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Lehrermangel - Bildungsmangel

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Lehrer werden ist nicht schwer, in Deutschland Lehrer sein dagegen sehr!

Viele Haushalte in Schleswig-Holstein hatten in den vergangenen Wochen eine  Broschüre aus dem dänischen Hadersleben im Briefkasten.

Darin werben die  nördlichen Nachbarn nicht etwa um Käufer für dänische Produkte,  sondern um  Abiturienten:

Komm nach Hadersleben und lass dich als Lehrer ausbilden.

Nach einem vierjährigen Studium ist dein Job gesichert", heißt es dort. Grund für die Aktion ist der große Lehrermangel in Dänemark.

Mit unserem Schulgebilde haben wir Strukturen geschaffen, die eine Hackordnung in der Lehrerschaft festlegt.

Seit Jahrzehnten verfestigt, wird die Wertschätzung der KollegInnen vom Gymnasium bis zur Sonderschule nach unten deutlich verringert. Umgekehrt ist dann so oft die Problemlage.

Was an die Kinder weitergereicht wird, ist dann der Druck von Verwaltungen aufgebaut.

Nicht selten beladen mit Sozialneid auf Mitschüler, politisch angeheizt, von Eltern über die Kinder in die Schule getragen, nutzen auch manche hoch gebildete LehrerInnen diese Verwerfung und reichen mahnenden Druck mit Aussicht auf Hartz IV in kleine Kinderseelen weiter!

So mancher Lehrer hält dem Verwaltungsdruck dann selbst nicht aus und auch den Verwerfungen nicht stand, flüchtet sich in verwaltende Strukturen, PISA, IQSH und andere Konzeptplaner brauchen ja Fachpersonal...

SozialarbeiterInnen werden gespart, dafür gibt es zunehmend 1€ Jobs, Vertrauen der Kinder beschädigend und Leistungen nicht motivierend entlohnt.
Die Regierung weicht die Rechte der Lehrerschaft auf und Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule regelt heute die Dicke des Portmonees.

Auch Wanderung von Lehrerpersonal ist zu beobachten, zielstrebig hasten sie gut ausgebildet in Integrationsklassen, von Schule zu Schule. Stundenweise die betreuend, die Hilfe regelmäßig dringend benötigen.

Die Bewertung so mancher Schüler wird bis in Gerichtssäle ausgetragen. Auch da verliert so mancher Lehrer seine Lust.

Zum Schluss wird alles auf den kleinen und jungen Schultern der Kids gelastet, die wir doch eigentlich befähigen wollen, sich stärkend auf eine Zukunft vorzubereiten, mit Blick auf den Tischnachbar ihn mitnehmend und gegenseitig helfend.

Die föderalistische Struktur in Deutschland trägt hier ihr Schäfchen bei.

Direktoren sind weisungsgebunden dem Schulamt und damit dem Land und so lässt sich auf Kosten von Schulen leicht ein Haushaltsloch stopfen.

Unterschiedliche Lehrpläne und Regeln, schaffen unterschiedliche Ergebnisse, von hervorragend bis... Naja.

Die anderen Länder rings um Deutschland, erkennen wohl hier ihre Chance.

Sie bieten gern ihre Plätze an, für motivierte Bürger, die wir doch so dringend selber brauchen.

Wenn unsere Politik nur mit Lippenbekenntnissen schwätzt und nicht handelnd für Bürger tätig wird, werden wir bald nicht nur die Lehrer ins Ausland lassen, sondern auch die Kinder dort unterbringen!

Die Reichen im Land machen das längst vor, denn ihren Kindern muten sie unser marodes System nicht zu.

Wer hier dann wirklich auf der Strecke bleibt, ist systembedingt das, was Politiker salopp Prekariat dann nennen.

Und gelingt es denen dann trotzdem gut ausgebildet zu werden, dann warten schon die Schilder in bundesweiten Arbeitsagenturen:

Ausbildung im Ausland!

Arbeiten im Ausland!Exportnation, wir exportieren alles! Nur die Politiker will uns keiner abnehmen!

Pack mit an, wähle aktiv und richtig, wähle Bildung und soziale Strukturen im Land, wo die Begrifflichkeiten auch im Sinne des Wortes tragend für Bürger sind!

 

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