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Politik und Eros

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Politik und Eros.

Warum sollen Politiker im Liebesleben sich anders verhalten als andere Menschen ?

Am Hof der französischen Könige herrschte ein ausgiebiges Liebesleben.

Die Mätressen, auch aus einfachsten Verhältnissen genossen einen großen Ruf und konnten viel Einfluss erlangen.

Das Verhältnis der Mätressen zur Politik ist auch heute noch in Frankreich so geprägt, dass wenn ein Präsident seine Geliebte besucht, die Polizei die Straße absperrt und es interessiert im Grunde genommen die Bevölkerung herzlich wenig.

Nun steht der gehandelte Präsidentschaftskandidat der Sozialisten allerdings unter dem Verdacht einem Zimmermädchen in den USA zu Nahe gekommen zu sein.

Die Medien neigten dazu einen Lüstling aus ihm machen zu wollen.

Er habe sich schon öfter in erotischer oder anderer Weise der Damenwelt verschiedenster Couleur genähert.

Fast sieht es wie ein Komplott gegen den sehr aussichtsreichen „Kandidaten“ für das Amt des französischen Präsidenten aus, der zur Zeit die monetären Geschicke der Welt managed und auch in der Vergangenheit ein erfolgreicher Finanzfachmann war.

Im eher puritanischen Amerika hat man ihn nach seinem angeblichen Annährungsversuch sofort in Handschellen abgeführt und in ein Gefängnis mit was für welchen Verbrechern geworfen ?

Das puritanische Amerika ist nicht das katholisch lockere Frankreich oder Italien, wo der Umgang mit einer miderjährigen Berlusconi auch nicht vom Hocker geworfen hat.

Man empört sich, aber scheint sich auch heimlich genüsslich für solche Liebesgeschichten zu interessieren.

Wie Heinrich Heine schon über die Priester bemerkte, sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein.

Manche Politiker halten es da mit der Moral wie die Kirche.

Im puritanischen Amerika ging es Clinton allerdings sehr schlecht.

Da wollte das Volk auch in allen Medien eine wörtliche Aussage zum Verhältnis zu seiner Praktikantin haben.

Was er mit ihr nicht gemacht und gemacht hat, darüber konnte dann ganz Amerika die Gerüchteküche anheizen und sich über die verschiedensten sexuellen oder nichtsexuellen Handlungen auslassen.

Jedenfalls sagte der Präsident in den Medien der ganzen Welt, dass er keinen sexuellen Kontakt mit seiner Praktikantin gehabt hätte.

Danach wurde die Akte bald in die Ablage gelegt.

Phantasien über das Liebesleben von Ghaddafi und seiner amazonenartigen Leibgarde können ebenso die Gemüter beflügeln wie einst und heute noch das Liebesleben im Harem.

Die osmanischen Sultane hatten bekanntlich auch mehrere Frauen, auch ehemalige Sklavinnen, die sich dann oft heftig durch Mord und Totschlag um das Thronerbe stritten.

Die christliche Doppelmoral verlangt die Treue zur Ehegattin und die Verheimlichung der Geliebten, zumindest in einigen Gegenden.

Uneheliche Kinder waren lange Zeit schlechter angesehen.

Aber auch das hat sich in christlichen Gegenden geändert.

Im französischen bekamen uneheliche Kinder des Hochadels manchmal auch einen Adelstitel.

Aber, wenn der Seitensprung die politische Karriere kosten kann, sollte man sein Triebleben vielleicht mehr zügeln.

Schade vor allem bei Strauss-Kahn, der ein hervorragender Ökonom und Politiker ist, auch, wenn er nicht so weit auf der linken Seite steht, so hätte er vielleicht Frankreich wirtschaftlich und sozial modernisieren können, wenn er der Kandidat der Sozialisten geworden wäre.

Aber der Traum ist wohl aus.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. Mai 2011 um 06:41 Uhr  

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