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Teil 143 "Das Erwachen der Egomanen und Selbsttäuscher"

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Es dauert nicht lange bis die Egomanen Oberwasser bekamen, das Ding der Zukunft lautete „interne Vernetzung“ und in diesem Spektrum bastelte sich jeder seine Software.

Der Sieger in diesem Wettbewerb war Jener der sein Bestreben am besten verkaufte, wobei mancher Vorgesetzte nicht einmal die Betriebssoftware von der Anwendersoftware unterscheiden konnte.

Mitunter sah man den freien Lauf der Möglichkeiten, Fortschritt um jeden Preis- koste was es wolle.

Gespart wurde ganz wo anders, oben finanzierte man sich aus dem Vollen schöpfende Wasserköpfe und nach unten arbeitete man mit temporärer Unterstützung von außen.

Mit Hilfe dieser Egomanen an den installierten Schaltstellen begegneten mir die ersten Entwickler mit einem Zeitvertrag.

Das hatte direkte Folgen, für die galt der Erfolg in der Zeit und damit hatte man sie gesetzt, aus Diskussionen über den Nutzen und die Kosten wurden Belehrungen.

Noch liefen die mit Disketten oder Lochstreifen von Anwenderstation zur nächsten, noch war man nicht vernetzt, noch war es eigentlich die Ruhe vor dem Sturm.

Was mir mancher allerdings erzählte waren Theorien an denen er mitunter selbst nicht glaubte.

Fast jede neue Werkzeugmaschine hatte ihre eigene Funktionssteuerung, zwar waren die geometrischen Befehle gleich aber die Programmiersprache wechselte von Maschinenhersteller zu Maschinenhersteller.

Ebenso rasant sah es an den PCs aus, was man aus einem C64 herausholen wollte- erwies sich als Utopie.

Wobei aus manchem Egomanen ein Selbsttäuscher wurde, daher man aber täglich mit denen konfrontiert wurde, musste man sich mit den Programmiersprachen beschäftigten.

Wobei Basis 4 mittlerweile tiefste Vergangenheit war, man schrieb nun in Fortan, das machten allerdings Kollegen in den unteren Gehaltsgruppen.

Durch die Hintertür hatten die Egomanen sich wieder Leichtlohngruppen geschaffen, mit denen konnte man sich allerdings kaum unterhalten, denn sie standen unter Zeitdruck.

Was dabei auf mich zukommen sollte wusste ich noch nicht, irgendwann wollte man an Schnittstellen die Systeme verbinden und neu adressieren und dazu hatten irgendwelche mich ausgeguckt.

Das saß ich nun mit meinem Talent und schrieb ein Pflichtenheft für einen Programmierer, den sollte ich mir noch suchen.

Es war nun einmal so, mittlerweile war MSDOS in aller Munde und diese Betriebssoftware erwies dafür als ideal, das Pflichtenheft baute ich darauf auf.

Einen externen Entwickler fand ich dazu, nach dem der sein Angebot abgab, riefen min. 3 der Egomanen dieses brauchen wir in modifizierter Form auch.

Einfach super, Testphase an 3 Standorten, mich konnten die alle einmal- denn ich zog das Ding durch.

Wahrhaftig machte ich mir einen Namen, denn ich musste einigen Egomanen widersprechen, die Software war mittlerweile meine und insofern kopierbar – fast hätten die diese 3 x bezahlt.

Solche Erfolge lassen sich allerdings nicht verkaufen, denn Egomanen machen keine Fehler, man unterrichtete sie nur falsch. Wobei man Egomanen allerdings nicht unterrichten kann, denn sie besitzen das Primat des Zuhörens nicht.

 

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