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Start Energiepolitik Skandium und Germanium werden knapp

Skandium und Germanium werden knapp

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Was sich wie eine aussterbende Spezies anhört, ist in Wirklichkeit ein Rohstoff für die Industrie.

Durch innovative Technik wird der Kampf um die Rohstoffe komplexer, manche von ihnen sind nur sehr begrenzt vorhanden.

Gerade in Entwicklungsländern, aber auch in China finden sich diese High-Tech-Basis-Materialien.

Jetzt hat die europäische Industrie Alarmstufe Gelb ausgerufen, Brüssel soll sich an dem Wettlauf, besser dem Kampf um die begehrten Rohstoffe beteiligen. Ein Vorschlag, der ganz auf der Linie von Entwicklungsminister Niebel liegt:

Entwicklungshilfe soll der europäischen Wirtschaft dienen!

So soll die Gewährung von Entwicklungshilfe für arme Länder an Zugangsrechte zu Rohstoffen gekoppelt werden!

Eigentlich könnte dieser Artikel jetzt an dieser Stelle enden. Jeder, der noch nicht total abgefuckt ist, weiß, dass hier ein neokoloniales Denken exekutiert werden soll.

Bisher haben gegen diese neue Richtung der E-Politik nur humanitäre Organisationen protestiert.

Die Öffentlichkeit hat dieses Thema kaum zur Kenntnis genommen. Wie sieht es mit der SPD aus???

Am Beispiel einiger armer Länder mit Rohstoffvorkommen könnte man folgenden Circulus feststellen.

Wir helfen humanitär, machen gleichzeitig mit den Diktatoren Geschäfte mit billigen Rohstoffen und halten damit die hoffnungslos verarmte Bevölkerung ruhig.

Eigentlich nicht neu.

Entwicklungshilfe dient dann eigentlich der Aufrechterhaltung des Elends und der Unterdrückung.

Eine Perversion.

Echte Entwicklungshilfe wäre genau das Gegenteil:

Man koppelt die Entwicklungshilfe an die Bereitschaft der jeweiligen Regierungen, bei dem Kampf gegen die Massenarmut zu kooperieren und angemessene Selbsthilfekonzepte gerade f ür die arme Bevölkerung zu unterstützen.

In Punkto Rohstoffe kann es dann nicht um kompensatorische Leistungen für die Lieferung von Rohstoffen gehen, sondern einzig und allein um die Verwendung der Mittel für sinnvolle Entwicklungskonzepte.

Richtig wäre also die Entwicklungshilfe an die Verwendung von Einnahmen aus dem Rohstoffhandel für Entwicklungsprojekte zu koppeln, die effektiv der Armut entgegen wirken.

Wenn deutsche Entwicklungshilfe nun hauptsächlich der deutschen Wirtschaft dienen soll, dann kann es nur eine Konsequenz geben:

Die sofortige Abschaffung des Entwicklungshilfe-Ministeriums und Eingliederung in das Wirtschaftsministerium.

 

 

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