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Glaube - Hoffung - Diebe

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Reiche Leute und die, welche es gerne wären, leiden oft unter dem zwanghaften Wahn, alles erwerben zu müssen, selbst ihre Charaktereigenschaften.

Aber es naht Abhilfe.

Ihr unermessliche Neid auf das soziale Wesen Mensch ist heilbar, wenn wir sie von ihrer Machtgier und ihrem Geld befreien.

Sie nennen sich Anlageberater Banker, Boersenanalysten, Broker, Chefökonomen, Finanzexperten, Liberale oder Wirtschaftsweise.

Sie sind die Hampelmänner der Hochfinanz.  Was sie eint, ist der Glaube an den Mammon.

Ihn beten sie an. Ihm sind sie bereit alles zu opfern - Vernunft, Selbstachtung, Menschlichkeit.

Sie sind angetreten, uns den Glauben daran einzuhauchen, dass Geld arbeiten könne, die Schattenkrieger des Finanzkapitals.

Bei der täglichenTele-Schaltung auf das so genannte Frankfurter Parkett singen sie das Hohelied des Finazmarktes.

Ihre Wertedebatte erschöpft sich im Herbeten der DAX-Werte.

Mein Lieblingsdichter Heinrich Heine schrieb einst:

"Seitdem es nicht mehr Sitte ist, einen Degen an der Seite zu tragen, ist es durchaus nötig, daß man witz im Kopfe habe. Vor dem Übermut des Reichtums und der Gewalt schützt euch nichts-als der Tod und die Satire"

Und tatsächlich ist es heute wohl so:

Eher fährt der Papst mit seinem bunthaarigen Gespielen nackt im Papamobil zum Christopher-Street-Day und wirft Kondome unters Volk, als dass der (politische) Liberalismus mitfühlend wird.

Sicher: Moral war noch nie konstitutives Element kapitalistischer Logik und gelebte Wirtschaftsethik stets eher ein systemischer Kollateralschaden.

Doch: Seit selbst bei reichen, ja superreichen Zeitgenossen die Einsicht wächst, dass ein - sich Staat nennendes - Gemeinwesen die notwendigen Einnahmen braucht, um seine Funktion auch für den reibungslosen Erhalt jener kapitalistischen Rahmenbedingungen zu sorgen, von denen sie profitieren, wird die Logik der Glückversprechungen durch Ungleichheit brüchig.

Und so scheint "das Ziel des totalitären Liberalismus, die Gesellschaft als ganze der ökonomischen Rationalität des Kapitalismus zu unterwerfen, also von der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft voranzuschreiten" (Johano Strasser) durch die eigenen Widersprüche wieder etwas in die Ferne zu rücken.

Niemand erfährt das zurzeit eindringlicher als die FDP.

Arbeiten wir daran, diesen Trend zu verstärken.

 

 

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