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In der Ruhe liegt die Kraft

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Ich las die Tage im domradio, das die Nordrhein-Westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) den Vorstoß aus den Reihen der Grünen zur Abschaffung der Karfreitagsruhe zurück weist:

„Wir dürfen nicht zulassen, dass der Feiertagsschutz weiter ausgehöhlt wird“, sagte Kraft und stärkte damit die Position der Kirchen gegen den Parteichef des SPD-Koalitionspartners.

Es müsse in einer Gesellschaft auch Tage zum Innehalten geben.

„Der Karfreitag gehört dazu“, betonte die Chefin der rot-grünen Minderheitsregierung.

„An diesem Tag gedenken die Christen des Todes von Jesus Christus. Sie sind keine Minderheit in unserem Land.“

Eine Gesellschaft, der nichts mehr heilig sei, komme nicht voran, sagte Kraft und fügte hinzu: „Für mich als Christin hat der Karfreitag auch persönlich eine hohe Bedeutung.“

Ich bin auch gegen die Aushöhlung des Feiertagsschutzes, denn ich habe noch die Aussagen des ehemaligen Wirtschaftsministers Wolfgang Clement (SPD)  in Erinnerung.

Nach seiner damaligen Auffassung, sollten die Deutschen wieder länger arbeiten.

Die vielen Feiertage seien mit Ursache dafür, dass die Konjunktur nicht in Gang komme (Quelle spiegel.de).

Remember

Allein an dieser Äußerung des ehemaligen Superministers mag man erkennen, in welchen abstrusen Gedankengespinsten sich Clement aufhält.

Auch in der Zeitschrift „Welt“ hatte Clement ständig Kanonenfutter für seine konservativen Claqueure .

Die Generalsekretäre von CDU, CSU und FDP bekamen ihre Propagandaformel frei Haus geliefert.

Die SPD hat bis heute solche Wahnvorstellungen ohne energischen Widerspruch hingenommen und Clement die Chance gegeben, wie ein Polit-Django die gesamte SPD vor sich her zu treiben.

Wir wissen doch alle das unter dem Schutzschild der Meinungsfreiheit Clement jahrelang die Rolle eines Kronzeugen für die konservativen Ideologen gegen die Sozialdemokratie gespielt hat.

Aber, die Geschichte lehrt uns auch, dass das Attribut christlich häufig durchaus als Positivierung für verlogen, hetzerisch, intolerant, machtgeil, geldgeil, korrupt, bigott, faschistisch und pädophil verwendet werden könnte.

Das sollten wir auch bei den kommenden Wahlen berücksichtigen und gegenüber jenen, die sich als christlich darstellen, aber die Menschen nur verachten, besonders vorsichtig sein.

Denn der Stifter der christlichen Religion, Jesus von Nazareth, würde diese Leute wohl augenblicklich zur Hölle fahren lassen.

Die Hierarchien der christlichen Volks Kirchen beteiligten sich aktiv an den Raubzügen und den Völkermorden des europäischen Kolonialismus und Kapitalismus.

Sie entwickelten einen der effizientesten Terrorapparate der Geschichte und ermordeten Millionen von Menschen in Europa, hauptsächlich Frauen.

Mit Folter und Scheiterhaufen wurden die kleineren christlichen Kirchen und die Christen in den eigenen Reihen als Ketzer, die Menschen jüdischen und islamischen Glaubens als Heiden verfolgt.

Die 'weisen' Frauen wurden als Hexen diffamiert und ermordet, weil ihr Wissen um eine selbstbestimmte Sexualität, um Verhütung und Abtreibung den Interessen von Großgrundbesitzern, Adel und Kirchen sowie dem entstehenden Kapitalismus entgegenlief.

Bis heute haben die Volkskirchen nicht anerkannt, dass ihr Handeln Ursache für Völkermord, Inquisition und Hexenverfolgung, und somit an vielen Millionen ermordeter Menschen gewesen ist.

Bis heute beruht ihr Reichtum auf jahrhundertelangen Raubzügen.

Immer noch sind die Volkskirchen einflussreich und mächtig.

In der Bundesrepublik sind Raubzüge nicht notwendig, das ist zwar richtig, aber am Beispiel eines Hartz-IV Empfängers kommt man schon ins grübeln.

Kirchenaustritt scheitert an 30 Euro

Er wollte ein Zeichen setzen. Die Fälle von Missbrauch in katholischen Internaten und die schwarze Kasse des evangelischen Kirchenkreises Herford haben ihn bewogen, aus der Kirche auszutreten. Das scheitert jedoch an den Kosten. Zu seiner Überraschung kostet der Kirchenaustritt 30 Euro. So verlangt es das Amtsgericht, das solche Anträge entgegen nimmt. "Wir haben die Höhe des Betrages nicht festgelegt, wir setzen nur eine landesweit gültige Verordnung um", sagt Amtsgerichts-Direktor Bernd Kahre. 30 Euro sind es auch, die Fanks Betreuerin vom Katholischen Verein für soziale Dienste ihm als wöchentliches Taschengeld zuteilt. „Mehr hat er nicht zur Verfügung, und er weiß es“, sagt sie: „Vielleicht sollte er an anderer Stelle sparen, bis er 30 Euro zusammen hat.“

Hier hilft der mit den Volks Kirchen verfilzte Staat, wie vor ihm die nationalsozialistische Diktatur, großzügig bei der Finanzieren des Machtkomplexes durch Zwangseintreibung von Kirchensteuern und weitere großzügige Finanzierung kirchlicher Arbeit aus allgemeinen Steuermitteln.

Der bürgerliche Rechtsstaat handelt sogar gegen die Rudimente der ins Grundgesetz übernommenen Weimarer Verfassung, die eine Trennung von Staat und Kirche fordert.

In wichtigen Fragen, wie Lebensgemeinschaften (Druck in die Zwangsgemeinschaft Ehe), dem Selbstbestimmungsrecht der Frauen, von Lesben und Schwulen oder gegenüber der kapitalistischen Ausbeutung nehmen die Hierarchien der Volkskirchen eine reaktionäre Haltung ein.

Viele Zehntausende von Beschäftigten in den römisch-katholischen oder evangelischen Einrichtungen, in Schulen und Krankenhäusern, werden hinsichtlich ihrer Lebensweise überwacht; die ohnehin minimalen 'Arbeitnehmerrechte' werden vielen von Ihnen vorenthalten, gewerkschaftliche Organisierung von den meisten kirchlichen Trägern bekämpft.

Die Artos-Unternehmensgruppe mit Sitz in Dortmund hat den Christlichen Gewerkschaften jahrelang Leiharbeiter als Mitglieder zugeführt- häufig ohne Wissen der Betroffenen.

Frontal21 liegt eine Mitgliederliste der Christlichen Gewerkschaften mit rund 1.500 Leiharbeitern aus dem Ruhrgebiet vor.

Bei einer Stichprobe stellten Frontal21-Reporter fest: von 100 Befragten wussten nur vier von ihrer Mitgliedschaft.

"Offensichtlich hat sich das Unternehmen mit den künstlichen Gewerkschaftsmitgliedern den Haustarifvertrag zahlen lassen", urteilte Professor Peter Schüren, Arbeitsrechtler an der Universität Münster, gegenüber Frontal21.

Die Artos-Unternehmensgruppe ist an mehreren Zeitarbeitsfirmen beteiligt und hat 2004 einen Haustarifvertrag mit den Christlichen Gewerkschaften abgeschlossen, der Dumping-Stundenlöhne von 4,81 Euro ermöglichte.

Außerdem wurde den Leiharbeitern monatlich ein Gewerkschaftsbeitrag vom Lohn abgezogen - auch das war den meisten in der Stichprobe Befragten nicht bekannt.

Jesus sagte: Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!

Seit einem guten Jahrtausend ist diese Kirche einer der größten Steinewerfer weltweit und nun kommen halt ein paar zurück!

Selbst in Österreich gibt es immer mehr Kirchenaustritte.  Die katholische Kirche ist in Sorge wegen der vermehrten Austritte aufgrund der nicht abreißenden Meldungen von sexuellen Missbrauchs. In sämtlichen Diözesen kehren immer mehr Gläubige dem Klerus den Rücken, wie ein Rundruf ergab. So könnte es dieses Jahr bei den Austritten noch schlimmer werden als das Rekordjahr 2009.

Es fehlen eindeutige Bekenntnisse gegen Krieg, gegen Lohndumping, gegen Familienzerstörung, gegen Geldzerstörung, ja auch gegen die angeblich christlichen Parteien. Die Betonung muss mehr auf Mensch als auf spirituelle Gleichgültigkeit gelegt werden. Sex verbieten und ungeborenes Leben erzwingen, ohne für ein menschenwürdiges Dasein zu sorgen, stößt sicher auch weiterhin auf wenig Gegenliebe.

Ohne gesellschaftliche Positionierung werden die Kirchen weiterhin an Bedeutung verlieren.

Nach der Missbrauchsaffäre hat die katholische Kirche die Quittung bekommen: Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent gestiegen - insgesamt waren es 180.000 Katholiken. Besonders schwer traf es Bayern. Aber auch die evangelische Kirche kämpft mit einem Vertrauensverlust.

Remember and think back - Kirchliche Arroganz

Wir sollten die schwarze Pädagogik und sexuellen Missbrauch in Heimen und Internaten (katastrophale Missstände in der Heimerziehung) , insbesondere der 1950er bis 1970er Jahre, nicht vergessen.

Unzählige Kinder wurden in den römisch-katholischen Erziehungseinrichtungen in den letzten Jahrzehnten geschändet. Doch das ist nicht der einzige Skandal. Der Staat zahlt dieses Erziehungssystem. Allein in Bayern finanziert das Bundesland bislang 15 Leiter und 33 Erzieher an den bischöflichen Priester- und Knabenseminaren durch Subventionen aus dem Staatshaushalt (Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen, Aschaffenburg 2002, S.104). Vergleichbar ist es in den anderen Bundesländern. Doch werden die staatsfinanzierten Priester oder ihre Untergebenen kriminell, betrachtet es die Kirche immer noch als eine Art "innerkirchliche Angelegenheit", bei der - im Widerspruch zur staatlichen Gesetzgebung - erst der Bischof den Kriminalfall prüft und innerkirchlich selbstherrlich entschieden wird, ob man auch die staatlichen Gesetze anwenden möchte oder anstelle der weltlichen Richter vorab entscheidet, dass das Verbrechen oder Vergehen nicht verfolgt wird. Die staatlichen Gelder werden aber ungeniert weiter eingesteckt.

Man darf alles predigen, nur nichts, was der Wahrheit nahe kommen könnte.

Die SPD noch mehr unter die Fittiche "seiner Heiligkeit"?

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles antworte auf die Frage der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, ob sie den Papst ernst nehme: "Aber selbstverständlich. Er ist der Chef vom Ganzen" (zit. nach Passauer Neue Presse, 25.1.2010).

An den Taten sollt ihr sie erkennen.

Sie klagten an…..

weil sie geschlagen wurden,

weil sie missbraucht und vergewaltigt wurden,

weil sie gefoltert wurden,

weil sie in dunklen Kellerzimmern eingesperrt wurden,

weil sie seelisch zu Grunde gerichtet wurden,

weil sie unzureichend ausgebildet wurden,

weil sie zu Zwangsarbeit herangezogen wurden,

weil man ihnen medizinische Hilfe versagte,

weil man bis heute die Verbrechen an ihnen leugnet oder verharmlost,

weil,

die „Erzieherinnen“ und „Erzieher“, die ihr Leben zerstört haben,

die Katholische Kirche, die diese Verbrechen unter ihrem Dach erlaubte,

die Evangelische Kirche, die die Augen fest zudrückte,

die staatlichen Behörden, die unser Leid ignorierten ,

die Betriebe, die unsere Arbeitskraft ausbeuteten,

das „System Heimerziehung“, das all dies ermöglichte,

die vielen Menschen, die unsere Not sahen und schwiegen.

Wir sind es den Opfern schuldig, die Anspruch darauf haben, dass wir die Leiden nicht vergessen, die ihnen die Kirchen zugefügt haben. Wir sind es aber auch uns selbst schuldig, weil die Auseinandersetzung mit den fast 2000 Jahren der kirchlichen Inhumanität, der Menschenverachtung und des Genozids immer auch ein Stück Selbstaufklärung unserer Gesellschaft ist. Deshalb dürfen wir auch die Erinnerung daran nicht jedem einzelnen allein überlassen. Wir müssen sie für alle gemeinsam festhalten und sichtbar machen...

Unsinnige Steuersubventionen

Zwei Jahrhunderte liegt sie zurück: Die Säkularisation, also die Trennung von Kirche und Staat. Die Kommunen zahlen dafür immer noch - oft Lasten wie im Mittelalter, wie zum Beispiel die Getreideabgabe.

Aber auch Bischofs-Gehälter, Militärseelsorge, Pfarrerstudium, Kirchentage, Pensionen, sogar Glocken und Orgeln: Der Staat zahlt häufig für fast alles, was zur Kirche gehört.

Die meisten kirchlichen Sozialdienste - ebenfalls finanziert vom Staat. Gleichzeitig subventioniert er damit allzu oft Missionarsdrang und Dogmatismus. So müssen selbst Sekretärinnen in kirchlichen Einrichtungen, deren Gehalt vom Staat kommt, Kirchenmitglied sein, sonst verlieren sie ihren Job. Und Angestellte, die nur standesamtlich geheiratet haben, müssen ebenfalls mit Sanktionen rechnen.

Neben der Kirchensteuer erhalten die Kirchen rund 20 Milliarden Euro im Jahr zusätzlich vom Staat - Geld von allen Steuerzahlern für Gottes Segen?

Rechtstitel, zum Teil aus Zeiten Napoleons, unterschrieben von Herzögen und Fürsten. Inzwischen wurden Kaiser gekrönt, Kriege geführt, Staaten gingen unter und wurden neu gegründet. Doch die Verträge blieben bestehen und die Kirchen kassieren weiter. Staat und Kirche sind in Deutschland offenbar doch nicht so richtig getrennt sind.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 16. April 2011 um 16:54 Uhr  

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