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Die ökonomische Zeitbombe

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Die Zeitbombe nennt sich Wachstumsgesellschaft, was einerseits eine Konzentration der ökonomischen Kräfte bedeuten kann, wird andererseits zu einer Vernichtung der Vielfalt führen.

Eine betriebene Ökonomie, die vom Staat und von Parteien unterstützt wird und als Philosophie nur den Zuwachs kennt, wird sich radikalisieren.

Sehen wir einmal näher hin, global erkennt man die Strategie sowie bereits den Wildwuchs.

Man öffnet Märkte, aber nur des Absatzes wegen und interessiert sich weniger für die Eigenleistung von Regionen und Staaten innerhalb einer Gemeinschaft.

Man klinkte zuvor einen sog. Premiumgedanken des Zusammenschlusses aus, denn in jeder Gemeinschaft findet man Geber und Nehmer.

Dieses altbekannte Wechselspiel kann durchaus erfolgreich sein, nur sollten dazu faire Regeln erstellt werden.

Denn dem einen Wachstum bedeutet nicht die andere Schwäche, es geht also indirekt gegen die Wachstumsformel.

Nicht einen Wachstum in der Ökonomie um jeden Preis erzwingen sondern mittels einer Wachstumsstrategie Impulse freisetzen, die Transferfähig sind.

Bisher gönnten alle nationalen Regierungen der EU sowie alle Brüsseler Kontrollorgane der EZB hier einen Freiraum, die EZB senkte den Leitzins um den Zugriff auf Darlehen und Kredite zu ermöglichen.

Die Nationalstaaten mit ihren Banken zogen nach, was nun der Bürger in unserer Republik auch bemerkt.

Der von der EZB eingeläutete Kurs des billigen Geldes trieb die Habenzinsen fast gegen Null, das heißt es wurden Geldanlageversprechungen revidiert und das bemerkt Jeder, seine Lebensversicherung revidiert die Hochrechnung und Tagesgeldkonten werden somit fast uninteressant.

Manche vom Staat proklamierte Riester- Rente entpuppt sich mitunter als ein Flop, all das wegen der Steuerungsfunktion den Leitzins zu senken um damit auch klammen Nationalstaaten die Möglichkeit zu geben an Kredite zu kommen.

Was einerseits im Ansatz durchaus richtig ist, jeder Haushalt trägt Positionen und Kostenarten und das Ziel aller Haushälter ist der ausgeglichene Haushalt.

Wer sich aber intensiv mit der Nationalökonomie auseinander setzte, der weiß von der Umkehrung des Erfolges.

Sind die Ausgaben nicht gedeckt muss der Staat eingreifen und mitunter in der Phase des Abschwunges bereits beginnen Impulse zu setzen, in der Phase des Aufschwunges sollte der Staat tunlichst sparen.

Das sind nun einmal Steuerungsfunktionen innerhalb der Volkswirtschaft, im Falle der EU Finanzkrise wiegt das allerdings etwas anders.

Hier jubelte man zu sehr in der Phase des konstruierten Aufschwunges, der auf Kosten und zu Lasten anderer ging, man sparte weder im Staat noch vollzog man benötigte private Investitionen, man tanzte auf einem Vulkan.

Man registrierte den Abschwung in den Anrainerstaaten nicht und dessen nationale Regierungen setzen zu lange auf die heilsamen Wirkungen des Marktes.

Damit verabschiedete sich in fast 5 Staaten der EU das Wachstum der nationalen Volkswirtschaft, an dem Punkt reagierte die EZB.

Es gibt also den sog. Kapitalfluss in jene Regionen Europas wo man mittels privater Investitionen Impulse setzen möchte um den Markt wieder zu stabilisieren.

Das Ergebnis stimmt allerdings wiederum nicht, denn mehr als die Hälfte des Transferkapitals landet wiederum in irgendeiner Form in den Geberländern.

Würde nun der Kreislauf nicht unterbrochen werden, könnten neue Formationen entstehen die andere Möglichkeiten des Transfers mittels der Wertschöpfung ermöglichten.

Der Kreislauf allerdings wird unterbrochen, weil das unkontrollierte Kapital auf Anlageformen und Wachstum setzt und sich damit einen Markt der realen produktiven Wertschöpfung in den Nehmerländern entzieht.

Den Trend kennen wir mittlerweile alle auf den deutschen Immobilienmarkt wurde ein Magnet entdeckt, der ausländisches Kapital anzieht.

Daraus entstanden die Investitionsgesellschaften, die eigentlich in ihrer ersten Phase nichts anderes waren als Kapitalsammelgesellschaften, Objektbetreungsgesellschaften , Erschließungsgemeinschaften und Entkernungsgesellschaften.

Das ist eigentlich für das Kapital der Markt der Möglichkeiten, der Magnet zieht das Geld schnell an.

Die Philosophie und der gesellschaftliche Auftrag dieser Gesellschaft ist dem Kapital zweitrangig, denn zunächst geht es um die verbürgte Sicherheit.

Das ist nun einmal so, denn mehr oder minder sucht auch ein Kleinanleger in einer Krise Sicherheit für seinen Anlagebetrag und das ist in Kapitalgesellschaften ebenso.

Allerdings fühlen sich Kleinanleger bzw. Genossenschaftler stets verbunden mit dem Objekt, im Gegensatz dazu das unkontrollierte Zufluss Kapital.

Derzeit sucht es die Sicherheit, das allerdings ist eine temporäre Schiene, denn nach wie vor gibt es die Gier nach einer Rendite.

Eröffnen sich da Märkte, die einen Zuwachs versprechen findet wiederum eine Wanderung statt und übrig können bei uns unvollendete Bauten, Großanlagen, Invest- Ruinen, Objekte die jahrelang danach Investoren suchen werden und schließlich der öffentlichen Hand viel Geld kosten werden.

Im Prinzip haften wir bereits für die Verschwendungssucht des Neoliberalismus, können uns kaum revidieren, will man uns immer noch die Wachstumsgesellschaft predigt und tanzen weiterhin auf dem Vulkan.

 

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