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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Deutschlands langer Schatten

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Ich glaube nach all diesen Wochen sollten wir beginnen uns eine Frage zu stellen: Welches Bild wirft Deutschland auf unsere Nachbarn?

Dieses Deutschland was kurz nach dem 9. November 1989 das glücklichste Volk der Welt war hat ein Image – Schaden erlitten.

Werden wir mit unserer Rolle in Europa überfordert, beugen wir uns zu sehr den Interessen der Wirtschaft oder sind wir allgemein zu arrogant?

Ist es eine urdeutsche Untugend stets andere zu belehren, nach dem Prinzip „ am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ oder arbeiten wir an dem was mal jener sprach, der Jahre später das Holz im Park von Haus Doorn hackte, „ viel Feind- viel Ehr“.

Tatsächlich kann man mit einem solchen Unsinn gar nichts anfangen, trotzdem stellt sich die Frage „ wo kommt diese Überheblichkeit her?“

Betrachtet man das wiederum historisch ist diese Überheblichkeit das gesamtdeutsche Problem, was man am 3. Oktober 1989 ausklammerte.

In der alten DDR hielt sich ein nicht geringer Teil der Bevölkerung für die Besten im Ostblock.

Das nannte man später den Erfolg des Systems und dieser wiederum gewann internationale Anerkennung.

Man hatte es also mit 2 Deutschlands einer Nation auf der jeweiligen Erfolgsspur zu tun.

Damit begann eine gesamtdeutsche Sucht, die sog. leichtere Innenbahn auf der Erfolgsspur zu finden.

Das wiederum ging eindeutig zu Lasten des Humanismus, man wollte den unmittelbaren Erfolg im Neoliberalismus.

Es gab nicht in Deutschland die erwartete Schockstarre bei der Veröffentlichung der ersten PISA Studie und es begann auch kein Umdenken in der Bevölkerung.

Eine demokratische Zivilgesellschaft formierte sich nur dort wo sie willkommen war, es entstanden somit jene No- Go Arenen in denen der Nationalismus seine Wurzel schlug.

Die Graswurzelrevolution von rechts bereitete in Deutschland das Kleinbürgertum vor, denn es waren ihre Kinder.

Die wiederum gedeckt werden nicht nur von ihren mitunter sog. ahnungslosen Eltern sondern von der Bevölkerung in diesen Regionen.

Das ist der Schandfleck in unserer Republik, sich gegen alles Fremde abzuschotten.

Wer hat hier versagt, wie steht es mit der politischen Bildung in den unteren Strukturen dieses Staates?

Was wird politisch gewollt intern in diesem Staat weiterhin verharmlost? Kennen wir überhaupt noch eine Willkommenskultur oder kennen wir nur noch überhebliche Manager?

Deutschlands Manager gelten nicht gerade als die humansten, sie gelten als arrogant und mitunter kalt. Da braut sich doch etwas zusammen, wann wird uns das bewusst?

 

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