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Militäreinsätze für Syrien ?

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Der französische Präsident Francois Hollande hat sich für Militäreinsätze gegen Syrien ausgesprochen.

Allerdings soll dies mit einem UNO Mandat geschehen.

Russland und China werden jedoch vermutlich  gegen ein solches Mandat stimmen.

Die amerikanische Regierung ist ebenfalls noch vorsichtig. Obama befürchtet ein Chaos und außerdem ist Syrien nicht Libyen.

Die Armee steht in den Städten und dort finden die Kämpfe statt.

Die Luftabwehr Syriens und die sonstige militärische Stärke Syriens sind nicht vergleichbar mit Libyen.

Außerdem könnte der Iran und die libanesische Hisbollah in die Kämpfe verwickelt werden.

Aber in Libyen gab es auch afrikanische Söldnertruppen.

Der Friedensplan von Annan scheint jedenfalls gescheitert zu sein.

Die Befreiungsstreitkräfte wollen keine Massaker mehr unbeantwortet hinnehmen, nachdem in Hula vor einer Woche über 100 Menschen massakriert worden waren, darunter 30% Kinder.

Deutschland, die USA, Kanada, Australien und mehrere europäische Staaten hatten bereits nach den jüngsten Massakern die syrischen Botschafter rausgeworfen.

„Nach dem umstrittenen Vorstoß des französischen Präsidenten François Hollande gibt es auch in Deutschland erste Überlegungen zu einem Militäreinsatz in Syrien. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, vertrat wie Hollande die Auffassung, dass ein Militärschlag mit Uno-Mandat nicht ausgeschlossen werden sollte. "Die Vereinten Nationen (Uno) haben die gemeinsame Verpflichtung, die Zivilbevölkerung zu schützen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Deshalb wäre ein durchdachter Militäreinsatz überlegenswert oder eine robuste Ergänzung der Beobachter", sagte der CDU-Politiker. Die Vereinten Nationen haben Beobachter nach Syrien entsandt. An der Mission sollen künftig auch bis zu zehn deutsche Soldaten teilnehmen“ (Financial Times 31.5.12).

Für einen militärischen Einsatz in Syrien wie in Libyen hat sich der französische Philosoph Bernhard Henry Levy in einem offenen Brief an den französischen Präsidenten ausgesprochen.

Darin wird auch ein syrischer Soldat  zitiert, der Frankreich um Hilfe bittet:

"Ich habe gerade den Film unseres französischen Freundes (Levys Film,W.Z.) über meine libyschen Brüder gesehen, über ihren Befreiungskrieg, über die Hilfe, die sie erhalten haben und ohne die sie tot wären. Ich bin ein Soldat. Ich habe geweint. Es waren Tränen der Rührung, aber auch der Wut. Wir Syrer sind dabei, zu sterben. Wo bleiben die französischen und englischen Flugzeuge, die Flieger unserer verbrüderten Länder? Wo sind die Waffen, die von überall her zu den Kämpfern in die libysche Wüste gelangten? Wo seid ihr, Freunde der Freiheit? Warum hören eure Regierungen eure Stimme und Appelle nicht mehr? Warum haben sie Angst vor Assad, nachdem sie keine Angst vor Gaddafi hatten? Warum? Warum? Wir können den Krieg der Freiheit gewinnen. Mit euch. Helft uns, bitte. Danke, Frankreich."(WeltOnline 30.5.12)

Putin und China werden jedenfalls gegen einen solchen Einsatz sein.

Die US – Außenministerin H. Clinton, die einen Flächenbrand im Orient befürchtet mag vielleicht auch nicht so weit daneben liegen, weil sich auch  immer noch zu wenig Leute aus dem Umfeld von Assad von diesem gelöst haben.

Die Einrichtung beispielsweise einer Flugverbotszone wird in Syrien weitaus schwieriger sein als in Libyen.

Andererseits hat der Bürgerkrieg bereits über 10.000 Opfer gekostet, so dass man sich fragen kann wie lange die internationale Gemeinschaft noch weitgehend  hilflos dem Diktator Assad gegenübertreten will.

Ein Militäreinsatz wird zumindest am Anfang auch noch mehr Opfer durch Assad und die internationalen Streitkräfte verursachen.

Allerdings kann man jetzt schon absehen, dass die Freiheitskämpfer den Kampf nicht allein gewinnen können, sodass man von immer höheren Massakern ausgehen kann und man irgendwann von einem versuchten Genozid von Assad an seinem eigenen Volke reden muss.

Soweit darf es nicht mehr kommen.

Die internationale Gemeinschaft kann auch ohne UN – Sicherheitsmandat diese Massaker nicht mehr hinnehmen und muss die Befreiungskräfte irgendwie wohl militärisch unterstützen.

Wobei eine Zufuhr an stärkeren Waffen für die Befreiungskräfte wohl unmöglich ist, da das Land auch zur Seeseite von Assads Truppen stark abgesichert wird.

Bleibt der internationalen Gemeinschaft nichts anderes übrig als die Assad Armee außerhalb der Städte zuerst direkt  anzugreifen bis sie eine Versorgungslinie zu den Freiheitskämpfern aufgebaut haben.

Keine leichte Aufgabe und mit großem Risiko für die Zivilbevölkerung verbunden.

Bleibt zu hoffen, dass die internationale Gemeinschaft schnell und besonnen handelt, um Assad so bald wie möglich das Zepter aus der Hand nehmen zu können.

Die Freiheitskämpfer brauchen die internationale Gemeinschaft schließlich nicht nur für sich, sondern damit nicht mehr unschuldige Frauen und Kinder ermordet werden.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 02. Juni 2012 um 11:58 Uhr  

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