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Initiative linker SozialdemokratenInnen in der SPD

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Liberal und Sozial!

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Zwischen Pragmatikern und Traditionellen klafft eine große Kluft.

Es scheint so, als würden wir diese nicht überbrücken können.

Aber wenn wir die SPD reformieren wollen und unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität für die Bevölkerung attraktiv machen wollen, dann müssen wir zeigen, dass Streit uns nicht differenziert, sondern uns zum progressivem Denken und Handeln führt.

Die Frage um den Posten des Juso-Bundesvorsitzenden darf nicht zu innersozialistischen Spaltungen führen!

Wir müssen verstehen, dass liberal sein nicht nur auf die Wirtschaft zu reduzieren ist, sondern, dass liberal sein bedeutet im Rahmen des Grundgesetzes zu handeln.

Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetzes besagt: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten[...]“

Dies gilt auch für innerparteiliche Diskussionen.

Genossinnen und Genossen müssen liberal sein und diskutieren können und dies auch dürfen, ohne innerhalb der Partei degradiert zu werden.

Allerdings sollte jedem Genossen und jeder Genossin bewusst, sein, dass er bzw. sie eine moralische Verantwortung trägt.

Vor allem in Zeiten des Web2.0 tritt bei einem unbedachten Tweet schnell ein Schmetterlingseffekt in Kraft, dessen Auswirkungen uns als Kollektiv der Jusos bzw. der Sozialdemokratinnen und Demokraten als zerstrittene Partei erscheinen lassen.

Jedes Individuum einer Fraktion muss versuchen die anderen Fraktionen zu verstehen und soweit wie möglich auf diese zuzugehen, ohne von den eigenen Forderungen abzuweichen.

Diskussionen können bereichernd sein, aber jene können uns auch spalten.

Wir sollten uns immer bewusst sein, ob eine Diskussion zu einer negativen, innerparteilichen Differenzierung führt, oder ob diese uns bereichert.

Lose Worte richten meist mehr Schaden an als Nutzen!

„Sozialismus“ ist ein Wort, welches meist in einem Satz mit „kommunistischen Regimen“ genannt wird.

Der Begriff Sozialismus ist abstrakt und schwer zu definieren.

Wir Jusos sehen deshalb den Begriff des „Sozialismus“ untrennbar mit der „Demokratie“ verbunden und stellen uns somit in die Tradition von Wilhem Liebknecht, welcher uns Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen folgenden Satz als Erbe hinterließ:

„Sozialismus und Demokratie sind nicht dasselbe, aber sie sind nur ein verschiedener Ausdruck desselben Grundgedankens; sie gehören zueinander, ergänzen einander, können nie miteinander in Widerspruch stehen. [...] Der demokratische Staat ist die einzig mögliche Form der sozialistisch organisierten Gesellschaft.“

Macht uns dieses Zitat nicht klar, dass wir, die Sozialdemokratinnen und -demokraten, Sozialisten und Sozialistinnen sind, hinter den drei Schlagwörtern; „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ vereinigt sind?

„Die Pragmatiker“ sind für „die Traditionellen“ meist Menschen, die kein Interesse an den Ideologien und der Verbundenheit mit der Arbeitertradition haben.

Aber ist es wirklich schlimm, sich nicht tiefergehend mit den linken Ideologien auseinander gesetzt zu haben?

Sind „Pragmatiker“ nicht auch in der SPD, weil sie den Dreiklang unserer Forderungen vertreten?

Manche mögen sagen der Weg ist das Ziel – Ich sage aber das Ziel ist und bleibt das Ziel!

Natürlich dürfen wir auf dem Weg nicht gegen unsere Prinzipien handeln!

Aber „Pragmatiker“ handeln nicht gegen die Prinzipien der „Traditionellen“.

Sie haben jediglich eine andere Sicht auf die Dinge!

„Traditionelle“ schmeißen oft mit abstrakten marxistischen Begriffen um sich und reduzieren viel auf ideologische Konzepte.

Aber bereichern uns diese Ideen nicht und hat es nicht gezeigt, dass die „Traditionellen“ schon oft Forderungen hatten, welche sich nun in der Praxis bewährt haben, wie z.B. die Forderung nach einer Gesamtschule?

Unser Bundesvorsitzender Sascha Vogt sowie sein Herausforderer Frederic Striegler müssen in einer Pressemitteilung klarmachen, dass die Jusos kein Verband sind, in dem es ein „Gerangel“ um Chefposten zwischen den Strömungen gibt, sondern, dass es um die Inhalte geht und wir ein geeinter Verband sind, welcher die Gesellschaft lebenswerter und solidarischer gestalten möchte!

Wir lassen uns nicht von Medien als „linke Schmuddelecke“ degradieren, denn wir sind Multiplikatoren in dieser Gesellschaft und für deren Entwicklung verantwortlich.

Wir sind pluralistisch und das soll auch so bleiben!

Denn nur dann können wir progressiv handeln!

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 13. November 2011 um 07:49 Uhr  

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