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300 Tage ohne FDP

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Im September naht der Jahrestag der letzten Bundestagswahl.

 

Am vergangenen Sonntag wurde in Sachsen gewählt und ein schönes Jubiläum realisierte sich: ein Jahr ohne die FDP, nunmehr zur frierenden deutschen Partei mutiert, symbolisiert in dem hilflosen Versuch Christian Lindners, sich selbst eiskalt populistisch mittels Wasserkübel aus der Bedeutungslosigkeit herauszuduschen.

Das sei ihm – ohne Häme - und ohne berechnende 'Action' zugunsten eines guten Zweckes unterstellen zu wollen, unbenommen.

Wer aber derartiges heute im allgemeinen Facebook/ Twitter/ Youtube - Hype etc. - als 'neu' apostrophieren will, sei an Lindners' liberalen geistigen Grossvater Hans- Dietrich Genscher verwiesen.

Der hat sich, es muss im Bundestagswahlkampf 1987 gewesen sein, auf einer Veranstaltung in Münster vor der Traditionskneipe 'Kiepenkerl' ungeniert eine damals durch das Satire- Blatt 'Titanic' popularisierte 'Genschman'- Maske aufgesetzt.

Grosser Jubel bei den Anwesenden, u.a. Jürgen Möllemann selig.

Chapeau, Genscher hatte damals eine ungeheure Popularität als superaktiver Aussenminister, u.a. manifestiert in dem Bonmot, sich selbst schon mal im Flieger nach Washington, Peking oder sonstwohin begegnet zu sein.

Ob der Münsteraner Anwalt Christoph Strässer, bis 1982 Vorsitzender der Jungdemokraten und heute Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, Jahre vorher wegen dem Pro- Kohl- Kurs Graf Lambsdorffs in die SPD wechselte, ist plausibel, wegen der Person Genschers sicher nicht.

Sei's drum, und ohne das Lokalkolorit zu übertreiben- Frau Carola Möllemann-Appelhoff ist seit Jahrzehnten lokalpolitisch aktiv und anerkannt.

Die FDP an sich ist allerdings seit einem Jahr in der Bedeutungslosigkeit versunken, und das 'ist auch gut so' (K.W., Berlin).

Conclusio ?

Alternativen sind das Salz in der Suppe der Demokratie, und alles neu macht der Mai (noch lange hin, klar).

Dass die derzeitige Alternative zur gegelten neoliberalen Resttruppe allerdings AfD heissen soll, ist Frankenstein pur: Bernd L. und Olaf H. symbolisieren vieles, eines nicht: poliitische Bildung, oder doch: nämlich, wie letztere hierzulande in den letzten Jahren auf den sprichwortlichen Hund gekommen ist, siehe die unterirdische Wahlbeteiligung in Sachsen.

Wo sehen Sie sich in zwei Jahren (?) - ist die, leicht modifizierte, immer noch existierende Standardfloskel Kinseyscher Prägung für Einstellungsgespräche (fünf bis zehn, ich weiss... )

Kein Ding der SPD zur Zeit, die Grosse Koalition zieht sich im lauwarmen Nagelbett der Krisenkanzlerin momentan magnetisch an.

Man mag die 23- 25 Prozent (zur Zeit)- Sozis allerdings unterschätzen, doch das wäre äusserst fahrlässig, für die CDU/CSU sowieso, für die 'anderen' im Parteienspektrum erst recht.

Inhaltlich besteht seit einigen Jahren eh' eine ganz grosse Koalition in Deutschland, will nur niemand so richtig realisieren.

Und in der sich abzeichnenden existentiellen Krise sowieso nicht.

600 Tage ohne die derzeitige FDP im N(i)ebel wären trotzdem die nächste Zielvorgabe. Step by step geht’s auch voran, wie auch immer...

 

 

 

 

 

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