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Der ökonomisch-politische Komplex

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Es ist was los im Staate Deutschland. 

Urplötzlich avanciert ein unscheinbares Kürzel zum Symbol für gesellschaftlichen Widerstand: S 21.

Dabei hört es sich an wie die harmlose Bezeichnung einer S-Bahn-Strecke.

Tatsächlich jedoch gerät der Versuch eines Bahnhofsumbaus für die Planer und ökonomischen wie politischen Entscheidungsträger zum unerwarteten Desaster.

Johano Strasser, Sozialdemokrat und Präsident des deutschen P.E.N., schrieb vor einigen Jahren:

"Das Ziel des totalitären Liberalismus ist es, die Gesellschaft als ganze der ökonomischen Rationalität des Kapitalismus zu unterwerfen, also von der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft voranzuschreiten."

Genau davon scheinen inzwischen viele Menschen die Nase gestrichen voll zu haben.

Ein diffuses aufgestautes Unwohlsein mit den gesellschaftlichen Verhältnissen insgesamt entlädt sich im Protest gegen ein einzelnes Projekt.

Manchmal t;plugins/editors/tinymce/jscripts/tiny_mce/themes/advanced/langs/de.js" type="text/javascript"> braucht es eben nur den sprichwörtlichen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Konservative wie liberale Politiker und die Wirtschaft traf der geballte Zorn der Bevölkerung derart unvorbereitet, dass sie den Protest zunächst nicht ernst nahmen, ihn hernach für illegitim erklärten und schließlich die Staatsmacht mit Reizgas und Knüppeln auf Kinder und alte Leute losließ.

Aufstand im Ländle, Häuslebauer und Oberstudienräte als Rebellen. Manche hielten das für absurd und völlig abwegig.

Als den Mappus` und Co. es jedoch langsam dämmerte, dass es sich um ihre eigenen, auf ewig sicher geglaubten Anhänger handelte, die ihnen die Gefolgschaft verweigerte, war es bereits zu spät.

Scharenweise laufen die jetzt zu den Grünen über, dorthin, wo sich nicht nur für konservative Schwaben gut kuscheln lässt.

Dass dies alles genau zum jetzigen Zeitpunkt stattfindet darf nicht weiter verwundern.

Nachdem Gelb-Schwarz nach der Bundestagswahl schnell klargemacht hat, dass sich an der Grundausrichtung des ökonomisch-politischen Komplexes nichts ändern wird, als erste Amtshandlung gar das Möwenpick-Privileg verabschiedete, wandten sich schnell viele Wähler ab.

Also, alles andere als ein Zufall.

Denn in dem Maße, wie die neoliberale kapitalistische Rationalität die gesamten Lebenszusammenhänge der Menschen dominiert und durchdringt, entzieht sie sich nicht nur selber ihre intellektuellen Reproduktionsbedingungen, indem sie durch den Versuch unmittelbarer und ausschließlicher ökonomischer Verwertbarkeit menschlichen Wissens Fachidiotentum produziert.

Sie unterschätzt auch die menschliche Sehnsucht, das Grundbedürfnis des sozialen Wesens Mensch nach Geborgenheit in solidarischen Zusammenhängen.

Vielleicht wird unsere Zeit als diejenige in die Geschichte eingehen, in der sich die Menschen zu fragen begannen, ob es richtig war, einer Gauklertruppe die Regierung anzuvertrauen.

Eine Langfassung demnächst auf Homann`s Blog.

 

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