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Darmstädter Watergate

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Der 20-köpfige Aufsichtsrat der Heag Südhessische Energie AG (HSE) hat in seiner Sitzung am Mittwochnachmittag in Darmstadt mit deutlicher Mehrheit die 54 Jahre alte Bundestagsabgeordnete Christine Scheel (Grüne) zum neuen HSE-Vorstandsmitglied gewählt.

Damit formiert sich der Vorstand ab Februar 2012 neu.

HSE hat seinen Sitz in Darmstadt.

Der dortige Grünen-Oberbürgermeister Jochen Partsch versuchte vergeblich, Scheel von der Kandidatur für den Vorstandsposten abzubringen.

Seine Parteifreundin sei zwar eine hochkompetente Politikerin, entspreche aber nicht dem Anforderungsprofil eines Nachfolgers für den Technik-Vorstand des Unternehmens, argumentierte Partsch.

Wieder einmal wurde allen vor Augen geführt, das in Darmstadt nicht Partsch und seine Gefolgschaft allein über die Verteilung der Pöstchen entscheiden.

Dumm nur, das diese Niederlage für den OB Partsch vermeidbar gewesen wäre, wenn er sich nicht im Vorfeld lauthals gegen Scheel festgelegt hätte, sondern vorausschauender, flexibler und vor allem solidarischer mit der bundeserfahrenen und wichtigen Parteifreundin umgegangen wäre.

Er hätte seinen Widerstand auch hinter den Kulissen artikulieren können.

Somit wäre er um eine öffentliche Niederlage herumgekommen.

Sollte man Herrn Partsch hoch anrechnen, dass er sich in aller Öffentlichkeit gegen die Seilschaften der HSE ausgesprochen hat?

Nur die Bürger vor Ort werden es wissen.

Es sollte eben nicht um Postengeschachere gehen sondern darum, die Stadtwirtschaft endlich richtig unter die Stadtherrschaft unterzuordnen.

Ein Verkauf der HSE brächte zwar Geld in die leere Stadtkasse, lieferte die Bürger aber nach der Privatisierung dem unkalkulierbaren Geschäftsgebaren eines gewinnorientierten Investors aus, was todsicher auf Preiserhöhungen hinausliefe.

Weiterer Nachteil, keine Pöstchen mehr zu verteilen.

Wo wär der Unterschied zum jetzigen Gebaren der HSE?

Preiserhöhungen und Skandale sind an der Tagesordnung und das Stadtparlament hat nichts zu melden, bekommt dubiose Vorhaben nur hinterher zum Abnicken.

Der HSE-Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender Hoffmann sind Totengräber des einstigen kommunalen Unternehmens.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert.

Der Eklat heute spricht Bände.

Die HSE ist längst kein kommunales Unternehmen mehr.

Millionen für Mainz 05, Millionen für den HSV sind nur die Spitze des Eisbergs!

Alle machen sich die Taschen voll, der doofe (Darmstädter) Kunde zahlts!

Die HSE ist ein kommunales Unternehmen, die Stadt und damit die Bürger halten mit 53 Prozent der Anteile die Mehrheit an der HSE.

Es ist ein Unding, wie die HSE sich ihrer besonderen Verantwortung/Herkunft entzieht.

Erinnert sei an die Pensionsregelung für ein Vorstandsmitglied, die Weigerung, die Vorstandsbezüge zu veröffentlichen und die Idee, den Vorstand zu verkleinern, die Summe der Bezüge aber gleich hoch zu halten.

Das Echo hat von "goldenen Handschlägen" berichtet, und dann das Gemauschel um eine Nachfolge für den Technikvorstand, der jetzt plötzlich ein anderes Profil bekommt, damit es für die Pädagogin Scheel passt.

Geht da etwa  eine Tochter der Stadt anrüchige Eigenwege?

Und geht das alles auf das Konto "Misswirtschaft SPD"?

Der Politikwissenschaftler Harold Dwight Lasswell definierte Korruption als die Verletzung eines allgemeinen Interesses zu Gunsten eines speziellen Vorteils.

In einer weiter gefassten Definition bedeutet Korruption auch „moralische Verdorbenheit“.

Scheel selbst sagte, sie freue sich auf die neue Aufgabe.

Der Wechsel von der Politik an die Spitze des Unternehmens sei die konsequente Fortsetzung ihres Engagements für eine nachhaltige Energiepolitik.

Mit Aussagen "eine konsequente Fortsetzung .....", ist fast jeder für den Posten qualifiziert.

Solche Aussagen kann man schlicht als "Bullshit" bezeichnen.

Diese Wahl stinkt natürlich ganz gewalltig!!!

Ein starker Partner… müsse gefunden werden, weil EON seine Anteile an der HSE abstoßen wolle, sagte Frau Scheel.

Hier eine kleine Suchhilfe:

Der HSE-Vorstand Holger Mayer war laut seiner Vita assoziierter Partner einer Stuttgarter Rechtsanwaltskanzlei.

Im Internet-Portal www.anwalt-suchservice.de findet man einen Rechtsanwalt Holger Mayer in der Rotebühlstraße 97, 70178 Stuttgart. Oder googeln Sie doch einfach; wer suchet, der findet.

Die Kanzlei des Rechtsanwalts Rezzo Schlauch, Parlamentarischer Staatssekretär a. D und ehemaliger Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen residiert in der Rotebühlstraße 99, 70178 Stuttgart. Rezzo Schlauch sitzt im EnBW-Konzernbeirat.

Armes Darmstadt, armes Deutschland.

Muss uns das noch wundern?

Hoffentlich stehen die Wutbürger auf und jagen Hoffmann und Scheel von dannen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 14. Oktober 2011 um 09:20 Uhr  

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