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Start zum sozialökologischen Umbau

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Finden wir Wege zur Überwindung der Lohngesellschaft und ist dabei eine Mehrfachtätigkeit eine gesellschaftliche Alternative?

Zu dieser Frage fühlte ich mich angestoßen durch ein Essay von Albrecht von Lucke in den Frankfurter Heften/Neue Gesellschaft „Klassenkampf ohne Klasse“.

Dabei spricht er genau dass aus, womit unsere Gesellschaft derzeit zu kämpfen hat nämlich mit der Klassenverfestigung.

Zudem werden die sogenannten Aufstiegskanäle angesprochen und das Trauma der Alternativlosigkeit.

Ich versuche mal darüber hinaus einige Gedankenzüge zu schreiben, denn derzeit ist es ein unbedingtes Bedürfnis nach einem ausreichenden und festen Einkommen zu gelangen, etliche der heranwachsenden Generation wissen aber, dieses könnte ein Traum sein.

Trotzdem verfolgt man das Bedürfnis diesbezüglich zu handeln, man will sich messen lassen in der Gesellschaft und verlangt nach Anerkennung.

Die Frage ist, gehen diese Bedürfnisse im Arbeitsleben noch auf?

Wenn sie aufgehen dann fällt einiges mitunter zusammen, im Sinne des bestehenden Kapitalismus verschmelzen Bedürfnisse, man koppelt sie dem System an und damit beherrscht das Kapital den weiteren ideologischen Einfluss.

Das heißt, das System schreibt vor: es gibt keine Tätigkeiten außer jene die das Kapital vorschreibt, im konkreten Fall heißt das der Arbeitgeber, der bestimmt und bezahlt, da steht nichts von einem Bedürfnis nach Arbeit, die auch ein ausreichendes Einkommen sichert.

Was allerdings stattgefunden hat, ist das die gesellschaftliche Produktion immer weniger Arbeit verlangt, demzufolge wird auch immer weniger Lohn ausgeschüttet.

Es wird also wesentlich schwieriger eine bezahlte Arbeit zu finden, die einerseits ein ausreichendes Einkommen sichert und im klassischen Sinne eine feste Anstellung ist.

Andererseits fehlt es dieser Gesellschaft nicht an Arbeit, würde man diese Erkenntnis gesellschaftlich aktivieren, müsste an den angehäuften Reichtum anders verteilen.

Es ist doch erwiesen, wenn das Kapital für das Kapital arbeitet, gehen Teile der Volkswirtschaft leer aus und demzufolge benötigt das arbeitsintensive Kapital im alttypischen Sinne immer weniger Arbeitskräfte.

Es ist nun einmal eine gesellschaftspolitische Pflicht dagegen zu setzen, die vorverlagerte Erkenntnis Arbeit mittels Maßnahmen zu beschaffen wirkte zwar temporär aber in keiner Weise als finanzieller Input.

Um das Thema zu aktivieren, was im Ansatz gar nicht verkehrt war, benötigt man einen neuen Bezug, der könnte lauten: die von der Gesellschaft benötigte Arbeit auf den gesellschaftlich produzierten Reichtum zu verteilen.

Was natürlich Folgen hat, denn zunächst entfällt die Entkopplung des Kapitals, es wird gesellschaftlich reaktiviert.

Zudem passiert etwas anderes, das Bedürfnis nach Arbeit wurde mitunter zu einem Anrecht, das Anrecht bekommt einen anderen Stellenwert.

Die Abhängigkeit von einer dauerhaften und finanziell ausreichenden Beschäftigung steht nicht mehr im Mittelpunkt, die immer noch bestehenden Bedürfnisse werden einen anderen Stellenwert bekommen, im Mittelpunkt kommt die Entfaltung der Arbeit und nicht mehr der Zugzwang zur Tätigkeit.

Der Arbeitsalltag nimmt damit andere Formen an, es können Vielfachtätigkeiten sein in der die Arbeitszeit nicht mehr die vorrangige gesellschaftliche Zeit sein wird.

Vielfachtätigkeit ist allerdings nur eine Vorstufe in einem Bauwerk was Wege aus dem Kapitalismus hinaus zeigt.

Ein ökosozialer Umbau kann nur mit einer Mehrfachtätigkeit in Zusammenhang gebracht werden, es geht dabei nicht um das Thema, enteignet die Kapitalisten sondern um die Kapitalreaktivierung.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. April 2012 um 04:56 Uhr  

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