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Teil 78 " Werkstattgespräche"

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In diesem Jahr erwachten die Werkstatt- Gespräche, heute meinen viele dieses war die Geburtsstunde der Work- Shops.

Allerdings sollte man unterscheiden, damals die ersten Macher der Werkstatt- Gespräche setzen auf die Meinungsbildung und nicht auf den Profit.

Heute machen etliche Geschäfte und verkaufen den Teilnehmern ihr Interesse ab, damals sah man es als Notwendigkeit an bestimmte Themen in die Werkstatt zu geben.

Diese Werkstatt sollte wie ein Scharnier sich bewegen, zwischen der Wissenschaft und dem interessierten Bürger- man wollte die Meinung des Volkes einbeziehen, demzufolge waren sie offen, erschwinglich und fanden mitunter sporadisch statt.

Zudem waren sie in der ersten Phase fernab einer Ideologie, den reinen Veranstalter den man zuordnen konnte gab es nicht.

Für viele an den Hochschulen war das die eigentliche Basisarbeit, denn es gab kein unten und oben, es gab dabei keine Dozenten und auch kein Podium.

All was galt hieß: „ Zur Sache Schätzchen“, es waren durchaus Themen die eine informierte Gesellschaft berührten.

Was es nicht gab war die Übersicht und das Programm, es sollte eben nicht die Konkurrenz zur VHS sein.

Ebenso schnitten einige Studentenorganisationen die Veröffentlichen und Ankündigungen zu diesen Werkstatt- Gesprächen, aber trotzdem setzen sie sich durch.

Ich wurde aufmerksam darauf beim Thema „ Verringerung des Arbeitsanteils“- mehr oder minder stand dahinter- mit mehr Technik innerhalb der Produktion nimmt in diesem Prozess der Faktor menschliche Arbeit an Wert ab.

Was ich allerdings noch nicht wusste, dass man innerhalb dieser Werkstatt- Gespräche bereits ein Stück weiter als ich war.

Man hatte hier die Normalarbeitsbiografie unterteilt, es gab nämlich um der Wirtschaft alles recht zu machen neben dieser, die Biografien der Zwangsarbeiter, der Fremdarbeiter und der Honorararbeiter.

Das Thema Gastarbeiter sollte in Vorbereitung sein, dabei war es leicht an den Inhalt dieser Veranstaltungen zu kommen.

Es erschienen bereits die Werkstattblätter in Form einer gebundenen Broschüre, mit denen man nachträglich die Tagungen finanzierte.

Manche meinen heute dieses wäre die Geburt eines Institutes gewesen, was sich in München mal einen Namen machte.

Vielleicht war es so, für mich war es allerdings wie eine Sternstunde, was sich bereits mittels von Vorrichtungen und Systemen in der Produktion vollzog und ganz Arbeitseinheiten vernichtete stand in den Büros noch bevor.

Man kannte zwar die EDV wusste allerdings noch nicht, welche Veränderungen damit möglich waren, wie sich unsere Arbeitsstätten veränderten und wer eigentlich am Arbeitsplatz überlebte.

Wiederum sprachen bereits andere von der neuen Form der Arbeitsorganisation, in der Planung, Durchführung, Prüfung, Logistik und Dokumentation.

Für andere war das bereits das Ende der Mechanik und für wiederum andere war gerade die Mechanik in der jetzigen Form die Herausforderung.

Das ganze nannte man Steuerung, die allerdings bereits in der klassischen Funktion vom Disponenten in der Fertigungssteuerung bis zum Besteller funktionierte.

Für mich wurde der Wandel erkennbar, innerhalb der klassischen Planung, der Einführung, der Regie und Kontrolle über das Pflichtenheft zur Regelfunktionsprüfung hin zur Dokumentationspflicht.

Diese Erkenntnis konnte man innerhalb der Werkstattgespräche zur Diskussion stellen, das Ergebnis war einleuchtend die EDV macht nicht vor Branchen halt.

Nur wie kam man auf diesen Zug?- Eine klassische Lehrmeinung war über die Kybernetik, mir war das allerdings zu abstrakt.

Eine andere Variante war durch eine nachvollziehbare Steuerung, da kam in den Bereich der Strecke oder Bahnen. Ich entschied mich zunächst für die Strecke, denn die Bahn hat die dritte Achse.

Zur Regie einer Steuerung auf einer Strecke, gehört zunächst die Planung und dann folgen die Zeitfenster im Ablauf. Hinter jedem Zeitfenster verbirgt sich wiederum etwas- was erarbeitet werden muss.

Mir wurde bewusst, das Spiel muss ich live erleben, es war die Konsequenz dass ich der Studentische Mitarbeiter im sog. Schriftentum, so nannte man das damals wirklich in Europas größten Unterhaltsindustriebetrieb wurde.

Der hatte damals seinen Hauptsitz in der Fürther Kurgartenstraße und eigentlich tat sich dort genau das was ich vermutete.

Nur erlebte ich das dort ganz anders, ich war mehr oder minder ein Arbeitnehmer den man sofort einsetze.

In den ersten Wochen erstellte ich Kreuzworträtsel für alle möglichen im Hause erscheinenden Organe, auch dabei gab es Regeln.

Erst als die Macher genug Vorleistungen hatten, kam ich an andere Arbeiten.

Dabei bemerkte ich den Unterschied, das erkannte man daran wer den Umbruch leitete und mit welcher Technik man diesen betrieb.

War das jene Organ, was nach außen ging und auf Messen usw. verteilt wurde, entschied man ganz oben auf konventioneller Art und Weise.

Andererseits könnte man das auch anders beschreiben, denen mutete man die neue Technik noch nicht zu, der Umbruch war nach wie vor das Meisterwerk von Schere und Kleister.

Intern sah es anders aus, da war die Aktualität der Beiträge ein Faktor und zudem blieb die Regie auf der Ebene der Macher.

Einige sprachen damals bereits vom Ziel des Gedankens, den permanenten Umbruch.

Das löste die erste Diskussion aus, an dessen Heftigkeit ich mich noch erinnern kann.

Durch den Faktor Offenheit war der Kontrolle jeder Tätigkeit am Arbeitsplatz die Tür geöffnet wurden.

 

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