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Teil 175 "Die junge Garde um Eberhard den Blassen"

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Das Jahr 1985 hatte so einiges in sich, was mehr oder minder mich betraf.

Bleiben wir zunächst auf der positiven Seite, in Berlin fand die Bundesgartenschau statt und erstmals gelang es die Bezirksfürsten zu überzeugen, dass diese BUGA anders sein musste und den Menschen in einem Bezirk nachträglich dienen sollte, die von Parks und Grünanlagen nicht gerade in Fülle ausgestattet waren.

Der Park ist der heutige Britzer Garten und erfreut sich immer noch seiner Beliebtheit, bei der Gelegenheit sollte ich das eigentlich mal sagen, einer der Leiter im Jahre 2015 war mal ein Kollege von mir- und er widmet sich allen Aufgaben mit Leidenschaft.

Was hier gelang ging anderswo in die Hose, diese Männerfreundschaft zwischen dem blassen Eberhard aus Berlin und dem Kanzler aus Oggersheim war nicht zu überbieten, tatsächlich versenkte Helmut Kohl an der Entlastungsstraße mitten im Tiergarten den Grundstein für ein zukünftiges Deutsches Historisches Museum und der Regierende Eberhard stellte dazu bei Tag und Nacht einen Polizisten dazu.

Das eigentliche Gegenstück war nämlich im Reichstagsgebäude untergebracht und diese Dauerausstellung wirkte wie ein Magnet auf alle Berlinbesucher“ Fragen an die Deutsche Geschichte“, wobei der politisch Interessierte immer dazu die Antworten in Bonn suchte und nicht fand.

Berlin war nicht nur Vergangenheit sondern sollte nach Eberhards Vorstellung der Zukunft entgegen sehen, hätte sich damals einer aus seiner Senatsriege den Gefallen getan und von Ost nach West geblickt, im Bereich Heidestraße usw. wäre ihm übel geworden.

Gen Osten sahen Teile von Westberlin aus, wie es hinter dem Lokus in einer Kleingartenanlage vor 30 Jahren aussah.

Eberhard der Blasse liebte sich und den Jubel, Tassen hoch das wird was- bezahlt wird die Sause in Bonn.

Ein solch Ding schoss er ab, mit seinem Bezirksfürsten in Neukölln, das Ungetüm nannte sich BLUB.

Das privat finanzierte und betriebene Spaß- und Luftbad in Britz, ganze Busladungen von Besuchern aus den Randgebieten von Niedersachsen karrte man hier an, die Badelandschaft der Zukunft- man konnte baden ohne schwimmen zu können.

5 Sommer ging das gut, wer im Sommer dort war, badete im Treibhaus und wer im Winter dort war- fragte sich nach den Energiekosten?

Mittlerweile ist der Investor von damals längst über alle Berge oder baut gerade irgendwo in Bayern den gleichen Scheiß und die Ruine zieht hier Vandalen an.

Der blasse Eberhard blieb aber in Feierlaune, hatte im inneren Zirkel all jene um sich geschert die ihm aus den Zeiten der Jungen Union treu waren.

Zudem konnte man unheimlich schöpfen, die FU produzierte förmlich Juristen.

Kam einer davon in den Senat, war er nicht ganz so Eberhard ergeben transferierte man ihn nach Bonn.

Einer von denen brachte es dort sogar mal zum Verteidigungsminister im Kabinett Kohl, nur als dort der Fachmann gefragt war- merkte man auch in Oggersheim das ist er nicht.

Ansonsten litt die Stadt förmlich unter dieser Juristenschwämme, ein paar Clevere unter denen wurden Mitternachts- Notare und quittierten Schrott- Immobilienverträge – einer von denen wurde sogar mal ein 3 Tage Senator.

Diese Vielzahl von auf der Menschheit losgelassenen Juristen hatte den Berliner Wohnungsmarkt entdeckt, zudem begann seitens der CDU eine unheimliche Verquickung zwischen der Politik und den Bankern.

Kein Wunder in dieser Zeit entstand ein neues Unwort, „ warmer Abriss“, rein zufällig passierte so etwas im vornehmeren Bezirk Charlottenburg und das auch noch zu Heiligabend.

 

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