Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Lustig, lustig trallara

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Wider des Weihnachtsrummel, das 2. höchste Fest der Christen verkommt im Konsumrausch der Massen und das unter den Augen einer mitunter nimmersatten Kirche.

Es sind nicht nur die Lebkuchen in den Regalen der Supermärkten, die uns bereits im Frühherbst an den Totensonntag wohlweißlich erinnern sollen, es sind die Vielzahl der Bitt- und Bettlerbriefe die ab November in unseren Briefkästen landen.

Vielmehr geben sich Vereine, Bürogemeinschaften, Clubs und Kirchengemeinden freiwillig in den Konsumrausch, man nennt das Weihnachtsfeier, man frisst und säuft im Advent, tanzt und lacht, schmettert Lieder von Besinnlichkeit und weiß gar nicht das für die Christen die Adventszeit eigentlich eine Fastenzeit war.

Da geht man hin, man will sich treffen und etwas Gutes zu Essen gibt es ja auch, das Lokal ist gut und feierlich geschmückt, man trägt die beste Kleidung – denn es wird ja fotografiert und man hat ein gutes Gewissen-man spendete ja für Brot für die Welt und kaufte die Weihnachtskarten bei UNICEF, dazu die Weihnachtsmarken mit Zuschlag bei den Schwestern vom Heiligen Orden.

Man sitzt in trauter Runde, trinkt nach rechts und links, hört die nichtsagende Rede des Vorstandes und schwört sich gleich mit Luzie zu tanzen, man gibt sich sozial und spendet dem Pförtner ein Bier und dem Chef sein Ohr, man ist ja loyal und widerspricht nicht, denn sonst wird die Vorsuppe kalt.

Man trifft Heinz- Hugo der kann mit 70 Jahren noch alles essen und der schlägt zu, seine Frau die Charlotte die meint, gleich folgt der Nachtisch der Kuchen mit Sahne, Heinz- Hugo nimmt zuvor einen Obstler und hat schon eine Fahne.

Dann erhebt man sich, der es noch kann er tut es, man ehrt die Verstorbenen, das macht man jedes Jahr und die Einschläge kommen immer näher, bloß nicht dran denken es folgen noch min. 3 Feiern.

Dann schmettert man Lieder, „vom Himmel hoch- da komm ich her, „ es kommt die Wirtin mit den Himmels Tröpfchen.“

Nur einer ruft, „ich brauche den Kröver Nachtarsch“- ein anderer ruft das machen wir später , erst tanzen wir eine Runde.

In einer Pause meint Fritz, „ die Feier vom Spar Club war besser“ – da war die Lotterie wesentlich fetter, es gab eine Gans nicht nur die Keule.

„Das war doch Mist“, ruft Schmackes der Kassierer, „trocken war sie und machte durstig“, man plant kommenden Sonntag etwas Neues- man fährt gemeinsam nach Nürnberg.

Man pilgert im Advent zu den Christkindlesmärkten, fährt früh am Morgen und ist gegen Mittag zwischen Flachweiher und Messezentrum, man parkt in Langwasser vor den Toren, man gönnt sich ja sonst nicht und sitzt in der U- Bahn.

Steigt aus an der Lorenzkirche , sieht das Bratwurstglöckle. Bestellt gleich 6 auf dem Zinnteller mit Kraut und Senf, dazu schmeckt das Weizen.

Dann pilgert man weiter, hin zur Pegnitzbrücke, sieht Haeberlein und Mezger, Heidi will Lebzelte in der Dose, Horst braucht einen Schmalzler aus der Büchse.

Oma Berta einen halben Karpfen im Heilig Geist, zunächst den Christkindlesmarkt rufen alle Chor und mischen sich unter das Volk auf dem Hauptmarkt, denn oben auf der Frauenkirche beginnt gegen 12 das Männleinlaufen, erst danach möchte man etwas kaufen.

Beim Warten wird es kalt, dazu gibt Brezel und Punsch, 6 Euro sind dann bereits weg.

Dann nimmt man noch ein paar Lebkuchen und ein Glas vom Bärenfang, unterwegs noch einen Hopfentropf, nimmt Erna etwas fester und zieht sie zum Schönen Brunnen, daheim erwarten sie ja Fotos, den gehärkelten Schlips für Opa Franz und zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Tucher Pils.

Man läuft hinauf die Dürergasse, beim Schlenkerle sagt man passe, nimmt am Thiergärtner Tor noch ein Bier und ein Korn.

Horst ruft etwas von Hunger, die anderen jaulen, ein fränkisches Bauernfrühstück das wäre die Sache, beim Burgwächter findet man Platz und trinkt dazu den Beerenwein, da kommt dann Stimmung auf.

Man läuft hinunter durch die 7 Zeilen, findet zum Hauptmarkt und zur Zuckerwatte, das war nix ruft Heidi- die war nicht gut-mir wird es nun schlecht.

War eine tolle Stimmung ruft man noch im Bus, es fehlte eigentlich nur noch das Riesenrad und die Gespensterbahn. Frohe Weihnachten

 

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