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Der Mensch und die Arbeit

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Wir alle

 

 

 

kennen den Spruch, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. Dieser Auspruch stammt aus einer Zeit als die Menschen noch weitgehend Selbstversorger waren.

Und da hette er eine gewisse Berechtigung, wer sein Feld nicht bestellte, konnte nicht ernten und hatte daher nichts zu essen.

Heute aber arbeiten wir nicht für uns selbst, sondern immer für andere.

Wir haben keine Felder mehr die wir bestellen könnten, daher brauchen wir einen Ersatz, das Geld, den Lohn für geleistete Arbeit.

Der Lohn ist also quasi die Frucht unserer Arbeit.

Mit diesem Lohn können wir unser Leben bestreiten, können konsumieren, uns alles kaufen was wir zum Leben benötigen oder uns wünschen.

So sollte es sein, und war es auch lange Zeit.

Aber dieses Prinzip ist in unserer Zeit in Schieflage geraten.

Heute muss der Mensch nicht nur dafür arbeiten um sich zu ernähren, nein, er muss auch noch anderen Gewinn bringen.

Und die Gewinnerwartungen werden ständig in die Höhe geschraubt.

Dies führt dazu, dass der Mensch nicht mehr als Mensch, sondern als Humankapital betrachtet wird.

Nur der ist ein guter, ein brauchbarer Mensch, der den Gewinn seines Dienstherren steigert.

Aus diesem Grund werden auf unseren Schulen und Universitäten nicht Menschen gebildet, sondern zu, für die Wirtschaft brauchbaren Individuen gedrillt.

Aber der Mensch lebt nicht um zu arbeiten, sondern er arbeitet um zu leben.

Und die Wirtschaft ist für den Menschen da, nicht umgekehrt.

Deshalb müssen wir den Begriff Arbeit neu definieren.

Nicht die Steigerung der Unternehmensgewinne kann das Ziel sein, sondern die Erhöhung der Lebensqualität der arbeitenden Menschen.

Dies setzt eine anständige und gerechte Entlohnung voraus.

Und den Politikern sei ins Stammbuch geschrieben, nicht Arbeit zu jedem Preis und zu jeder Bedingung, sondern Arbeit die sinnvoll ist, dem Menschen sein Selbstwertgefühl erhält und die anständig entlohnt ist, kann das Ziel sein.

Da erübrigt es sich zu sagen, dass Mini- und Midi-, sowie Ein-Euro-Jobs keine Arbeit in diesem Sinne sind.

Arbeit ist nicht ein Wert für sich, sondern sie muss auch ihren eigentliche Sinn erfüllen.

Es genügt nicht die Menschen von der Straße zu bringen, um sie dann zu alimentieren, sie müssen von ihrer Arbeit auch ein anständiges, selbstbestimmtes Leben führen können.

Die Politik, und da meine ich alle Parteien, muss endlich einsehen, dass es falsch ist die Unternehmen durch ständige Steuererleichterungen und die Senkung der Lohnnebenkosten zu subvetionieren, wenn sie auf der anderen Seite dann die Menschen die ihren Arbeitsplatz verloren haben oder unter unzumutbaren Minlöhnen leiden, wiederum subventionieren muss um sie vor dem Verhungern zu retten.

Ständig wird uns von allen Parteien vorgegaukelt, sie würden ja nur für Vollbeschäftigung kämpfen, und um diess zu erreichen müssen eben die Unternehmen geschont werden.

Zum einen ist Vollbeschäftigung angesichts der Tatsache, dass ständig rationalisiert und modernisiert wird sowieso nicht mehr erreichbar, wenigstens nicht wenn man vom produzierenden Gewerbe ausgeht.

Andereseits gäbe es genügend Arbeit im Dienstleistungsgewerbe und der Daseinsvorsorge, aber dafür ist kein Geld da.

Und warum ist kein Geld da, weil man den Unternehmen über Jahre hinweg Steuergeschenke in Milliardenhöhe gemacht, und immer noch weiter macht.

Es ist zu einem Teufelkreis gekommen.

Durch diese Geschenke an die Wirtschaft und die gleichzeitge Senkung der Nettoeinkommen, die übrigens auch durch Zuzahlungen und derg. gesenkt werden, wurde nicht nur die Kaufkraft der breiten Masse verringert, sondern auch die Steuereinnahmen geschmälert.

Der Erfolg, die Schulden wachsen.

Die Politik muss sich wieder auf ihren Eid besinnen der da heißt:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. November 2010 um 10:32 Uhr  

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