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Loki, die Frau an der Seite von...

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Sind wir mal ehrlich: nichts interessiert die meisten Leute mehr an Politikern oder Staatsoberhäuptern, als ihre Beziehungen.

Ob Carla Bruni, Michelle Obama, Hillary Clinton bis hin zu Jackie Kennedy, all diese Frauen sind uns bestens bekannt als „die Frau an der Seite von“.

Es gibt sicher niemanden, dem hier und an dieser Stelle nicht blitzartig irgendetwas zu einer dieser Frauen einfallen würde; eine Geschichte, Anekdote oder meinetwegen auch ein Fauxpas.

Würde jedoch hier und an dieser Stelle die Frage nach den größten politischen Erfolgen ihrer Ehegatten gestellt, würden die meisten vermutlich erst mal ins Grübeln geraten.

Warum ist das so?

Wieso interessieren wir uns so sehr für Politiker-Gattinnen?

Es gibt ein Sprichwort, das besagt:

„Sag mir mit wem Du zusammen bist und ich sage Dir, wie Du bist.“

Diese Art der Typisierung könnte eine Antwort auf diese Fragen liefern.

Es scheint, als ob wir in Politiker-Gattinnen und der Beziehung zu ihren Männern etwas finden, etwa eine Art Kompass, etwas, das uns hilft, besser ihren Partner verstehen und einschätzen zu können.

Wir wollen wissen, wie der Mensch tickt, der uns regiert.

Und nichts scheint uns mehr Auskunft über seinen Politikstil zu geben, als seine Partnerwahl.

Angenommen die Partnerwahl sei verräterisch, so könnten wir vermutlich folgende Schlüsse ziehen:

Übrigens, bei Politikerinnen steht der Gatte nicht weniger unter Beobachtung, als bei Politikern.

Es ist dasselbe Phänomen.

Der Gatte der Kanzlerin beispielsweise gibt sich gerne einen elitär wissenschaftlichen Touch, wirkt vorzugsweise im Hintergrund und sagt am liebsten nichts.

D.h. nichts politisches.

Die Beziehung der Kanzlerin zu ihrem Gatten scheint leidenschaftslos, verklemmt bis zweckdienlich.

Könnte man nicht auch so ihren Politikstil beschreiben?

Bei ihrem Vorgänger gestaltet sich das subjektive Schlüsse ziehen etwas komplizierter.

Aber unter Politikern scheint es fast normal, dass sie häufig die Partnerin wechseln.

Man könnte meinen mit jedem Karrieresprung kommt eine Neue.

Böse Zungen behaupten dann immer, der ersten Frau sei ihr Erfolg zu verdanken, ohne den sie die Nachfolgende nicht hätten.

Die Autorin selbst, hat mal eine spannende Kandidatenlage beobachtet.

Ein Naturwissenschaftler und ein Jurist, beide redegewandt und sympathisch, stritten um ein Mandat in der SPD.

Die Wahl ging knapp aus.

Auf die Frage, weshalb wohl ausgerechnet der eine unterlag, bekam sie von einem Genossen die Antwort:

„Dessen Frau kommt halt rechthaberisch rüber.“

Die Gattin des Gewinners hingegen ist eine äußerst attraktive Erscheinung und beherrscht die Kunst des Smalltalks.

Sprich, ohne groß darüber nachzudenken, nehmen wir den Partner oder die Partnerin einer in der Öffentlichkeit stehenden Person gerne als Visitenkarte ihrer Persönlichkeit wahr.

Da überrascht es wenig, dass diese leicht in Versuchung geraten kann, ein übertrieben makelloses Bild von ihrem Gegenüber zu zeigen, indem sie, statt eines authentischen Auftretens möglichst ein perfektes Gegenüber an ihrer Seite inszeniert.

Ein Paradebeispiel hierfür ist da offensichtlich der Fall Carla Bruni.

Allzu gern lassen wir alle uns von diesem Super-Model blenden und schließen bei Sarkozy automatisch auf einen rundum Super-Typen.

Doch eine tolle Frau an seiner Seite heißt nicht automatisch auch toller Mensch oder Politiker.

Die Fassade bröckelt zunehmend. -

Loki und Helmut Schmidt hingegen sind ein durch und durch authentisches Paar.

Niemand wird je bestreiten wollen, dass sie nicht gemeinsam quasi im Tandem an ihren Lebensaufgaben gearbeitet haben, daran wuchsen und einander aufrichtig liebten.

Sie dienen uns als Paradebeispiel dafür, wie es im besten Fall sein kann.

Sie haben als Paar eine beachtliche Lebensleistung hingelegt und das zum Wohle des deutschen Volkes, einer friedlichen Gemeinschaft, unser aller Wohle.

Und dafür lieben wir die beiden für immer und ewig!

Dieser Artikel entstand in Gedenken an Loki, der verstorbenen Ehefrau von Altkanzler Helmut Schmidt.

 

 

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