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Sexstreik für Gleichberechtigung der Männer

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Der erste Blick auf die Überschrift löst sicher Verwunderung aus. Sexstreik?? … Gleichberechtigung der Männer?? …

Es ist aber so und ich befinde mich momentan im Sexstreik, aber wieso…

Nach einigen Beziehungen und friedlichen Trennung - weil sich Lebensvorstellungen unterschieden - nahm ich mir vor ein Regelwerk zu verfassen was ich persönlich in einer langfristigen Beziehung erwarte.

Als hoch emotionaler Mensch – aber auch knallharten Rationalist – habe ich mir gedacht, dass es besser ist lieber direkt offen zu legen was man von einer dauerhaften Beziehung erwartet als sich direkt wieder Hals-über-Kopf zu verknallen und dann an „NoGo“s zu scheitern.

Auch schlicht als Ankerpunkt für mich selbst.

Schließlich kam ich zu den Punkt „Kinder“.

Leider gibt es in meinen Bekanntenkreis viele Paare, die sich getrennt haben und Kinder haben.

Ebenso auch andere Phänomene, wo der Kinderwunsch so groß, dass man ein Kind wollte (aber denn Vater nicht).

Als toleranter Mensch akzeptiere ich jede Lebensvorstellung, aber ich möchte zukünftige Probleme schlicht vermeiden.

Daher erkundigte ich mich wie es aussehen wurde wenn ich ein Kind aus einer Beziehung entstehen würde.

Auch Männer haben einen Kinderwunsch.

Für mich ist es selbstverständlich, dass ein Vater auch Pflichten hat und ein Onkel-Papa wollte ich nie werden – also wenn schon aktiv an der Erziehung teilnehmen.

Nach § 1626a BGB ist dies nur möglich wenn eine Sorgeerklärung oder eine Ehe eingegangen wird. Ansonsten liegt das Sorgerecht bei der Mutter.

Die Ehe halte ich für eine veraltete Form einer staatlich gesetzlich geregelten Lebensgemeinschaft.

Meiner Meinung nach ist die Ehe nur staatlich geregelt worden um eine Absicherung für die Frau zu schaffen in einem Zeitalter als die Frau so gut wie keine Rechte hatte und ungleichberechtigt behandelt worden ist.

Schlicht geht es nur um ein Versprechen ewig zusammen zu bleiben und für einander da zu sein.

Ob man das hält oder nicht hält ist Jeder für sich selbst verantwortlich und auch kein Gesetz kann es verhindern das man sich trennt.

Sieht man die Scheidungsquote zeigt es, dass ein solches Versprechen nicht sehr ernstgenommen wird obwohl ich sicher bin, dass die Zahl sich nur erhöht hat, da nun kein gesellschaftlicher Druck mehr besteht wie früher und die Frau sich auch nicht mehr alles gefallen lassen muss.

Also ein natürlicher Vorgang.

Ein Versprechen kann man sich auch ohne Staat geben und man kann auch dies öffentlich mit einer schönen Feier verbinden, wenn das gewünscht ist.

Eine Sorgeerklärung kann proforma nicht abgeschlossen werden.

Also auch wenn noch kein Kind unterwegs ist.

Nun war mir schon bekannt, dass erfolgreich gegen diesen Paragraphen geklagt wurde vor dem Bundesverfassungsgericht und dieser auch vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gekippt wurde.

Die Übergangsregel ist mehr als bescheiden nach dem Bundesverfassungsgericht.

Der Vater kann das Sorgerecht beantragen und bekommt es auch - es sei denn, dass dies dem Wohl des Kindes entgegenstehe.

Nun auf den ersten Blick scheint dies vernünftig zu sein, doch seien wir ehrlich.

Besteht eine glückliche Beziehung mit einem Kind und man trägt die Sorge zusammen so ist es auch nicht wichtig in dem Moment wer das Sorgerecht hat und soll man dann diesen ganzen bürokratischen Papierkram erledigen und für was?

Ist aber eine Trennung dabei, weiß Jeder, dass Rosenkriege ziemlich unschön werden können und das „Wohl des Kinder“ sehr schnell als Waffe der Rache missbraucht werden kann um ein gemeinsames Sorgerecht zu verhindern.

Der „Entwurf eines Gesetztes zur Reform des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern“ vom 28. März 2012 spiegelt schlicht diese Entscheidung wieder.

Warum??

Sollte der biologische Vater nicht automatisch auch das Sorgerecht bekommen?

Ist ein gemeinsames Sorgerecht von „nicht miteinander verheirateten“ Eltern so absurd?

Sind verheiratete Väter besser als unverheiratete Väter?

Ist es absurd, dass ein Mann der sich vorab entscheidet, dass er Verantwortung für ein Kind übernehmen will - sollte er eins zeugen - sich nicht sicher sein kann, dass er das auch darf.

Natürlich hat das Kindeswohl Vorrang, aber warum nimmt man überhaupt an, dass eine Mutter immer gut ist für das Kindeswohl und ein Vater … naja … mal sehen.

Ich kenne manch Vater, der den Kampf schlicht um das Sorgerecht aufgegeben hat, EBEN wegen dem Kindeswohl - weil der Kampf auf den Schultern des Kindes sonst weiter ausgetragen wird.

Ich möchte nur klarstellen in einer Beziehung mit der potentiellen Mutter.

"Wenn wir Kinder haben - dann Gemeinsame und das will ich nicht als Versprechen sondern als rechtliches Faktum."

Ansonsten kann ich es auch lassen mit der Kinderplanung … daher … Sexstreik, bis 1626a WIRKLICH ordentlich geändert wird…. denn ein Man(n) kann es sich auch selbst besorgen!

Grüße

Jochen Weeber

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 04. Juli 2012 um 05:57 Uhr  

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