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Teil 49 "Mein Weg in die linke Familie"

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Mein eigentlicher Weg in die linke Familie dieser Gesellschaft war vorgezeichnet und eigentlich verließ ich ihn nie. Allerdings überraschte es mich sehr, dass man mich ziemlich früh zu einem Hoffnungsträger der Linken machte.

Es ist weiter nicht tragisch, denn beim Fußball galt ich weiterhin als der umher laufende Lattenschreck, eine Überlegung ist es allerdings schon wert, wenn man für SHBlern zum Hoffnungsträger gemacht wird.

Das muss ich erläutern, denn während des Studiums war ich mitunter der Meinung, in der evangl. Akademie behandelt man die Themen, die jene Linken in der Gesellschaft interessieren konsequenter und dort fand ich Gleichgesinnte.

In dem Jahr fand die große Demo gegen die Notstandsgesetze im Bonner Hofgarten statt, das wiederum war u.a. der erste Riss innerhalb der SPD und auch der SHB hatte nicht die klare Linie.

Bei einer solchen Demo, wie gegen die Notstandsgesetze kommt es auch die Masse der Teilnehmer an und den Aufruf dazu verfasste u.a. meine Cousine.

Auf mich kam etwas anderes zu, man weihte mich ein in die Kunst der Fotoredaktion.

Dazu benötigte man die Mittelformat Hasselbladt sowie die Spiegelreflex Kleinbild mit dem 100er Tele, zudem den Skizzenblock.

Zu jedem Foto machte man sich den Vermerk, Filmnummer und Ansichtsskizze sowie 5 markante Sätze die damit im unmittelbaren Zusammenhang standen.

Auf ging es nach Bonn und ich war ziemlich nah vorne, sah nicht nur Heinrich Böll vor mir sondern einige mehr. Ich musste also handeln, fotografieren und reagieren d.h. notieren.

Da werden 2 Mittelformatfilme benötigt plus einen Kleinbildfilm.

Nach der Veranstaltung gingen die Negative sofort ins Labor, mittels meiner Skizzen entstanden Bleistiftzeichnungen und unter den kam mein Fotokommentar.

Damit war ich einigen um einige Zeit voraus, jene die darüber Artikel verfassen konnten mittels meiner Skizzen und Kommentare bereits ihre Auswahl treffen.

Diese Arbeit lief einfach logisch ab und wurde zum Erfolg, natürlich werden von 12 x 2 Mittelformat- Aufnahmen nur höchstens drei verwendet, aber die anderen waren auch gefragt.

Was nun mancher Redakteur daraus für einen Artikel machte, lag außerhalb meines Einflusses, nur schrieb mancher etwas was die in Bonn mitregierende SPD in relativ schlechte Stimmung versetzen würde.

Damals lasen und auch schrieben führende Politiker wesentlich mehr als heute, heute positionieren sich führende Politiker in einer Drehtürmechanik.

Mir war das zunächst wurscht, denn ich hatte mir eine Tür geöffnet zu einer ungewollten Profilierung.

Man sprach mich an zu einem Thema was interessant und ebenso heikel war, das Thema war Ypern 1915.

Erstmalig war es einigen in Deutschland gelungen ein Tabu zu brechen, den Gaskrieg im flämischen Ypern publik zu machen.

Ich war erschrocken beim ersten Vortrag, welche Rolle hier der Nobelpreisträger Fritz Haber spielte.

Es war sein Chlorgas was das Heer verwendete und von Haber stammt der Satz, im Frieden für das Volk, im Krieg für die Nation. Die Folgen erlebten all die Menschen 1915 im flämischen Ypern und in Berlin jubelte keine geringere als Lise Meitner.

Ypern, was wir heute kennen ist eine Rekonstruktion einer Stadt die es so nicht mehr gab, in der Zeit wo ich damit vertraut gemacht wurde ging es um das Zeughaus in Ypern.

Genau das wollte man in Belgien nach historischen Unterlagen wieder aufbauen, etwas Besseres konnte mir für eine Dokumentation nicht geliefert werden.

 

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