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Die Sonnenallee

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Die

 

 

 

Sonnenallee eine lebhafte Straße und das mitten im Leben.

Sie wurde bekannt durch den Film " Sonnenallee", der Film zeigte allerdings nur das Leben im hinteren Teil der Sonnenallee, ein Stück DDR Geschichte.

Fast 92 % der Sonnenallee führt durch Neukölln und die Sonnenallee hat eine Geschichte und mitunter mehr zu bieten, als viele Heute abwärtig beurteilen möchten.

Die Sonnenallee ist eine bedeutende Durchgangsstraße in Berlin, sie ist ein Stück Neukölln, sie wurde 3spurig pro Richtung ausgebaut und ist trotzdem stets verstopft.

Sie war schon immer eine Durchgangsstraße, sie war eine Geschäftsstraße, eine rege Geschäftsstraße im Norden Neuköllns.

Sie verband den Hermannplatz mit der Königsheide im Bezirk Treptow, sie wurde ein Glied im System der innerstädtischen Verbindung.

Die Sonnenallee hat eine Geschichte, eine wechselvolle, eine spannende und ebenso interessante, denn sie ging aus einem unbefestigten Weg im Norden Rixdorfs hervor.

Die Straße findet ihren Ursprung in der Gründerzeit, den Hinweis findet man noch in etlichen Seitenstraßen, man kann den Ideal Hof entdecken, die Fassade der Polizei Direktion, die versetzten Industriegebäuden und die Ernst Abbe Oberschule.

Im Jahre 1892 bekam diese Allee ihren Namen, man nannte sie Kaiser Friedrich Straße, diesen Namen trug sie bis ins Jahr 1920.

In den Novembertagen des Jahres 1918 wurde hier gekämpft, hier war eine linke Arbeiterhochburg.

Fast 1 Jahrzehnt danach wurde sie die Aufmarschstraße des Rotfrontkämpferbundes, der von hier in die Versammlungen in die Neue Welt in die Hasenheide zog.

Das damalige rote und tolerante Rixdorf zog an, unweit der Sonnenallee wohnte die aus München vertriebene Olga Benario, aber es war auch in dieser Zeit die Straße der Arbeitersportbewegung, dessen Vereine bessere Namen trugen, hier glänzte der Arbeitersport.

Hier trainierte Werner Seelenbinder, der Arbeitersportler und Ringer, beide Olga Benario und Werner Seelenbinder wurden Opfer der Gestapo.

Die Sonnenallee hat Geschichte geschrieben, deutsche Geschchte, sie erhielt ihren Namen erst im Jahre 1920 und galt als gutbürgerlich, unweit davon in Richtung des Treptower Parkes wohnte Friedrich Ebert, der erste Reichspäsident der Republik.

Die braunen Horden der Nazis benannten die Straße um, ihnen störte die Helle der Sonne, bei aller Sonnenwendfeierei in ihrer Finsternis, sie benannten die Straße um in Braunauer Straße.

Was hat nun Braunau am in Inn mit der Sonnenallee zu tun?

Erst im Jahre1947 erhielt sie den Namen Sonnenallee zurück, ihre Bedeutung veränderte sich, sie wurde zur Einkaufsstraße des Ostens, sie wurde zur Geschäfts- und Durchgangsstraße, eine Ost- Westdurchgangsstraße.

Sie wurde zu einer wohnstraße, sie hatte Anbindung an 2 S- Bahnstrecken, siewurde nicht zu einer Prachtstraße, sie wurde eine wichtige Straßenbahnverbindungslinie.

Sie wurde eine Straße der Schulen, der Ämter und der Anlieger, eine Straße des Kleingewerbes und der Handwerker.

Den Mittelstreifen der Straße begrünte man, hier lag das Rixdorfer Polizeipräsidium, hier lag die Gasfabrik, hier entstanden 3 Sportplätze, hier gab es 2 Kinos, hier lagen Arztpraxen und ab hier gingen Buslinien in die umliegenden Orte, hier gab es unmittelbar benachbarte Laubenkolonien, hier lebte man mitten in Neukölln.

Die Sonnenallee war eine Verkehrsader, all das bis zur Trennung der Stadt, aber zuvor spielte sich hier das Ost- Westspiel ab, nichts ungewöhnliches aber Realität.

Die durchfahrenden Straßenbahnen mußten den Schaffner wechseln, der Westschaffner wurde durch einen Ostschaffner ersetzt.

Die Trennung der Stadt traf die Sonnenallee brutal, sie wurde zur Einbahnstra0e, die S Bahnhöfe zu Endstationen.

Im Westen der Stadt begann die regionale Reindustrialisierung, der hintere Teil der Sonnnenallee wurde zum sozialen Wohnungsbau erkoren, südlich davon entstand das neue Industriegebiet, hin zum Britzer Zweigkanal.

Wobei der Neuköllner Schiffahrtskanal an Bedeutung verlor, geprägt wurde diese Gegend in derdamaligen Zeit von Lagerhallen und an Altverwertungsplätzen, aber es vollzog sich etwas.

Das Leben kehrte zurück, Impulse der Planungen entstanden, die Stadt wuchs zusammen, der soziale Wohnungsbau belegte die hintere Sonnenallee, bis hin zum Kontrollpunkt Sonnenallee.

Man fuhr zweispurig, Kleingewerbe und größere Firmen ließen sich nieder, man entdeckte die kleineren Parks wieder und man plante hier das Estrell, etwas was Heute Ausstrahlung hat.

Aber noch gab es die schnell hochgezogenen Flachbauden in der Sonnenalle in den ersten Nachkriegsjahren, all diese Anbauten, auch jene der "fidelen Rixdorfer" die hier ihr Hauptquartier hatten.

Man nahm sich den Hermannplatz an, man baute ihn mehrere Male um, mittlerweile entdeckte man den Platz für den Bürger wieder.

Der Wochenmarkt auf dem Hermannplatz, ein Wochenmarkt der sich der Realität beugen muß, er besitzt einen eigenen Ordnungsdienst, der Hermannplatz zieht die Besoffskis an.

Mehr oder minder lebt der Hermannplatz vom benachbarten Kaufhaus Karstadt, doch das liegt bereits in Kreuzberg.

Das Leben in der hier beginnenden Sonnenallee hat sich gewandelt,man sollte sich zu Fuß auf den Weg machen, hier eröffnet man Geschäfte und ebenso schließt man wieder Geschäfte, alteingesessene geben auf und buntere versuchen es, ist das die Möglichkeit der Möglichkeiten oder die Scheinwelt einer Unsicherheit ?

Es parken am Straßenrand die Gebrauchtwagen der Anlieger, in zweiter Spur parken kurzfristig Nobellimousinen, der schnellen Geschäftemacher, die Herren der Handyläden und der Kulturdernegies, der Duft des Orient weht über den Gehsteig.

Hat die Sonnenallee ein Identitätsproblem, nein sie ist so und mitunter eine kulturelle Vielfalt, man flaggt hier Schwarz, rot, gold zur Fußballweltmeisterschaft, aber trotzdem gibt es Probleme, es ist die deutsche Sprache.

Man zeigt Identität aber kennt nicht ganz die Sprache, das Problem in den anliegenden Grundschulen, die Sonnenalle wird zum Projekt.

Die Sonnenallee war immer schon ein Schulprojekt, ein Projekt der Schulreformen. in den zwanziger Jahren entwickelte hier der Reformpädagoge Fritz Karsen seine Idee der modernen Schule in einer modernen Republik.

Die Sonnenallee ist mehr, die Hartz IV Hochburg in der Altstadt, dort wo Kleinrentner und Hartz IV Familien wohnen, die Laubenpieper aus gutbürgerlichen Schichten, die renovierten Nebenstraße und die Härte im hinteren Bereich, die Härte Neuköllns hinter der Grenzallee.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 07. November 2010 um 06:32 Uhr  

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