügen und das wissen und vermuten wiederum all die mit denen man in Berührung kommt, von der Autovertragswerkstatt bis zum Schnellreperaturdienst.

 

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