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Giftgas in Syrien – Schlange stehen für Gasmasken in Israel

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Präsident Assad hat vermutlich das größte chemische Waffenarsenal auf der Erde.

Senfgas, Sarin etc. wurden vor allem von Deutschland während der Weltkriege entwickelt.

Assad und seine Regierung hatten  kürzlich verkünden lassen, dass sie chemische Waffen allerdings nicht gegen den Feind im Inneren einsetzen würden, sondern nur bei einer Aggression aus dem Ausland darauf zurückgreifen wollen.

Die Waffen wurden schon vor geraumer Zeit an „sichere“ Orte in der Nähe der Grenze verlegt.

Das Ausland und vor allem Israel befürchtet eine Katastrophe, wenn beispielsweise die Hisbollah an die Waffen gelangen würde.

Dann gäbe es in der Region vermutlich einen Flächenbrand.

Unsicher ist die Position der militanten islamischen Kräfte, auch wenn ihre Zahl als Gegner Assads oft heruntergespielt wird.

Die freie syrische Armee ist bei ihren Kämpfen bisher nicht auf solche Waffen gestoßen.

Zu den Truppen Assads sollen auch iranische Kämpfer zur Verstärkung eingetroffen sein.

Auch Obama hatte Syrien vor dem Einsatz chemischer Waffen gewarnt.

Saddam Hussein hatte allerdings chemische Waffen gegen den Iran und in seinem eigenen Land eingesetzt.

1988 hatte er Tausende von Kurden in Halabdscha mit Giftgas ermordet.

Im 1. Weltkrieg kamen 150 t Chlorgas zum Einsatz und führten zum Tod von tausenden Soldaten der Alliierten Truppen  und zur Verletzung von vielen Menschen am 22.4.1915 während der 2. Flandernschlacht bei Ypern.

Die Deutschen hatten das aus Flaschen ausströmende Gas als Reizgas deklariert.

Die Folge war der Einsatz von chemischen Waffen auf beiden Seiten bis zum Waffenstillstand 1918.

Im August 1914 hatten französische Truppen ein Tränengas eingesetzt, das die Pariser Polizei entwickelt hatte.

Diese Reizgase fielen aber nicht unter die Haager Landkriegsordnung, die von  allen Parteien anerkannt  worden war.

Im 1. Weltkrieg kam es zu etwa 100.0000 Giftgastoten.

Im 2. Weltkrieg haben die Deutschen kein Gas mehr eingesetzt, obwohl sie es produziert hatten.

Sie befürchteten die Gegenschläge der Alliierten.

Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen die Großmächte auch das deutsche know how und entwickelten die Gasproduktion weiter.

Giftgas wurde nicht wieder eingesetzt, chemische - biologische Kampfstoffe aber zur Urwaldentlaubung u.ä..

Angesichts einer  atomaren Bedrohung könnte man im Nahen Osten und vielleicht anderswo auf diese Kampfstoffe zurückkommen.

Aus dieser Angst heraus beobachten auch viele Israelis das Geschehen in Syrien.

Sie pilgern zu den eroberten Golanhöhen und beobachten die Kämpfe zwischen den syrischen Aufständischen und der Armee von Assad.

Das ganze spielt sich nur in einer Entfernung von knapp einem Kilometer jenseits der Grenze auf syrischem Gebiet ab.

Der israelische Verteidigungsmister Barak schätzt die Lage offenbar nicht so gefährlich ein.

Er soll seine Gasmaske zurückgegeben haben, während die Israelis nach Gasmasken Schlange stehen.

Israel will aber nicht in den Konflikt eingreifen, da sonst ein Flächenbrand befürchtet wird.

Es geht nur die Angst um, dass die libanesische Hisbollah in den Besitz von chemischen Waffen kommen könnte und dann Israel angreift.

Flüchtlinge, die die islamischen Nachbarländer aufsuchen, werden von Israel vermutlich nicht aufgenommen, da man das Einschleusen von Terroristen befürchtet.

Da kann man nur auf ein gutes Ende mit dem Assad – Regime hoffen und dass die chemischen Waffen nicht vor oder nachher in falsche Hände geraten, denn dann wäre ein Ende des Blutvergießens nicht abzusehen.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 06. August 2012 um 08:58 Uhr  

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