Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Es passierte etwas, was niemand bemerkte

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Was passierte?

Über den Grund, weshalb diese Homepage vor Jahren auf Sendung ging steht immer noch oben unter „wer wir sind.“

Nun passierte nach der Gründung dieser Homepage, aus gegebenen Anlass, sehr viel. Fast 9 Millionen Aufrufe innerhalb von kaum 7 Jahren, das ist eigentlich das Positive.

Andererseits stand damals die SPD bei bundesweit um die 30% und das war sicherlich eine ganz andere Ausgangslage für die Partei.

Erinnern wir uns aber einmal, wie bereits innerhalb der kalten Wahlkampfphase ab 2008 diese 30% begannen zu erodieren.

Das wiederum kann man in einigen älteren Artikel hier fein säuberlich nachlesen.

Da waren Autoren am Werk die lieferten Impulse und schnitten Themen an, die eigentlich aus dem Wahlvolk kamen.

Leider ignorierte man das alles, man wollte der Impulsgeber sein und andere wurden zum verordneten Störenfried.

Wer nicht plakatiert, die gesetzte Meinung wird zum roten Schaf, in einer Mitgliederpartei wo das „mitwirken“ einmal die Stärke war.

Liefen wir Autoren eigentlich nur der Zeit voraus, denn die eigentliche Wahl klatsche des Jahres 2009 hatten andere zu verantworten.

Waren die sich eigentlich ihrer Verantwortung bewusst oder konnte man von einem heilsamen Schock sprechen aus dem man die Erneuerung wagen könnte?

Eine gewollte Erneuerung wäre die Wiederentdeckung des Pluralismus gewesen, die Zuwendung zu den Gruppen der Zivilgesellschaft.

Leider galt nach wie vor der Tenor, „spiele nicht mit den Schmuddelkindern“ im übertragenden Sinne galt das auch für all diese Artikel auf dieser Homepage.

Man beachtete also ein durchaus vorhandenen und tangierenden pluralen Weg nicht, entweder aus Stolz oder aus Unkenntnis.

Wobei Unkenntnis fast unmöglich ist, denn kurz vor der Bundestagswahl im Jahre 2013 zählte diese Homepage mehr als 5 Millionen Aufrufe. 5 Millionen Leser verlinkte man einfach nicht, aus Interessenlosigkeit oder aus einer widersprüchlichen Haltung?

Wenn also „links und frei“ nicht mehr das aktuelle Thema ist, muss man nach rechts gerückt sein, eigentlich könnte das nicht sein.

Wenn dem nicht so ist , dann hat das durchaus andere Gründe.

Eines der Gründe ist der Weg „Antworten zu finden auf eine globalisierte Welt“, die wohl weißlich außer Fugen geraten ist, daraus folgt eine Beschleunigung des Denkprozesses.

Leider ist dem so, mittels eines vorherrschenden Pragmatismus kommt man nicht weiter und dümpelt bei 25% herum, lässt man dabei noch die alten Werte der Sozialdemokratie außer acht, kommt die Staatsräson vor der Ideologie.

Darf man sich dann wundern, wenn die GroKo das kleinere Übel wurde? Mittlerweile ist die GroKo zum Übel geworden, man sitzt mittendrin in dem Mist.

Denn all die durchaus respektablen Erfolgen der SPD gehen unter in der Vielzahl der Probleme.

Was durchaus viele Gründe hat und das sind nicht nur personelle, ein Grund ist die mangelnde Transformation der Prozesse in die Gesellschaft.

Wobei man dabei die Presse nicht ausschließen darf, in manchen bekannten Medien agieren noch immer die Anhänger des Neoliberalismus.

Der wiederum ist der Sozialdemokratie nun gar nicht zugeneigt, um einmal ehrlich zu sein, etwas an Zuneigung könnte diese Homepage „mein Herz schlägt links“ schon vertragen, nur dazu benötigen einige Mut.

Den Mut mal seiner Meinung den freien Lauf zu lassen.

Die eigene Meinung sich mal wieder gönnen anstatt nur einer Strategie zu folgen.

Wer nur die Strategie befolgt wird eigentlich irgendwann mal langweilig, eine Politik der Langeweile ist eine echt stumpfe Waffe in einem permanenten Wahlkampf, dagegen sprechen eigentlich diese 9 Millionen Aufrufe der Homepage.

Langweilig war es hier eigentlich nicht, vielleicht setzt sich dieser Erfolg durch die Vielfalt der Themen zusammen.

Eventuell auch die Frage, nach dem Sinn von Entscheidungen, dann sind wir wieder bei der Kritik. Wie viel an Kritik vertragen Mandatsträger?

Wobei eigentlich die Demokratie nur funktioniert durch die Kontrolle, es gab dabei in erster Linie um die Transparenz.

Nur was transparent ist, lässt sich nach vollziehen, sind wir dabei wieder in der Vorlage?

Wenn dem so ist, dann könnte man andere ein Plakatieren vorwerfen und genau das Plakatieren von gesetzten Meinungen steht im Gegensatz zur pluralen Gesellschaft.

Damit lassen sich keine linken Mehrheiten erzielen, eigentlich wollten wir die doch und dabei eine Vorreiterrolle übernehmen.

Die entschiedene Frage stellt sich, ist das noch machbar?

Lassen wir den Willen dazu mal außen vor, in wie weit hat sich in den letzten Jahren die Gesellschaft innerlich verändert?

Einerseits hier, die Hoffnung durch links frei zu werden und andererseits die relativ verdammt schlechten Umfragewerte.

Man kann nicht nur auf die Ethologie in den betreffenden Regionen verweisen, in denen rechtes Gedankengut innerhalb von kurzer Zeit salonfähig geworden ist, man sollte mehr auf die Stummen setzen.

Den verstummten Mitbürger wieder mit ins Boot nehmen, leichter gesagt als getan.

Sieht man dazu die Verteilung dieser Homepage Aufrufe bezogen auf die Regionen der Republik gibt es eine beachtliche Vielzahl von grauen Zonen, es gelang uns auch nicht in östliche und ländliche Regionen vorzudringen.

Vergleichbares stellte die taz in Berlin einmal fest, eine überregionale Zeitung hat in der Fläche unerreichte Regionen.

Was einerseits erschreckend ist, bewahrheitet sich in schmerzlicher Art und Weise, 19% das ist die Höchstmarke der SPD im Osten Deutschlands.

Irgendetwas lief schief, das lässt sich nicht mit einer vorherrschen Angst der Bürger erklären.

Man sollte die Frage anders stellen, wo kommt diese Angst her und wer fördert sie?

 

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