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Der amerikanische und französische Botschafter

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In Syrien demonstrieren seit Jahren demokratische Gruppen gegen die Diktatur des Assad – Regimes. Die Hochburg des jetzigen Protests ist Hama.

Die Stadt wurde von Panzern umstellt.

Das Regime wehrt sich mit blutiger Gewalt und Folter gegen seine Gegner.

Man schätzt die Zahl der Toten auf knapp unter 2000.

Durch die Scharfschützen werden es jeden Tag mehr.

Bei der Freitagsdemonstration sind der amerikanische Botschafter Ford und der französische Botschafter dabei.

Das Regime ist entrüstet. Eine amerikanische Provokation !

Aber die Botschafter kamen nicht als Feldherrn.

Kein amerikanischer/französischer Kampfjet begleitete sie.

Sie wollen lediglich ihre Solidarität mit der demokratischen Bewegung Syriens bekunden.

Ein politischer Friedensauftritt wie man ihn von den USA/Frankreich nicht erwartet hat.

Hier demonstrieren Amerika und Frankreich mit friedlichen Demonstranten, die niedergeschossen werden.

Die Diplomaten riskieren ihr Leben und die Machthaber fürchten vielleicht militärische Konsequenzen, sollte den Diplomaten in diesem Kontext etwas geschehen.

Aber militärische Aktionen sind gegen Syrien wohl nicht zu befürchten.

Das Volk ist zwar in Bedrängnis geraten, aber es muss sich auch erst weiter selber befreien. Syrien ist nicht Libyen.

Es gibt auf alle Fälle viele Gründe diesem Volk zu helfen, dass seit den 60er Jahren unter einem „sozialistischen“ Einparteiensystem, der Baath-Partei (Präsidialsystem) leidet.

Syrien ist trotz aller Behauptungen ursprünglich kein arabischer Staat, auch wenn die Hauptbevölkerungsgruppe Araber sind.

Zweitgrößte Gruppe bilden die Kurden mit fast ein zehntel der Gesamtbevölkerung.

Sie sind ständig Verfolgungen und Massakern ausgesetzt.

Armenier, Turkmenen, Palästinenser, Iraker etc. gehören zu den Minderheiten des Landes.

Neben dem Islam gibt es auch christliche Glaubensrichtungen.

Die arabische Kultur bestimmt das Leben, es besteht eine enge Verbindung zum Iran und ein immer wieder aufflackernder Konflikt mit Israel.

Juden gibt es von daher ganz wenige in Syrien, auch kleinere Handelsbeziehungen und die Restaurierung einer Synagoge in Damaskus. Friedensgespräche mit Israel wurden durch den Gaza Krieg unterbrochen.

Kulturelle und religiöse Minderheiten haben es in Syrien schwer.

Syrien ist auch der Ausgangspunkt vieler terroristischer Gruppen, die ihre Waffen aus dem Iran über Syrien erhalten.

Mit Hilfe von Nordkorea steht Syrien auch immer noch in dem Verdacht atomare Anlagen zu installieren.

Die Israelis haben bereits einmal eine Anlage zerstört, wo Uranreste gefunden wurden.

Aber Syrien streitet alles ab.

Die USA und andere Staaten sind diesbezüglich aber sehr vorsichtig.

Deshalb ist der Friedensmarsch des amerikanischen und französischen Botschafters auch ein Zeichen für die Unterstützung einer friedlichen Politik gegen eine Diktatur – ein Zeichen, dass die Wende in der amerikanischen/französischen Außenpolitik weiter fortsetzen könnte.

Hoffentlich findet diese Aktion der Botschafter eine breite demokratische Öffentlichkeit für einen friedlichen Wandel in Syrien.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 13. Juli 2011 um 07:15 Uhr  

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