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Die Raketen in Büchel

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Ich lese zur Zeit mit größtem Interesse Hochhuths Buch "Judith" (https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_(Hochhuth).

Anfangs ging es mir um die psychologischen Verwirrungen einer Frau, die Liebe vorgaukelt, um dann den Präsidenten der USA zu ermorden.

Bald wurde es mir klar, dass dieses Theaterstück auf einer zweiten Ebene den Zuschauer/Leser auf die Gefahren eines Atomkrieges in Europa aufmerksam machen will. Die Handlung spielt sich im Jahre 1984 ab.

Einige Leseproben haben mir verdeutlicht, welche Gefahr von einem Lande ausgeht, das gerade in unseren Tagen seine Militärpräsenz in Europa erhöht und steigende Beiträge von seinen Verbündeten, allen voran Deutschland, einfordert.

"Henry Kissinger schreibt: Zu meiner Überraschung traf am 7. September 1972 die sowjetische Antwort auf meine drei Fragen ein, die lautete: `Die in Aussicht genommene Vereinbarung schloß die Verwendung von Kernwaffen in einem Krieg nicht aus, an dem die NATO und der Warschauer Pakt beteiligt waren. Ihre Verwendung würde jedoch auf das Gebiet der Verbündeten beschränkt bleiben. Der Einsatz gegen das Territorium der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion wäre jedoch untersagt`"

Nachtigall, ick hörte dir schon trapsen.

"Das Dünkel des Verfassers, sein Volk hier wieder einmal für ein auserwähltes zu halten, hat leider nachprüfbare strategische Ursachen. Nicht nur, weil die BRD der einzige Staat ist innerhalb der NATO, der B- und C-Waffen aus den USAeingekellert bekam, ohne Einblick, ohne Mitspracherecht seiner Politiker... (...) Von den 6000 atomaren Sprengköpfen, die sich in Westeuropa befinden, lagern 4000 allein in der Bundesrepublik; und von diesen haben 60% eine Reichweite von unter 30 Kilometern Sie würden also im Ernstfall das eigene Territorium verwüsten"

Heute mögen die Reichweiten größer geworden sein, aber bis nach Moskau reicht es in den meisten Fällen immer noch nicht.

"Ebenso weit von unseren bürgerlichen Moralnormen ist auch der unbegreifliche Entschluß eines amerikanischen Präsidenten, die Produktion von B- und C-Waffen wieder anzuordnen, obwohl er weiß, dass der Vorrat aus solchen Waffen schon jetzt ausreicht, den Planeten zu vergasen"

Dürfte auch heutzutage stimmen.

Warum will dann Ursula von der Leyen ihr Militärbüdget so stark aufstocken?

Wer treibt sie bei diesem Ansinnen an? Unsere Freunde und Helfer aus Nordamerika?

 

 

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