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Start Archiv 2012 Das Geschäft mit dem Tod

Das Geschäft mit dem Tod

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Von Schweigen keine Spur.

 

Damals, als sich Kanzlerin Angela Merkel und ihr Vizehirn Guido Westerwelle mit großen Kulleraugen noch vor den Kameras drängelten und dem Arabischen Frühling.

Den Demokratiebewegungen in Tunesien, Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Jemen, Katar, Kuwait, Lybien, Marokko, Mauretanien, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien... ihre Sympathie bekundeten und Unterstützung zusagten.

Als der arabische Frühling vorüber war, wurde es Zeit, wieder etwas für die heimische Wirtschaft zu tun und die sonst so geschwätzige Kanzlerin schwieg im Bundestag.

Der Panzerdeal mit Saudi-Arabien stand an.

Weniger schweigsam war sie auf ihren Auslandsreisen.

Die Absurdität am Rande: Der Leopard 2 würde wegen seines enormen Gewichts von 62 Tonnen beim geplanten Energielabel nicht schlechter abschneiden, als der der Golf 1,4 mit 80 PS.

Da können sich die Scheichs ja auf einen Öko-Leo freuen.

Als sie im Sommer vergangenen Jahres durch Afrika düste, hatte man nicht den Eindruck, sie sei die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, sondern die Außendienstmitarbeiterin diverser Rüstungskonzerne.

In Angola legt sie dem angolanischen Despoten Dos Santos deutsche Patrouillenboote auf den Gabentisch des Todes.

Cornelia Pieper (FDP) kollaboriert in trauter Eintracht mit einer ganzen Heerschar deutscher Unternehmer mit einem der - laut UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak - widerlichsten Regime weltweit.

Piepers Begründung, sie bringe die soziale Marktwirtschaft nach Äquatorial Guinea.

Kabinettsrambo Dirk Niebel schreibt solchen Geschäften sogar zu, dass sie eine Wahrung der Menschenrechte bewirken.

Laut Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri ist Deutschland in den Jahren von 1998 bis 2009 vom fünften auf den dritten Platz im internationalen Rüstungshandel vorgerückt.

Das Friedensforschungsinstitut hat am 19. März 2012 seinen neuesten Bericht zu den Waffenexporten in der Welt vorgelegt.

Besonderes Augenmerk legte der Bericht auf den arabischen Frühling, bei dem die Waffen aus den USA, Russland und Deutschland für die Unterdrückung und Tötung friedlicher Demonstranten Gebrauch fanden und finden.

Mittendrin im Geschäft mit dem Tod die Bundesrepublik Deutschalnd. Mit G3 Gewehren von Heckler&Koch wurde auf Demonstraten geschossen

In Syrien stiegen die Waffenkäufe laut SPRI um 580% im Vergleich der Zeiträume zwischen 2002-2006 und 2007-2011.

Die TAZ berichtete zitierte jüngst den abtrünnigen Chefrevisor des syrischen Verteidigungsministeriums, Mahmud Suleiman Haj Hamad.

Der hatte gegenüber Reuters geäußert, dass sich die syrischen Rüstungsausgaben 2011 im Schnitt verdoppelt hätten.

Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für konventionelle Rüstungsgüter im Jahre 2010

www.waffenexporte.org/wp-content/uploads/2011/07/Rüstungsexportbericht-2010.pdf

 

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