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Bis zum Beweis des Gegenteils

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Überschreiben wir diesen Artikel einmal mit dem vorläufigen Satz“ Bis zum Beweis des Gegenteils“, denn es geht immer noch um die politische Stärke der Basis innerhalb der politischen Organisation.

Einiges spricht für uns, denn in den ersten Wochen des Jahres 2014 riefen mehr als 120 000 Leser diese Homepage auf, vielleicht suchten davon einige den politischen Widerhall und andere fanden den politischen Durchblick.

Es ist immer die Angelegenheit im Transfer, wer, wem und wie etwas beschreibt und analysiert, denn etliche möchten nur ihre Meinung verkaufen und damit kommen wir zur Legitimation.

Beziehen wir uns dabei einmal auf den großen Hermann Scheer, der schrieb dazu u.a. folgendes: „Regierungen haben zwar die legitimierte politische Verantwortung, aber sie haben keineswegs per se den besseren politischen Durchblick. Die ideellen und praktischen Protagonisten der meisten politischen Umwälzungen sind und waren zunächst Minderheiten außerhalb der Ministerien und Parlamente; Menschen die sich auflehnten, deren Anliegen nach vielen Konflikten schließlich in der Gesellschaft – als Demokratie-, Sozial-, Frauen-, Friedens- und Umweltbewegung – oder in Parteien auf Widerhall stieß und deren Zustand veränderte.“

Nehmen wir diese Worte des Hermann Scheer beim Wort und beweisen den Legitimierten dass die Basis den politischen Durchblick besitzt, dazu benötigen einige wiederum die Beseitigung der sog. Schwellenangst vor dem Verfassen ihres ersten Artikels.

Denen sei gesagt, das erlebte ein jeder von uns- nur sollte man all das Erlebte nicht in sich hineinfressen sondern formell darstellen, herausstellen und untermauern.

Nur damit kann man seiner Meinung ein Gehör schenken, die Basis einer politischen Organisation kann mehr als Plakate kleben, sie kann ihre Meinung vertreten und damit den Start zur Veränderung der Zustände veranlassen.

Hermann Scheer, schreibt dazu in seinem Buch „die Politiker“, u.a. folgendes: „mancher Politiker entfaltet erst seine Stellung, wenn er auf den ahnungslosen Laien trifft."

Scheer kommt dann zum Thema Gleichgültigkeit: „Je gleichgültiger aber die Politiker den Gesellschaftsmitgliedern sind, desto mehr müssen diese mit Politikern rechnen, denen das Schicksal der Gesellschaft relativ gleichgültig ist. Eine überwiegend negative Meinung über Politiker im gesellschaftlichem Bewusstsein, ob zu Recht oder zu Unrecht, bestärkt umso mehr Menschen darin, mit guten gesellschaftlichem Gewissen der Politik fernzubleiben.“

Liebe Leser, dieser Satz hat es in sich und den kann man fast auf jeden Ortsverein der Partei beziehen, es ist nämlich in der Tat einigen gleichgültig- welche Meinung der andere zum Thema hat.

Hermann Scheer fährt fort: „ Dies setzt den Teufelskreis einer immer fragwürdiger werdenden Politikerauswahl in Gang, rekrutiert aus einer schwindenden Zahl von politischen Akteuren, mit zunehmend anderen als auf das Gemeinwohl bezogenen Wert- und Zielvorstellungen.“

Ich glaube damit hat Hermann Scheer der vorderen Riege den Spiegel der Realität vorgehalten, eine Zahl von Politikern setzt sich nämlich des Eigenwillens ins Rampenlicht.

Lesen wir weiter: „in Krisenzeiten, also in Zeiten außergewöhnlicher Herausforderung an die Politik, kann diese Entwicklung eine Gesellschaft substanziell gefährden. Es fehlt ihr dann das unverzichtbare Potential an Menschen, die sich mit gesellschaftlichem Engagement und Ausdauer politisch betätigen.“

Das ist also die Herausforderung an die Basis sich einzubringen und das gilt bis zum Beweis des Gegenteils, denn die Basis verspürt in der Breite die Folgen der Politik in Krisenzeiten.

Da sollte sich ein jeder von uns mal etwas mehr Mut zu sprechen und den Artikel, den er immer schon verfassen wollte schreiben.

Eine klarere Aufforderung als die von Hermann Scheer, kann man kaum noch erwarten.

Hermann Scheer führt fort: „ Politiker in einer Demokratie spiegeln stets den politischen Kulturzustand ihrer Gesellschaft wider.“

Also liegt der Ball doch in der Gesellschaft hier den Politikern das Interesse der Basis mit auf den Weg zu geben.

Hermann Scheer trat immer für das neue Denken ein und das war stets ein nicht immer lineares aber ein nichtkonformistisches, was sich an die politische Richtung der Zivilgesellschaft orientierte und damit eröffnete er eine Leidenschaft.

Die war geprägt von seinem Stil und sachlich kompetent, konfliktfähig zudem hatte er Visionen.

Machen wir uns also das neue Denken zu eigen, verlassen wir den linearen Bezug der Organisation und erweitern unseren Horizont.

Sich eine Meinung von oben gesetzt zu seiner eigenen zu machen, sollten wir anderen überlassen und die werden kurz oder langfristig damit über ihre eigenen Füße fallen.

Ein neues Denken setzt eine Bewegung frei und eröffnet Horizonte und dazu benötigt man Wissen.

Die Freiheit im Wissenstransfer wird somit zum Hauptanliegen, das wiederum benötigt die Mitarbeit von Querdenkern.

Auch diese Behauptung stimmt, bis zum Beweis des Gegenteils.

 

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