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Start Europa in den Regionen Der Südtiroler Landesschützenbund

Der Südtiroler Landesschützenbund

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Ein Beitrag

 

 

 

aus der Artikelserie Europa in den Regionen.

Der Südtiroler Landesschützenbund ist heimatverbunden, rechtsradikal und geht der Wahrheit aus dem Wege. Der Weg zur Wahrheit über die eigene Vergangenheit ist die dialogische Wahrheit, das ist der soziale Bezug über ein geschehenes Unrecht.

Von diesem Bezug sind jene hier angesprochenen Zeitgenossen meilenweit entfernt, dieses und dazu etwas mehr werden wir behandeln.

Widmen wir uns aber zunächst dem Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes zu, Paul Bacher, sein Leitspruch über das Schützenwesen in Südtirol lautet: " Heimatbewußt kann ein Schütze auch sein, wenn man nicht rechtsradikal ist."

Nach einem solchen Leitspruch geht in jeder anderen Region Europas die Zivilgesellschaft in die demokratische Offensive, hier nicht.

Denn mit dieser These unterwanderte man den Großteil der Bevölkerung Südtirols, demzufolge sollte man den Ausspruch demokratisch interpertetieren.

Der demokratisch übliche Wortlaut dazu lautet: Der Südtiroler Schützenbund versteht sich als Wahrer der politischen und religiösen Identität des Landes.

Kommen wir nun zur politischen Identität , das Hauptanliegen der Ballerschützen ist die Erhaltung der Deutschen Sprache. Das Deutschtum wird also hiermit zu einer politischen Angelegenheit eines Schützenbundes. Dieses zeichnete sich bereits 1919 ab, seit der südliche Teil des kuk Kronlandes Tirol, eben Südtirol, mit der Zerschlagung der Monarchie Italien zuerkannt wurde.

Die reaktionären Kräfte sammelten sich, die Schützen fühlen sich noch 2009 dazu berufen, diese Teilung Tirols als unrechtmäßig zu beklagen.

Die Brennergrenze bezeichnen sie offen als Unrechtsgrenze und in Italien sehen sie eine Besatzungsmacht.

Wie setzt sich soetwas fort auf der politischen Schiene?

Ihr Selbstverständnis ist das eines politischen Kampftrupps, diese Haltung müßte sie eigentlich mit ihren Schützenbrüdern in Tirol und Bayern in einen Konflikt führen. Der findet jedoch nicht statt, aus Tirol erfährt man dazu zu wenig und bei ihren bayrischen Schützenbrüdern genießen Südtiroler eine Art des Artenschutzes.

Was wollen die Südtiroler Schützen sein?

Ein Traditionsverein wollen sie nicht sein, sie verstehen sich als eine Gemeinschaft- dessen Auftrag es ist die Kulturpolitik der Region inhaltlich zu besetzen. Das betreiben sie mit einer Selbstverständlichkeit und gerade diese bringt sie in die Nähe der Nationalisten. Sie werden also und das mitunter gewollt zu einem Exerzierfeld für nationalistische und rechtsradikale Elemente.

Parteipolitisch in dieser Region steht die Südtiroler Volkspartei dort, wo rechts von ihr kaum noch Platz für andere Parteien ist, sie bezeichnet sich als eine Sammelbewegung der deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler.

Die SVP ist somit pragmatisch ausgerichtet, ideologische Fanatiker können auch hier eine Rolle spielen. Wem allerdings die Partei zu lasch ist, der findet im Schützenbund ein durchaus dankbares Betätigungsfeld.

Die Südtiroler Rechtsradikalen Szene gedeiht im Schützenbund prächtig, erst im Jahr 2007 folgen neonazistische Jugendgruppen auf, ihre Anführer waren Mitglieder der Landesschützen.

Der Landesschützenbund betrieb bis 2006 ein Kulturreferat, der Stelleninhaber war ein rechtsradikaler Ex- Bundeswehroffizier, den hatte man hier als Ausbilder engagiert.

Beenden wir das Thema.

Wie hieß noch die These des Landesballerschützen?

Heimatbewußt kann man auch sein, wenn man nicht rechtsradikal ist.

Hiernach kann man das übersetzen, ich glaube er meinte " besser wäre schon rechtsradikal. ,

 

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