Mein Herz schlägt links

Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Neuigkeiten Planetenwende – technologische Wende

Planetenwende – technologische Wende

E-Mail Drucken PDF







Es liegt in der Natur des Kapitalismus die natürlichen Ressourcen bis zum Erschöpfen ausbeuten zu wollen, sich den Planeten global so anzueignen, dass der Vernichtung von äußerer und innerer Natur von Mensch, Umwelt, Ökologie, Kultur etc. kaum noch Grenzen gesetzt sind. Seit der Entfaltung des Kapitalismus nimmt das Aussterben von Tierarten und Verschwinden von Pflanzen und Baumarten rapide zu.

Bereits frühere Gesellschaften hatten in manchen Gegenden des Mittelmeers beispielsweise Bäume abgeholzt und karge Bergkuppen und Landschaften hinterlassen.

Auch kleinere Bergwerke wurden fast vollkommen ausgeschöpft.

Es gab aber immer Mittel und Wege diese Lücken auch durch die Entwicklung des Fernhandels zu füllen.

Nur die indigenen Gesellschaften hatten und haben einen Respekt vor der Natur.

Wenn sie in einer Gegend zu viel gejagt haben, verlassen sie den Ort, sodass sich Tier- und Pflanzenwelt wieder erholen können.

Zur Tier- und Pflanzenzucht wurden Wälder abgeholzt, aber bis zur Entfaltung des Kapitalismus hielten sich die Schäden noch in den Grenzen.

Urwälder schrumpften zwar zusammen, aber es blieben immer noch Reste übrig aus denen sich die Natur wieder erholen konnte.

Mit dem Abbau von Kohle und Stahl verwandelten sich ganze Landschaften.

Chemie- und Autoindustrie verschlimmerten diesen Zustand.

Luft, Wasser und Land wurden zerstört.

Neue Krankheiten zerstörten auch Mensch und Tier.

Aber die Menschheit begann auch Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die entwickelte Medizin kam durch Klassenkämpfe auch zum Teil dem Proletariat zu gute, dass besonders unter der technologischen Entwicklung des Kapitalismus zu leiden hatte.

Man denke an die Fließbandarbeit, die Staublunge der Bergleute und den Gastod vieler Soldaten im 1. Weltkrieg.

Aber schließlich konnte der Proletarier auch Urlaub machen, mit der Straßen-und Eisenbahn und später sogar mit seinem eigenen Auto fahren.

Durch Presse, Funk- und Fernsehen rückte die Welt weg von der Sonntagspredigt und den beschränkten Informationen des Klerus – die Welt kam sozusagen ins Haus, der Krieg auf einen anderen Kontinent, die Armut der 3. Welt wie das Leben der Superreichen war und ist im Wohnzimmer mit zusehen.

Manipulationen, Illusionen sollen die Menschen vom harten Alltagsbewusstsein ebenso wegholen wie von der Idee, dass man die Welt auch gemeinsam verändern kann.

Aus dem stolzen Proletarier sollte der Arbeiter zum Mitarbeiter gemacht und manchmal durch Aktienbeteiligungen soweit gebracht werden, dass er sich einbilden sollte, er sei entscheidender Mitbesitzer der Firma und beinahe Kapitalist.

Die ehemals proletarischen- und Volksparteien schlossen sich dem Trend an, bis zum Lohnstopp/absenkung beim wirtschaftlichen Abschwung, um beim Aufschwung um den sozialen und wirtschaftlichen Erfolg betrogen zu werden.

Vieles wurde ja billiger in der Phase der Massenproduktion des Kapitalismus, aber die Dinge gingen auch schneller wieder kaputt – der Kaufrausch sollte initiert werden.

In dieser Phase des Kapitalismus tauchten zugleich zwei neue Technologien auf:

Die Atom- und die Elektronikindustrie.

Beide entwickelten sich in vielen Bereichen.

So entstanden die Atomreaktoren und die Anwendung der Atomtechnik beispielsweise im nuklearmedizinischen Bereich und nicht zu vergessen die Atombombe.

Im elektronischen Bereich setzte eine Revolution ein, die ihre Anwendung in fast allen Lebensbereichen fand: Auto, Radio, TV, Computer etc.

Schließlich darf man nicht vergessen, dass sich Solar- Windenergie, Kraft- Wärmekopplung, Biogasanlagen und die moderne Kommunikation von Netzwerken, Netzzeitungen, e-mails etc. entwickelten als eine Antwort auf die schädlichen Seiten einiger moderner Technologien und Medien.

Die Atombombenabwürfe und Versuche haben nach dem zweiten Weltkrieg die ersten Zweifler über die technologische Entwicklung auf den Plan gerufen.

Für die politischen Parteien waren das lange Zeit Randthemen.

Selbst der Druck der Straße hat sie nicht sonderlich beunruhigt.

Die Gefahren auch der friedlichen Nutzung der Atomkraft gelangten jedoch immer mehr an die Öffentlichkeit und die Gegner formierten sich.

Nach Fukushima ist der Druck der Bevölkerung so groß, dass eine Partei nach der anderen über einen Ausstieg aus der Atomkraft nachdenkt.

Zwar hat diese Welle noch nicht ganz Europa und vor allem nicht Frankreich erfasst, aber Deutschland.

Deutschland hat die fortschrittlichste Industrie auf dem Gebiete der erneuerbaren Energien hervorgebracht und wird sich in der Konstruktion von Elektroautos und besserer Batterien ebenso beeilen, da auch das Öl nicht ewig reicht und es dauernd Probleme mit der Ölförderung gibt (defekte Bohrinseln, Kriege etc.).

Nur die noch teure Magnetbahn, die in weiten Teilen das Flugzeug verdrängen könnte, ist noch nicht zum Durchbruch gelangt.

Summa summarum könnte der Kapitalismus mit diesen neuen Technologien einen Teil seiner schädlichen Bestandteile der kapitalistischen bürgerlichen technologischen Vernunft vernichten.

Das könnte zu einer neuen Gründerzeit führen, zu vielen neuen Arbeitsplätzen, Profiten, aber auch Erhöhungen der Lohn- und Sozialleistungen. Vorausgesetzt die Parteien kämpfen für beides – den technologischen Wandel und die Verbesserung der Lage der arbeitenden und nichtarbeitenden Klasse. Letzteres werden die bürgerlichen Parteien aber nicht tun. Für die linken sozialen Parteien wie die Sozialdemokratie liegt hier die große Chance sich zu erneuern und zu profilieren.

Hierzu gehört die Schaffung des Bewusstseins für die neuen Technologien, die Rettung der Arten und des Planeten.

Diese ökologischen, ökonomischen, sozialen, politischen Aufgaben sind sinnlich praktisch zu erreichen.

Dafür ist ein Systemwechsel notwendig.

Der kapitalistische Profit muss dem Ziel - der Rettung des Planeten, untergeordnet werden.

Die neuen Technologien, Netzwerke könnten hierbei als Gegenöffentlichkeit für dies Ziel dienen.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 24. Mai 2011 um 14:05 Uhr  

Wahlkampf

Erneuerbare Energien

Statistiken

Benutzer : 347
Beiträge : 5735
Weblinks : 145
Seitenaufrufe : 14102269

Verwandte Beiträge