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Atomwirtschaft: Profit geht vor

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So war es schon in den 70ern.

Beim Profitstreben setzt die Vernunft komplett aus.

Die Kernkraftlobby macht mobil und die Regierung steht Gewehr bei Fuß.

Ein großer Unfall mit möglicherweise ungezählten Opfern gerät bei der Laufzeitverlängerung der KKWs zum Kollateralschaden.

Brückentechnologie bei der die Brückenpfeiler im Fließsand stehen.

Dafür Profitmaximierung der großen Vier unter tätiger Mithilfe von Merkel, Brüderle und Röttgen.

Da wird man die Geschäftsberichte von CDU und FDP in den nächsten Jahren genaue r unter die Lupe nehmen müssen.

Das ein oder andere Backschisch wird es den Konzernen schon wert sein, dass sie die Milliarden auf dem Silbertablett serviert bekommen.

Für die Bergung von 125.000 Fässern Atommüll aus der ASSE dürfen die Steuerzahler alleine berappen, wenn es danach geht, was Eon, EnBW, Vattenfall und RWE und der Bundesregierung geht.

Dabei kann heute auch nur halbwegs seriös beantworten, was die Aktion kosten wird.

Wo die strahlenden Monster anschließend zwischen- oder endgelagert werden, auch das weiß niemand.

Zur Erinnerung: Gerade mal lächerliche 24100 Jahre dauert es, bis Plutonium zur Hälfte zerfallen ist.

Und die Physikerin Merkel sollte während ihres Studiums mitbekommen haben, dass sich die Halbwertszeit des Giftes auch nicht durch Geheimvereinbarungen herunterhandeln lässt.

Das EINZIGE, was sicher scheint, ist, dass munter weiter strahlender Abfall produziert wird.

Und die Milchmädchen aus Atomlobby und Regierung rechnen uns weiter vor, wie günstig uns die Laufzeitverlängerung kommen wird.

Die Milliarden und Abermilliarden an Entwicklungskosten, die wir Steuerzahler bereits gezahlt haben, werden ebenso herausgerechnet, wie die noch zu erwartenden Kosten für die Aufarbeitung, Beseitigung und Endlagerung des Mülls.

Scho in den 1970er Jahren wurde der Atommanager und Sozialdemokrat Klaus Traube, nachdem er die Seiten gewechselt und sich zum Kernkraftkritiker gewandelt hatte, jahrelang vom BND bespitzelt und zum „größten Sicherheitsrisiko der Bundesrepublik“ erklärt.

Schließlich wird er gar unter Anklage gestellt.

Der Prozess endete mit Freispruch.

Nachdem „Der Spiegel“ den Abhörskandal aufgeklärt hatte, sah sich der damalige Innenminister Werner Maihofer (FDP) zum Rücktritt gezwungen.

Olle Kamellen?

Bei weitem nicht.

Wer sich mit den jüngsten Pleiten, Pannen und Peinlichkeiten in den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel intensiver auseinandersetzt, wird nicht an der Tatsache vorbeikommen, dass es damals um die gleichen Probleme ging, wie heute.

Was kaum noch jemand weiß: Im Kernkraftwerk Brunsbüttel kam es schon in den 70er Jahren zu einem Störfall, der um Haaresbreite zu einem GAU geführt hätte.

Das Werk ist noch immer am Netz und produziert weiter Störfälle.

Auch die aktuellen Ereignisse in Krümmel und in der Asse machen erneut deutlich, welchen Gefahren die Natur und damit wir Menschen ausgesetzt sind.

Und noch eine weitere Parallele drängt sich geradezu auf, die Verquickung von Atomstaat und Überwachungsstaat.

Der berühmte Zukunftsforscher Robert Jungk schrieb 1977 unter Bezugnahme auf die BND-Affäre in einem ZEIT-Artikel:

"All jene Staaten, die sich, auf eine massive Entwicklung der umweltgefährdenden Kernenergie eingelassen haben, sahen sich gezwungen, unter Zugrundelegung von wenig bekannt gewordenen Sondergesetzen und Ausnahmeregeln, einen verstärkten Sicherheitsappärat mit besonderen Vorrechten einzurichten."

Jungk und andere Kritiker befürchteten, dass weitere bürgerliche Freiheiten eingeschränkt würden.

Heute, einige zig Gesetze weiter, vom „großen Lauschangriff“ bis zum „Kinderpornogesetz“ haben sich diese Befürchtungen längst bestätigt.

 

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