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Hunger, ein MordsGeschäft!

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Eine Randnotiz war es den deutschen Nachrichtensender wert. Als die Internationale Organisation Brot für die Welt in ihrem Jahrbuch  zum Menschenrecht auf Nahrung öffentlich die Allianz zwischen Politik und Großkonzernen anprangerte und ihr eine erhebliche Mitschuld am Hunger der Völker in der dritten Welt zuwies.

Eine Randnotiz war es nur wert das jeder achte Mensch hungert obgleich es ausreichend Nahrung gäbe.

Wie kann es sein fragt man sich nun das demokratische Staaten hier einem internationalem Netzwerk gestatten die Menschenrechte zu ignorieren und gleich einem Dealer gnadenlos und oft mit krimineller Energie sein Geschäft zu betreiben?!

Zwei wesentliche Punkte fallen mir auf:

Zum einen haben Lebensmittelund produzierende Berufe  im Umfeld in den immer noch reichen westlichen Industriestaaten einen sozial geringen Stellenwert.

Zum anderen wird der Einfluss der Lebensmittelindustrie in der Öffentlichkeit immer noch unterschätzt.

Sicherlich man hat schon mal von Monsanto gehört, auch der rumänische Werksarbeiter hat uns bereits dazu veranlasst öffentlich unsere Empörung zu äußern.

Aber wer denkt beim Schnitzel mit Pommes in der Betriebskantine wirklich gerne an die unappetitlichen Bilder vom Zwangsarbeiter und an Sammelunterkünfte?

Interessierte haben vielleicht auch schon mal gehört das es in Mexico ein Gesetz gibt das der Volksmund das Monsanto-Gesetz nennt.

Sein einziger Zweck  ist für dieses Unternehmen ein ideales Umfeld zu schaffen!

Auch das in vielen Ländern der Dritten Welt   die verarmte Landbevölkerung mittlerweile bis zu 80% ihres  Einkommens für Lebensmittel aufbringen muß ist nicht wirklich neu und streift unser Bewusstsein aber meist nur zur Adventszeit.

So verwundert es kaum das diese Branche fast unbemerkt vom öffentlichen Interesse Strukturen aufbauen konnte die demokratische Systeme nachhaltig in Frage stellen.

Konzerne haben sich nicht nur durch lukrative Angebote für willige Staatsdiener eine direkte Tür zum Gesetzgeber geöffnet sondern formulieren zunehmend Gesetze schlüsselfertig vor.

Das sich dieses lohnt ist an den Unternehmenszahlen klar abzulesen!

Die 10 größten Lebensmittelkonzerne nehmen täglich über eine Milliarde Dollar ein.

Allein in Deutschland sind elf Milliarden Euro an Lebensmittel nahen Produkten in Hedgefonds angelegt (..spekulieren auf eine mögliche Mißernte).

Auch das die EU das Sterben der Kleinbauern als natürlichen Ausleseprozess nicht nur zulässt sondern mit ihrer Subvensionspolitik nachhaltig voran treibt kommt wohl nicht von ungefähr.

Laut einer Studie ernten die Landwirte weltweit um ein Drittel mehr als nötig wäre um die Menschheit zu ernähren.

Doch immer häufiger werden Treibstoff, Industrie und Massentierhaltung zum Fressfeind der Weltbevölkerung.

Allein diese Fakten müßten eigentlich die Vereinten Nationen zu weitgehenden Verfassungsänderungen veranlassen, aber es kommt noch schlimmer:

Denn der globale Lebensmittelmarkt hat bereits begonnen die Gesellschaft zu verändern!

Ich möchte hier ganz bewußt Deutschland als wahrscheinlich einflußreichstes Land Europas in den Fokus nehmen.

Zweifellos auch immer noch eine der wohlhabensten Länder im europäischen Raum.

Dies ist kein Zufall den es ist Deutschland das vor dem Hintergrund seiner Weigerung das Antikorruptionsgesetz zu unterzeichnen das solchen Unternehmen ein weitgehend ungehindertes agieren in Europa ermöglicht.

Der fehlende Mindestlohn ist hier ebenso als Standortvorteil zu benennen wie die systematische Entrechtung abhängig Beschäftigter.

Es war 2010 glaube ich als die IAO  in einem  bemerkenswerten Artikel feststellte das die klassischen Dienstleistungsberufe immer mehr zum Testfeld für den Arbeitsmarkt genutzt werden.

Gerade die zahlreichen Beschäftigungsverhältnisse im Lebensmittelbereich zählen zu diesen.

Prekär, befristet schlecht bezahlt und stets Verfügbar stehen hier Arbeiter angesichts der meist kleinbetrieblichen Struktur weitgehend Schutzlos dem Unternehmen zu Dienste.

Sie fungieren de facto als Laborratten für die neue Marktökonomie!

Ist es ein Zufall das nun nach erfolgreichem Feldversuch auch die Industrie durch Leih- und Werksverträge zunehmend ihre Unternehmen zergliedert?!

Betriebsräte verlieren ihre Basis, Gewerkschaften werden nachhaltig geschwächt …

Was wenn der Plan gelingt?

http://www.dw.de/spielen-konzerne-ein-hungerroulette/a-16808005

http://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichtes/hunger-im-ueberfluss.html



 

 

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