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Die Verursacher entdecken die Altersarmut

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Am Tag als die Bauernfänger in Deutschland die Altersarmut entdeckten, dieser Tag wird in die Geschichte eingehen und einen solchen Rang haben, wie die Entdeckung Westindiens durch Columbus.

Allerdings haben die parteipolitischen Sozialamateure von heute kaum etwas gemeinsam mit Christoph Columbus, den der hatte ein Ziel und einen Wille.

Diesen aber kann man generell allen die sich öffentlich in Talkrunden darüber äußern absprechen, denn aus der Mathematik weißt man doch, die Anwendung einer Formel ergibt das Ergebnis.

Wer trägt denn Verantwortung an der Zauberformel der Altersrente, doch nicht der Arbeitnehmer und der Altersrentner, sondern die Platzhirsche mit dem Hintern auf den Parlamentssitzen.

Sie hatten den Modellbaukasten der Neoliberalen vorgefunden und begannen mit ihren Bastelstunden, nur mit der Hilfe der finanzstarken Lobby predigten uns die sozialunreifen Karrierebeschleuniger Zurückhaltung bei den Lohn- und Gehaltsabschlüssen, eindeutiger geht es wohl nicht.

Die Rentenformel kann nicht zur Bastelstunde der neoliberalen Haushälter werden, unsere soziale Stütze sind unsere Sozialsysteme und die sollten nicht zum Experimentierfeld von karrieregeilen Hinterbänklern werden.

Die Altersarmut, die derzeit von denen erkannt wird, die sie eigentlich installierten, hat mehrere Quellen, wobei die Umlagen Finanzierung der Systeme wieder ins soziale Gleichgewicht kommen sollte, der Unsinn der Arbeitnehmer höher zu belasten als den Arbeitgeber ist nicht ein sozialer Rechtschreibfehler sondern der Start zur Zerstörung eines System was uns jahrzehntelang soziale Sicherheit gab.

Die Altersarmut begann eigentlich in der Zeit wo man die vermögenswirksamen Leistungen auslaufen ließ, wo der Staat sich weigerte das Volksvermögen auf die Masse der Beine des Volkes zu stellen.

Altersarmut begann an und für sich in der Epoche wo die Ideen des Rheinischen Kapitalismus durch die Praktiken des sozialkalten Neoliberalismus ersetzte, zur der Zeit wurden Arbeitskämpfe härter und das Thema in der Auseinandersetzung wurde ein anders.

Mit der Drohung von Betriebsschließungen, Standortverlagerungen und Fertigungsanpassungen klopfte man mehr oder minder die Arbeitnehmer weich, weich zum teilweisen Lohnverzicht.

Lohnverzicht heute über einen längeren Zeitraum mindert den Rentenanspruch und trägt unmittelbar zur Verarmung im Alter bei.

Zudem eröffnete man Welten und passte das noch in einen Rahmen, es waren regierende Sozialdemokraten die diesen Unsinn noch einrahmten.

Sicherlich unsere Gesellschaft wird gebildeter und manche Tätigkeit umfangreicher sowie anspruchsvoller, genau deshalb trägt unsere Bildung dabei einen Schwerpunkt.

Nur sollte der Schwerpunkt in der Bildung in die Breite gehen und dabei die Masse des Volkes einbeziehen und sich nicht auf scheinbare Eliten beziehen, aus der Masse schöpft man den Erfolg, scheinbare Eliten machen sich rücksichtslos an die Arbeit und schöpfen aus, werden dabei teurerer als geplant.

Misst man die Volksbildung sollte man umpolen, die kostenneutrale Bildung ist der Indikator einer verantwortlichen Politik und die Anerkennung dieser Bildungsjahre in den Rentenverlauf der Betroffenen das reale Ziel unserer gemeinsamen Zukunft.

Es geht hierbei um die Zukunft unserer inneren sozialen Sicherheit, eine Sicherheit die den inneren Frieden garantiert.

Dieser innere Frieden darf niemals mehr Spekulanten zum Fressen vorgeworfen werden, deshalb ist ein Übel innerhalb jetziger Praxis der unbezahlte Praktikantenplatz.

Nun kann man dazu stehen, dass manche Hochschulausbildung ein Praktikum einbezieht, nur in welcher Qualität und in wessen Verantwortung, zeitlich begrenzt und staatlich kontrolliert ist immer besser als einen unerwarteten Markt von sog. Schwarzarbeit zu fördern.

Da geht es auch um Einstiegsgehälter, das Gesamtgefüge Neueinstellungen 30% unter dem Marktwert zu gestatten erweist sich als national ökonomischer Selbstmordversuch, es ist der Knackpunkt in der Biografie des Einzelnen, wie wurde er von wem geformt?

Formt man junge Mitarbeiter zu Scheinselbstständigen, zu Zeitarbeitern, zu freien Mitarbeitern und zu Geringverdienern dann schleust man sie ungewollt aus, man schleust sie aus einer gegenseitigen Verantwortung.

Das ist der Punkt mit dem man Altersarmut praktiziert, ein weiterer sind die versicherungsfreien Minijobs, mit deren Existenz sich ganze Gewerbe installiert haben, was noch mehr als volkswirtschaftlich schädlich ist.

Dieses Spektrum gehört in die Verantwortung der Kammern und Innungen, hier haben Intuitionen versagt indem sie diesen Freiwuchs noch förderten.

Alles andere sind politisch gewollte Bastelrunden, von teuer bezahlten Experten, die von den Betroffenen kaum eine tangierende Ahnung hatten und es begann mit dem unredlichen Rürup, der auf Betreiben des Kanzlers Schröder den Renten Anteil des Arbeitgebers nachträglich versteuerte.

Nicht der Gerechtigkeit wegen sondern des neoliberalen Trends wegen, die mussten Finanzierungslöcher stopfen und fanden im Heu die Stecknadel, im Trend lag eindeutig das staatliche Rentensystem auszuhebeln.

Die Riesterrente ist der Freibrief der Spekulanten um mit der Vorsorge des kleinen Mannes den Zug zum Casino weniger aufrechtzuerhalten, alle diese Zertifikationen sind mitunter das Papier nicht wert auf den man sie verfasste.

Was noch passierte, es waren Nullrunden bei den Rentenanpassungen, Nullrunden die uns nun weh tun in einer Zeit wo der DAX Wert tag täglich so wichtig war, das er in den Abendnachrichten kam.

Die weitere Mogelpackung in Richtung Volksverarschung zwecks Rentenbastelung, war die unredliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit, um damit Rentenansprüche zu deckeln.

Bisher hat sich noch keiner aus dem Elitekader des Willy Brandt Hauses dazu bekannt, dieses zu revidieren.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 15. November 2012 um 05:46 Uhr  

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