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Zuchtanstalten für gesellschaftliche Kreisläufer

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Ergeben Bildung und Wissen eine Persönlichkeit?

Eigentlich fehlt es in diesem Land und nicht nur hier an Persönlichkeiten.

Persönlichkeiten des Alltags sind nicht die hervorragenden Persönlichkeiten die stets in der ersten Reihe sitzend Jubelreden über sich ergehen lassen müssen, Persönlichkeiten des Alltages sind Mitbürger die sich etwas zutrauen und die sich einbinden.

Das hat einen Hintergrund, Persönlichkeiten des Alltags sind unbequeme Zeitgenossen für etliche Statthalter des Systems, deshalb können Biedermänner gerne auf diese Persönlichkeiten verzichten und sie machen reichlich Gebrauch davon.

Was möchte man erreichen und welche Strategie verfolgen unsere westlichen Regierungen, die einerseits anspruchsvolle Persönlichkeiten ehren und auszeichnen möchten aber im Alltagsleben den systemrelevanten Zeitgenossen einsetzen wollen?

Das ist der Widerspruch der Gesellschaft im Jahre 2012, dazu sollte man durchaus mehr sagen, denn dieser Widerspruch fordert heraus.

Begegnen wir diesen systembedingten Statthaltern mit Argumenten, stellen wir dabei folgendes fest: Insgesamt ist unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gebildeter geworden.

Das allein allerdings besagt garnichts, denn in diesem Staat ist Bildung immer noch abhängig vom sozialen Stand der Eltern, demzufolge kann man einerseits von einer durchaus tieferen Bildung bei einigen sprechen aber Bildung in der Breite, im Sinne der Bildung ebenso wie in der Gesellschaft ist weiterhin eine Ausnahme.

Entschlüsseln wir die Breite der Bildung, beginnen wir mit dem Zugang zur Bildung und stellen dabei fest, in manchen Gebieten unserer Republik hat unter den BürgerInnen die allgem. Hochschulreife zugenommen, das aber kann man kaum auf alle sozialen Schichten der Gesellschaft übertragen, Bildung hängt stets mit der Finanzierbarkeit zusammen.

Hat nun der immaterielle Wert, der Wert der Bildung in der gesellschaftlichen Anerkennung zugenommen oder gelten in der Gesellschaft nach wie vor die materiellen Güter?

Was streben die sozialen Schichten in sich an, inwieweit lassen sie sich von der Werbung beeinflussen und was versteht eigentlich wer und wo unter Bildung?

Bildung hat dann einen Mehrwert wenn Bildung eine entsprechende Breite im Allgemeinwissen anbietet, man erkennt aber hier bereits einen Trend.

Mitunter sehen sich etliche gezwungen aus unterschiedlichen Gründen, die Breite des Angebotes nicht ausnutzen zu können und man weicht aus auf die sog. Impulsfächer, die wiederum die Leistung darstellen sollen, aus. Öffnet man nicht damit, aufgrund des Expresses im Bildungswesen dem Schmalspur -Bildungsbürger seinen Weg?

Das ist sicherlich der Ausgangspunkt zur weiteren Wissensvermittlung im Fachbereich, alles was weiter folgt und sich der allgem. Hochschulreife anschließt, gabelt nicht sondern ist die ergänzende Wissensvermittlung.

Wer da von Zielvorgaben und Zielvorstellungen spricht fällt der Freiheit der Wissenschaft in den Rücken, denn nach der Wissensvermittlung sollte man in der Wissenschaft arbeiten und nicht unter Zeitdruck den Expressabschluß sich bescheinigen lassen.

Im Ergebnis findet man den bescheinigten Wissenbürger mit akademischer Anerkennung wieder, der hat es aber nicht gelernt sich in Frage zu stellen, der erlernte schablonenhaft das Fachwissen einzusetzen und drängt auf seinen Einsatz.

Die Anwendungs- und Umsetzungsvermittlung dieses relativ teuer erworbenen Schmalspurwissens bietet der systembedingte Einstieg und da stellt sich die Frage zu welchem Preis und zu welcher gesellschaftlichen Anerkennung?

Es sind überwiegend keine Persönlichkeiten sondern in der Vielzahl akademische Freischwimmer am Start ins Berufsleben.

Formt nun der Berufsalltag den Menschen, wächst die Persönlichkeit erst mit den Alltagsproblemen oder meistert man das auch mittels der erlernten Fallstudie?

Diese Art von Alltagsfallstudien werden von allen Dozentenbeschäftigungsgesellschaften bewußt unterschlagen, denn die Welt der Arbeit ist der Teil des grauen Alltags und das Studium dazu war der eitle Sonnenschein.

Persönlichkeiten treten dann hervor, wenn sie sich in einer Situation behaupten, nicht wenn sie den Konflikt heraufbeschwören.

All den Kritikern auch meinen, sei gesagt ein Arbeitsleben in welcher Stellung auch immer ohne Konflikte gibt es nicht.

Was man allerdings niemals unternehmen sollte, ist die Übertragung des Konfliktes auf andere Bereiche Vorschub zu gewähren, das Ziel sollte lauten den Konflikt zu isolieren und ihn zu untersuchen.

Ist uns allen eigentlich eine Konfliktforschung am Arbeitsplatz bekannt, ist es manchmal die Frage nach des fehlenden Transfers, der Über- bzw. Unterforderung oder die nicht erkennbare Bereitschaft der Kollegen.

Mancher Konflikt entsteht durch eine mangelnde eigene Anerkennung, da fehlt es allerdings an Ehrlichkeit.

Wären etliche dieser Zeitgenossen zu sich ehrlich, könnten auch sie feststellen, mit ihrer akademischen Expressbildung haben sie diese gesellschaftliche Anerkennung wie mancher Metzgergeselle sie vor 4 Jahrzehnten hatte.

Das spricht nicht gegen den Metzgergesellen, denn der fand sich wieder im Gesellenverein und unter seinen Schützenbrüdern im Ort, wo findet sich der systemrelevante Expressmanager von heute wieder ?

Er ist vielseitig und formal einsetzbar, er bietet sich an, er biedert sich an und er macht Runden, läuft um seinen Herrn, ist er der gesellschaftliche Kreisläufer auf einer prekären Schiene geworden?

Der gesellschaftliche Kreisläufer auf der prekären Schiene wird niemals die Persönlichkeit in der Gesellschaft sein, denn allein die Persönlichkeit stört seinem Pensum.

Kreisläufer werden nicht arbeitslos, sie nennen diese Zeit als jene zwischen zwei Firmen, Kreisläufer passen sich an oder biedern sie sich an? Kreisläufer werden niemals identifiziert, dann wären sie ja Persönlichkeiten, denn Kreisläufer benötigt dieses System der Abnicker.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 24. August 2012 um 13:10 Uhr  

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