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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Teil 137 "Bis hier und nicht weiter"

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Ich werde mich nicht an einer historischen Aufarbeitung der Ereignisse vor 1980 in Danzig beteiligen, denn erstens kann das Heinrich August Winkler wesentlich besser und zweitens liegen mehr als 35 Jahre dazwischen.

Diese neue Generation in Polen hat mittlerweile ganz andere Probleme und die wiederum sind fast identisch mit jenen die uns Zukunftsängste bringen.

Im vereinten Europa sind sämtlichen Intuitionen es nicht gelungen den EU- Bürger soziale Sicherheit zu vermitteln.

Auf dem Weg zur Macht in den jeweiligen Nationalstaaten gelang es den Konservativen an Einfluss zu gewinnen, in jeder Krise steht das Volk zunächst hinter seiner Regierung.

Man scharrt sich um den Funken der Hoffnung, nun komme ich doch zu der Parallele zu Polen im Jahr 1980.

In diesem Jahr lernte ich durch Zufall einen Urlauber kennen, ein älterer und erfahrener Zeitgenosse.

Es war ein Bürger der DDR, er machte sich Sorgen um das was dort in Danzig passierte.

Im Westen machte man sich auch Sorgen, doch diese Sorgen waren anderer Art. Lech Walesa war mittlerweile bekannt geworden.

War er nun ein Vorbild, der weise und ältere DDR Bürger meinte „vielleicht“, nur den Begriff eines Vorbildes kann man weder ins polnische noch französische gleich bedeutend übersetzen.

Wir nannten das wie folgt „ auf ihn beruhen Hoffnungen“. Bezieht man das wiederum auf die Gegenwart, könnte man im vernetzten Zeitalter den Status „ Error“ erhalten.

Demzufolge fehlen uns nicht Kritiker und Blogger, Meinungsverdichter und Aktentaschenträger, Festredner und Statusschwalben uns fehlen die Hoffnungsträger. Wie wird man zu einem Hoffnungsträger?

Indem die Idee vor der Profilierung der Person kommt, in Danzig war zuvor die Idee der Widerspruch geboren.

Wo sind derzeit die Ideen, die sich mit der sozialen Komponente beschäftigen- wenn unsere Zukunft Globalisierung heißt?

Nur eine Frage, wer innerhalb der SPD macht den Lech Walesa?

Ich kenne keinen, denn sie sind mutlos und angepasst, denen sei aber gesagt der Feind der aktiven Parlamentarismus ist die Parteidisziplin.

Daher wir die aber haben, nimmt die Wahlbeteiligung stets ab- das sollte manchen zum Nachdenken bewegen.

Auch wenn man es heute nicht hören will und wenn der Vergleich nicht ganz stimmt, Parteidisziplin trug mit zum Untergang mancher Systeme im Osten Europas bei.

Vaclav Havel war bereits im Jahre 1977 anderer Meinung, für ihn als Dramatiker war das Aufbegehren eine Bürgerpflicht.

Würde heute innerhalb der EU das Aufbegehren zu einer Bürgerpflicht, würden sich Parteien wieder an der Willensbildung des Volkes beteiligen.

Das ist der eigentlich entscheidende Punkt, weshalb das Modell der Einheitsparteien in den Staaten des ehemaligen Ostblocks scheiterte.

Ich werde mich hüten vor einer gescheiterten Demokratie innerhalb der EU zu sprechen, nur darf man durchaus die Frage stellen: „Wie demokratisch ist Europa?“

Europa ist dort demokratisch wo es die Macht der globalisierten Ökonomie zu lässt , das ist nun einmal das Ergebnis und wenn Parteien der Mut fehlt dieses den Wählern zu erklären, dann kann man die eine nicht mehr von der anderen Partei unterscheiden.

Nun das ist in Polen derzeit der Fall, dort meint man aber in Deutschland sein es ebenso.

Wenn dem so ist, dann hat innerhalb des Parlamentarismus die Lobby der Interessenverbände gesiegt.

Ein Europa der Lobbyisten nein danke, in Berlin gibt es bereits ganze Straßenzüge nördlich vom Reichstag, ein Lobbyverband nach dem anderen- die dort Traummieten bezahlen.

Die wiederum versprechen sich etwas und das nennt man Einfluss, wer schützt unsere Demokratie gegen den Einfluss jener?

Nun komme ich wieder zu meinem weisen und gelernten älteren DDR Bürger, der meinte wirklich damals, die Solidarnosc würde vom Westen gesteuert.

Lustig diese Relaisschaltungen im Kopf der Menschen, vor ein paar Jahren zuvor erzählten mir Ewiggestrige der SDS bekomme Geld aus dem Osten Deutschlands.

 

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