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Start Neuigkeiten Anarchisten - Treffen in der Schweiz - Vor 140 Jahren antiautoritäre Internationale gegründet

Anarchisten - Treffen in der Schweiz - Vor 140 Jahren antiautoritäre Internationale gegründet

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Im Schweizer Jura wurde 1872 die antiautoritär Internationale gegründet, nachdem die Anarchisten durch Marx aus der Internationalen Arbeiterassoziation rausgeflogen waren.

In diesen Tagen trafen sich ca.3000 Anarchisten, Freunde, Journalisten etc. in dem keine 5000 Einwohner zählenden St.- Imier, wo einst die Internationale von Bakunin gegründet worden war.

Die Anarchisten und Anarchosyndikalisten waren aus aller Welt angereist.

Die zusammengekommenen jungen Leute und grauhaarigen 68er Revolutionäre gehörten offensichtlich nicht zu jenen Anarchisten, die gewaltbereit den Kapitalismus beseitigen wollen.

Das Vorurteil von Anarchist und Gewalttäter ist schon seit dem 19. Jahrhundert in den Medien verbreitet.

Diese Menschen hatten mehr die Fragen nach der Krise des Kapitalismus, dem Schuldenerlas, der Ökologie und den sozialen Bewegungen gemeinsam diskutiert.

Die anarchistischen Ideen der Basisdemokratie sind heute in viele soziale Bewegungen eingeflossen, auch wenn ihre Akteure sich nicht immer als Anarchisten verstehen.

Der Anarchismus von Proudhon, Bakunin und Kropotkin hatte vor allem mehr Anhänger in den südeuropäischen Ländern und in Lateinamerika, aber auch im revolutionären  Russland, wo die Bewegungen von den Bolschewiki erbarmungslos niedergeschlagen wurden.

Gegenüber dem autoritären Marxismus stellte der Anarchismus und Anarchosyndikalismus eine kleinere Bewegung dar.

In Frankreich, Spanien und Italien konnten die Anarchisten einige Erfolge verbuchen.

So sollen bis um die Oktoberrevolution die Anarchisten beispielsweise führende Köpfe der französischen CGT gewesen sein, nachdem sie sich vom Terror und den Attentaten der Jahrhundertwende losgesagt hatten und in die Gewerkschaften gegangen waren.

Zuvor hatte nach der Pariser Kommune 1871 ein heftiger Streit das linke Lager gespalten.

Marxisten und Anarchisten behaupteten beide für sich, dass ihre Ideale in der Kommune verwirklicht worden seien.

1872 dann die Spaltung der IAA durch den Rauswurf der Antiautoritären.

In Spanien konnten die Anarchisten ihre Vorstellungen von einer Gesellschaft von unten durch die Gewerkschaften, Arbeiterräte und Selbstverwaltung in den 30er Jahren während der Republik und dem Bürgerkrieg am weitesten verwirklichen.

Seit Generationen hatten sie sich auf die Selbstverwaltung vorbereitet, nicht mehr kirchlich geheiratet, ihre Kinder  antiautoritär erzogen und sich in Schulungen auf die Übernahme der Fabriken durch die Arbeiter vorbereitet – bis Franco – 1936  alles vernichtete und seine Diktatur von 1939-1975 errichtete.

Anarchisten lebten oft von diesen Lernprozessen und hofften stets auf eine neue Chance.

Nach dem Ende des totalitären Sozialismus und dem Beginn der neuen sozialen Bewegung erhalten sie wieder auftrieb.

Die Zahl der Anhänger soll gewachsenen sein und es interessieren sich offenbar mehr Menschen für anarchistische Theorie und Praxis, auch wenn es im Anarchismus keinen Theoretiker gibt wie Karl Marx.

Das Treffen im Schweizer Jura haben sie jedenfalls mit Debatten, Tanzvergnügen, Büchermarkt etc. durchorganisiert, da wo einst die Schweizer Uhrmacher die Grundlage für die antiautoritäre Internationale bildete.

http://www.anarchisme2012.ch/index.php?lang=de

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. August 2012 um 14:46 Uhr  

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