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Was hat Alzheimer mit Karl Marx zu tun?

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Gegen das vorherrschende Alzheimer in der Politik.

Stellen wir direkt die entscheidende Frage, warum gibt es noch keine politisch gewollte Strategie gegen das noch immer agierende Finanzkapital?

Zog man sich angezogen von dem Sog der Vergesslichkeit in der Politik, gibt es Alzheimer in der Politik?

Was es gibt, es sind die Widersprüche im kapitalistischen Akkumulationsprozess, eigentlich müsste man sich immer wieder erinnern an das Jahr 2007, denn hier begann das was das vorherrschende Finanzkapital gar nicht vorsah.

Es passierte etwas auf dem internationalen Finanzmarkt was Regierungen dazu bewegte zu reagieren, Regierungen die voraussetzen das Volk würde es akzeptieren.

Regierungen die ab 2007 auf den ungebändigten Ausschlag auf dem Finanzsektor reagierten, fragten dazu das Volk nicht mehr, sie setzen die Akzeptanz voraus und man fand sie sogar bis ins politisch linke Lager der Gesellschaft.

Eine Aktion der Regierungen trug den Namen „ Bankenrettungsmassnahme“, diese sah man als dringend notwendig an um somit ein noch größeres Chaos veranstaltet von Chaoten mit Schlips und Kragen in Chefetagen der Banken zu vermeiden.

Die entsprechenden Regierungen verstaatlichten nicht die Banken, was eigentlich naheliegend war, weil das private Managment versagte, nein man baute denen den staatlichen Rettungsschirm.

Denn die eigentlichen Versager gingen in eine Offensive und malten die Katastrophe an die Wand, sie warnten vor einer Verstaatlichung der Banken, was sich im Nachhinein als Schwarzmalerei herausstellte, denn im Falle Island war eine Verstaatlichung der Banken nicht die Katastrophe für das Land.

Ansonsten fand man sich im Verbund ein, Banken und Regierungen und setzte Impulse gegen eine Entwertung des fiktiven Kapitals.

In diesem Verbund versäumten es die zuständigen Regierungen ihren entsprechenden Einfluß auf das Gehabe und die Praxis der Banken einzubauen, die Regierungspolitik verweigerte sich ihren Wirkungsfeld.

Mit all diesen Maßnahmen zur Stützung der Banken entstanden den Nationalstaaten nur zusätzliche Kosten und genau diese wälzen neoliberale Regierungen auf die Arbeitnehmer ab.

Eigentlich liegt immer noch das Problem in der Anhäufung von toxischen Wertpapieren in manchen Banken, das allerdings wird verdrängt und stattdessen redet man von einer globalen Schuldenkrise, hiermit stellt man ein Missverständnis in den Bereich eines gewollten Übertrags- oder Vermittlungsfehlers.

Die jeweiligen nationalen Regierungen versuchten in alter Gewohnheit stets die reale Wirtschaft in der Nationalökonomie von der Finanzwirtschaft zu entkoppeln, das ist stets der Versuch wert neue Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer zu installieren.

Das ist eine vollzogene Praxis innerhalb der EU, die in der ersten Phase von den Gewerkschaften nur mangelhaft erkannt wurde.

Tatsache ist mittlerweile allerdings, dass die Regierungen in Nationalstaaten bei einer Zunahme der Staatsverschuldung, Gesetze erließen die zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer führten.

Betrachtet man dazu die gesamte EU, so erkennt man die Zunahme der Prekarisierung und stellt auch fest, dieses nahmen die Regierungen billigend in Kauf.

Es ist nun einmal so, in der zurückliegenden 2 oder 3 Krisenjahren ließen auch in der Bundesrepublik die Gewerkschaften Lohnsenkungen zu, das hatte zu Folge Arbeitgeber zahlten kaum noch das 13. Monatsgehalt in den letzten Jahren.

Global allerdings nutzt das auch kaum wenig, denn es gibt sie bereits die Ankündigungen von massiven Entlassungswellen, wenn auch noch nicht dann anderswo, das kann man nur mit der freigesetzten Gewalt eines neoliberalen Regiems erklären, der Tropfen auf dem heißen Stein ist die Privatisierung von öffentlichen Aufgaben, eigentlich eine Bankrotterklärung des Nationalstaates.

Wundern kann sich nur in dieser Republik über die monatlich gezinkten Zahlen, des kapitalistischen System der Arbeitsvermittlungsbehörde, denn andererseits erzählt diegleiche Ministerin uns immer wieder von Sparvorgaben gerade in dem Bereich wo es geht Jugendliche eine berufliche Perspektive zu ermöglichen, irgendwie nimmt man da in Kauf und setzt auf die eigentlich gezinkten Zahlen aus der Spielzeugstadt Nürnberg.

Es ist nun einmal so und es ergab die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung , diese Weltwirtschaftkrise trug dazu bei, dass sich die Nationalstaaten bei ihrer Bankensanierung verhoben und zudem beugt man sich immer noch den Diktat des Finanzkapitals, das wiederum trägt zu einem Anstieg der Staatsverschuldung bei, interessant ist natürlich der Verschiebebahnhof, wenn nicht in dem Staat dann in einem anderen.

Allerdings bleibt der Anstieg der Verschuldung global gleich, gleich sind dann allerdings nicht die Fragezeichen die von der operierenden Finanzpolitik geliefert werden.

Unsere Kanzlerin betont die hinter ihren Ausführungen diesbezüglich immer das Ausrufezeichen, wo eigentlich dort das Fragezeichen stehen müsste, dann wenn man vom Wachstum spricht.

Wo sieht man dieses Wachstum, Zuwachs in den USA bedeutet die Ankurbelung des Pumpmechanismus im Finanzsektor, diese Taten sollten doch wohl nicht kopierbar werden.

Es kommen erwartungsgemäß Zweifel auf, denn mittlerweile hat die Ungleichheit in den globalen Volkswirtschaften rasant zugenommen und die Ausgangslage ist somit eine andere geworden.

Alle bisherigen Maßnahmen der beteiligten Industrieländer erwiesen sich als nicht konstant gegen diese hartnäckige Krise, dabei reagierten etliche beteiligten Regierungen viel zu zögernd und einige davon setzen halbherzig auf eine erhoffte Wirkung eines beschnittenen Keynes.

Generell wendete man international noch immer den Trick 17 aus der Mottenkiste des Kapitalismus an, der lautet:

Nationalstaaten dazu zwingen die Masse der verbliebenen Arbeitnehmer zu beschneiden, damit verschärft man Krisen, die Kunst des Neoliberalismus ist es aus einer großen Krise viele kleine Krisen zu machen.

Man legt also regelrechte Brandherde und verlagert, man exportiert einfach, man exportiert Krisen um besser dazustehen.

Damit gibt man zu, es versäumt zu haben die globale Krise im Kapitalismus aufgearbeitet zu haben.

Anstatt der konsequenten Aufarbeitung ergeben internationale Regierungskonferenzen nur das eine, nämlich die immer wieder kehrende Feststellung:

Die betreffenden Nationalstaaten müssten ihre Hausaufgaben machen.

Dazu benötigte man keine Konferenzen sondern den Bezug zum Inhalt solcher Aussagen und der lautet ganz einfach, bisher lief es nicht im Interesse des Finanzdiktats.

Also sollten wir der Wahrheit etwas näher kommen in einer Zeit wo man Wahrheiten nur gekonnt scheibchenweise serviert, aber wer nimmt es in Krisenzeiten mit der Wahrheit ernst?

Die Wahrheit entspringt dem Ursprung und der lässt die Frage zu, wieso konnten Nationalstaaten zum Spielball des internationalen Finanzkapitals werden?

Das heißt zurückblicken, mit der der Abkehr des Modells Ford in der realen Wirtschaft, reagierte man mit Strukturmaßnahmen innerhalb der Produktion, mit der Standortfrage und mit dem Konsummodell, allerdings flachte man nur die Krisen des Kapitalismus ab, man setzte auf eine verzögerte Wirkung.

In diesen Epochen puschten regelrecht neoliberale Regieme, denn sie sahen die Zeit reif gegen die durchaus vollzogene Demokratisierung etwas zu unternehmen.

Das Modell des Neoliberalismus lautete ausklammern, bisher galt die reale Mehrwertschaffung und der Sozialtransfer, nur erreichbar mittels Produktionssteigerung, Profite steigert man durch Rationalisierung.

Das Ford zeigte sich offen und die Massenproduktion verbindet den Massenkonsum nicht nur von materiellen Gütern sondern auf von immateriellen.

Das trägt nicht nur gesellschaftliche Früchte sondern trägt auch zu einem Verteilungskampf bei, in dem es natürlich um die Rechte der Arbeitnehmer geht.

Das Ziel lautet einen Sozialstaat zu schaffen der eine gesellschaftspolitische Mitbestimmung beinhaltet, kritische Ökonomen bezeichnen solche Epochen als jene effektive, wenn sich der Liberalismus einbinden lässt.

Bekommt als das Wirtschaftwachstum Dellen, dann aktivieren sich Marktradikale und beginnen mit dem Lied, der Markt wird es richten und sie richteten den Sozialstaat.

Das Ende des eingebetteten Liberalismus, das so ähnlich beschrieb es bereits Karl Marx, der bezog sich auf die absolute Mehrwertsteigerung des eingesetzten Kapitals.

Was Karl Marx damit meinte, das haben wir erfahren, wenn die Mehrwertsteigerung bleibt auch in Krisen, dann müssen demzufolge Gehälter und Löhne stagnieren bzw. fallen.

Das ist das Credo des Neoliberalismus, aber der setzt noch einen ganz anderen Schwerpunkt, nämlich er operiert mit der Rendite.

Das heißt:

Weniger Invest in Produktionsgüter und mehr Bereitschaft des Kapitals entwickeln in spekulative Finanzgeschäfte zu investieren.

Mittels dieser Methode entzieht der praktizierende Neoliberalismus der realen Wirtschaft den Retransfer, man nimmt also durchaus Arbeitslosigkeit in Kauf.

Das heißt, die Rendite des eingesetzten Kapitals bewirkte ein Kapitalabfluß, man ersetzte den Profit aus Produktionsstückzahlen der fiktiven Renditeerwartung und das vollzogen fast alle großen Industrieunternehmen, das Zauberwort lautete Börse.

Allerdings der Börsengang eines Unternehmens eröffnet nicht den Markt für neue und gut bezahlte Arbeitsplätze.

Die Börse eröffnet einfach den Markt zu Übernahmen und zur Dividendenausschüttung an die Aktionäre.

Der Beginn des agierenden Finanzkapitals, ein Kapital was in den Nationalstaaten allerdings anderswo abgezogen wird, es beginnt der Teufelskreis der Neoliberalismus.

Da gibt es Verpflechtungen und verpflochtende Fonds, das Ziel lautet:

Rendite verkaufen.

Rendite zu verkaufen zieht den Geldfluß in neoliberalen Regiem magisch an, denn vergleicht Äpfel mit Birnen und zerschlägt das Soldarprinzip, man klammert aus um zu aktivieren.

Mancher Pensionsfond machte dabei mit und auch die Riester Rente findet sich hier wieder, wiederfinden könnte man das anvertraute Kapital in Hedgefonds, es gab kein Gesetz was dagegen sprach.

Doch wie soll nun der Staat reagieren, die Merkelregierung bezeichnet Deutschland als Exportweltmeister, der letzte Titel in der verblassten Ära des Neoliberalismus, denn Exportweltmeister wurden wir nur weil wir ein Lohndumping zuließen, auch unter den wachen Augen der Gewerkschaften in diesem Land.

All das schreit doch nach sofortiger Abhilfe und dazu ruft nach dem starken demokratischen Staat, denn man benötigt sofort eine staatliche Kontrolle auf dem Markt des internationalen Finanzkapitals, man braucht den wirkenden Einfluß auf die international verzahnten Banken.

Zudem benötigt man eine innere Stabilisierung, das betrifft das Versicherungswesen und in den Wert des Geldes.

Stabilisation heißt auch Vertrauen, Vertrauen auf Wachstum bedeutet Lohn- und Gehaltserhöhung, bedeutet demzufolge Investition in reale Güter.

Vor uns liegt also ein Mega Keynes, der den Weg weisen sollte von der fiktiven Profitmaximierung zurück zum real erwirtschafteten Profit zu kommen, das Ziel lautet einen gesteuerten Gewinn zu verzeichnen denn dabei geht es um die Erfüllung aller sozialer Bedürfnisse in unserer Zukunft.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 09. Februar 2012 um 06:23 Uhr  

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