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Neue Trends auf dem Trainermarkt

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Was deutsche Unternehmen so alles anstellen.

Nach den sehr ambitionierten neunziger Jahren, in den Mitarbeiter durch Team-Events und Incentives von der Art, gemeinsam durch die Kiesgrube, motiviert werden sollten, sieht es inzwischen etwas anders aus.

Wer damals in derTrainer-Szene zu Hause war, konnte ohne weiteres begründen, warum es verkaufsfördernd und motivierend ist, gemeinsam Geländewagen über Baggerseen zu schaffen oder im Hochseilgarten von Baum zu Baum zu hüpfen.

Letzteres machen ja auch unsere Vettern, die Affen schon seit Jahrtausenden sehr erfolgreich.

Was unsere Vettern, die Affen auch gerne machen, ist Gruppen-Sex.

Als Kind der siebziger Jahre bin ich weit davon entfernt, die therapeutischen Wirkungen der Sexualität abzustreiten.

Schließlich haben wir alle schon von Wilhelm Reich gehört und einige von uns kennen die therapeutischen Auswüchse, die seine Ideen posthum bewirkten, zur Genüge.

Allerdings war ich bislang zu naiv, mir vorzustellen, dass Gruppensex inzwischen zu den Standard-Incentives deutscher Unternehmen gehört.

So weit ging meine Phantasie einfach nicht.

Ich lerne aber immer genre etwas dazu!

Trotzdem sorry! Das ist krank!

Scheint so, als hätten die Leute kein zu Hause mehr. Oder noch schlimmer, sie sind so auf die Arbeit fixiert, dass sie ihr Privatleben gar nicht mehr wahrhehmen.

Früher ging man allein oder mit guten Kollegen in den Puff, wenn es  die Lohntüte gab.

Das war dann Privatsache.

Aber was ist das denn für eine psychologische Schweinerei, von dem Arbeitgeber Prostituierte zugeführt zu bekommen.

Als Incentive!

Das ist ja fast so, als würde man morgens zur Arbeit kommen und da steht der Chef und streichelt einem erstmal den Schwanz.

Braver Hund, und nun ab an die Arbeit.

Leute bescheissen!

Was ist bloß mit den deutscchen Kerlen los?

Sind die zu schlapp, sich ne angemessene Affaire zu besorgen?

Müssen die jetzt in den den Puff nach Budapest gekarrt werden, damit sie besser funktionieren?

Lieber Guido, wenn Du mich noch hörst.

Das ist spätrömische Dekadenz!

Übrigens ist die internationale Trainerszene zur Zeit ziemlich ratlos, weil die Leute die Schnauze voll von jeglicher Team-Didaktik haben.

Die Mitarbeiter der Unternehmen haben einfach schon zu viele Kärtchen an Pinboeards gehängt.

Sollen die Trainer jetzt umschulen?

In Richtung befreiender Sex mit Prostituierten?

Oder gleich selbst in die Prostitution gehen?

Wie kann man die kleinen und großen deutschen Raffzähne jetzt noch befriedigen?

Mein Vorschlag. Kriegs-Incentives, als Fitness für die Globalisierung!

Wie wäre es mal mit einem Betriebsausflug nach Tripolis?

In voller Kampfmontur natürlich.

Wer überlebt, ist für den Konkurrenzkampf bestimmt gut vorbereitet.

Oder Panzerfahren in der russischen Taiga. Putin lässt da bestimmt mit sich reden.

Vielleicht darf es auch ein Ausflug in die Ölsümpfe des Kongodeltas sein!

Oder eine Woche Sklavenaufseher auf afrikanischen Kakaoplantagen?

Da kann man den kleinen Gören mal so richtig dampf machen.

Kürzlich las ich einen Artikel, dass im Management neue Härte angesagt sei.

Na  also, ab nach Afrika!

Üben!

Für die ganz Erfolgreichen habe ich aber das Superincentive schlechthin.

Bei der nächsten Tsunami-Warnung ab nach Südost-Asien!

Wellenreiten!

Danach ein kleine Durchleuchtung in Fukushima.

Denn der Tschernobyl-Tourismus ist doch schon langweilig.

Vielleicht werden wir ja auf diese Weise sogar den einen oder anderen Spitzenmanager los.

Schlecht wäre das nicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 25. Mai 2011 um 05:56 Uhr  

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