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Konsumentenpolitik

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In der Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung gibt es irgendwann bei den Rätetheoretikern die Forderung nach Produzenten – und Konsumentenräten. Hiermit sollte zugleich die entfremdete Reproduktion des gesellschaftlichen Lebens auf der Seite der Produktion und der Konsumtion bekämpft werden.

Man wollte die kapitalistische Waren – und Kapitalwelt somit auf beiden Seiten zwingen den Prozess, das Ziel etc. der Produktion zu verändern zugunsten einer Ergreifung der entfremdeten Waren – und Kapitalwelt.

Die dialektische Einheit dieses Kampfes beinhaltete zugleich einen reformistischen Tageskampf im Hinblick auf den Vorschein einer sozialistischen Gesellschaft, die Antizipation eines demokratischen Sozialismus, wo die Menschen bewusst ihre Produktion und Konsumtion gestalten.

D.h. das eingesetzte Kapital die Warenwelt so durch die Arbeiter gestalten lässt, dass die Warenwelt ihren Bedürfnissen entspricht und die innere und äußere Natur nicht zerstört wird, sondern auf höherer Stufe der Reproduktion des gesellschaftlichen Lebens auch Mensch, Natur, Ökologie, Warenwelt und Kapital sich frei zum Wohle der Allgemeinheit entwickeln können.

Nun sind wir aber mit der zerstörerischen kapitalistischen und totalitären sozialistischen Produktion gekommen, dass die Artenvielfalt, Ökologie soweit zerstört wurde, dass vieles verloren gegangen, was nicht mehr zurückzuholen ist.

Der zerstörerische Kapitalismus war stärker als seine sanfte Gegenbewegung.

Allerdings haben wir Teilerfolge der Rätetheoretiker in Produktion und Konsumtion erreicht.

Es gibt Verbraucherberatungen, Warentests, Proteste gegen Massentierzucht, Naturzerstörung, Bewegungen gegen den Atomkraft etc.. Aber die Kontrolle über dass, was produziert werden soll, was den Bedürfnissen und Interessen der Verbraucher entspricht, haben wir für konsequente Rätetheoretiker noch nicht erreicht.

Auf der anderen Seite haben wir die Mitbestimmung, Streikrecht und Konzerne, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen, wobei die Betriebe, aber nicht in den Händen der Produzenten liegen.

Soweit ist auch ein Sozialismus des Kollektiveigentums nicht vorangeschritten, aber auch da gibt es im Bereich lokalen, ländlichen und staatlichem Besitzes noch Möglichkeiten gegenüber einem totalen privatwirtschaftlichen Kapitalismus.

Kollektiver Besitz sichert auch die Durchsetzung soziale, politischer, ökologischer, kultureller etc. Forderungen eines demokratischen Sozialismus der Sozialdemokratie.

Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft durch die Massenbewegungen und Parteien haben die Menschen auch als Konsumenten erstmals einen gewaltigen Veränderungsprozess der kapitalistischen Produktionsweise in Gang gebracht.

Andere Forderungen wie Elektroautos und Erweiterung der erneuerbaren Energien etc. sind tiefgreifende Eingriffe in die technologische zerstörerische Vernunft des Kapitals und Pfade zu einem sanfteren ökologischeren Kapitalismus.

Gerade die Auto-, Flugzeug-, und Rüstungsindustrie kennzeichnen den Weg in die globale zerstörerische Krise.

Hier müssen Produzenten und Konsumenten für einen weiteren Umbau von Produktionsweisen und Gesellschaft kämpfen, bis die planetarische Wende, die Rettung des Planeten, der äußeren und inneren Natur erreicht ist.

Nur so kann sich ein unentfremdeteres soziales Zusammenleben entwickeln.

Die Konsumentenvereinigungen müssen sich für eine Produktion von Lebensmitteln einsetzen, die einer ständigen Kontrolle ausgesetzt sind, sodass keine schädlichen Nahrungsmittel und auch keine Geräte, Spielzeug etc., die gesundheitliche Schädigungen nach sich ziehen produziert werden .

Hier müssen Produzenten und Konsumenten sich auch verständigen und ihre gemeinsamen Interessen durchsetzen.

Auch die Art der Herstellung, der Arbeitsprozess muss menschlicher, ökologischer etc. ergriffen werden.

Die Löhne, Renten und Arbeitslosenbezüge müssen regelmäßig so angehoben werden, dass sie der Profitentwicklung und Herausbildung einer menschlicheren Gesellschaft entsprechen.

Deshalb sind die alten Forderungen der Sozialisten richtig, den Kampf für eine bessere Gesellschaft auf der Ebene der Konsumtion und Produktion aufzunehmen und ihre Organisation und Inhalte ständig zu verbessern, bis wir einen demokratischen Sozialismus haben.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 16. Juni 2011 um 15:20 Uhr  

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