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Teil 125 "Der Reinwaschgang im Wilden Westen"

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Was ist der Unterschied zwischen einer geschlossenen und verschlossenen Gesellschaft?

Mitunter kam es mir vor, dass ich es mit einer in sich verschlossenen Gesellschaft zu tun hatte, weniger in Berlin mehr im Wilden Westen der Republik.

Da meinte man stets, ich sei der 68ziger gewesen, denen zu erzählen dass das gar nicht möglich war wurde ich irgendwann leid.

Denen zu erzählen, der SDS löste sich gerade auf als ich eine Hochschule von innen sah und das wir unter einem Erfolgsdruck standen.

Der wiederum hatte mit dem Honnef er Modell zu tun, wir bekamen vom Staat nichts geschenkt und was man uns gab auf Kreditbasis war einfach wenig.

Wen interessierte das, von den damals knapp 260 DM im Monat musste ich alles Mögliche dem Amt vorlegen, sogar meine Leistungsscheine innerhalb der Fächer.

Jetzt begann ich mit der Rückzahlung und ich habe diese auf Heller und Pfennig geleistet, wobei ich immer den Vergleich hatte.

Wer damals einen Beruf erlernt hatte, verdiente nicht unwesentlich weniger, nur wie sicher war eigentlich sein Arbeitsplatz?

In dieser Phase entstand die erste und folgenreiche Neiddiskussion in der Republik, angezettelt von spießigen Querköpfen in den Heimat- und Schützenvereinen, über die Stammtisch Hoheit bis zur Springer Presse.

In dieser Republik missachtete man durchaus die Bildung, man drehte sich im Kreis- wie auch immer.

Kam man dazu noch aus Berlin und wohnte und arbeitete man in Kreuzberg wurde man angesehen wie ein Monster von einer anderen Welt.

Man war frisch, fröhlich und frei, lebte allerdings im Westen der Republik in einer sog. Exil Welt.

Was man nicht mochte, das galt nicht-an und für sich die Weiterentwicklung der Adenauer Republik.

Weil alles andere nach Moskau führte, gut dass ich nicht in Spandau wohnte- das hörte sich nämlich fast so an wie Moskau.

Nun ist Kreuzberg alles andere als jener Krawall- Bezirk den manche daraus machen.

Es ist mitunter das Stück von Berlin, wo man sagen könnte, bis hier und nicht weiter. Das liegt allerdings nicht an den Bürgern dieses Bezirkes sondern an all denen die hier mal zufällig vorbei schauen.

Es ist der Bezirk der Zufallsbekanntschaften, nicht nur bezogen auf Freundschaften sondern auch innerhalb der Firmen, sie kamen wie sie verschwanden jene junge und dynamischen Vollstrecker ihres Glückes.

Sie waren da und fuhren weg, eine eigenartige Dynamik zur Förderung der eigenen Karriere.

Sagen wir es mal so herum, jene sog. Spießer des Establishments brauchten diesbezüglich vielleicht Fronterfahrung, allerdings betätigten die ihren Beschleunigungsgang.

Bis Mitte der 80.ziger Jahre kamen und gingen die, richteten mitunter mehr Schaden an als Nutzen und kassierten eigentlich eine Menge an Geld.

Berlin wurde für manche ein Magnet zum Geldkassieren, einer von denen saß in Köln am Rhein und der entmietete hier reihenweise Altbauten.

Trotz seines Kampfhundes starb er in Köln eines unnatürlichen Todes, ganz zu schweigen von dem Nobel- Pfuff namens Bel Ami in der vornehmenden Bezirk Charlottenburg unweit des Olympiastadions, ja wer verkehrte eigentlich dort und ließ dort sein Geld und was wurde aus dem Geld?

 

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