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Gegen ein Leben in einer neoliberalen Flatrate

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Wenn das Leben von einer Flatrate bestimmt, dann surft man im Schein des Augenblickes.

Wie viele unter uns befinden sich auf der Flatrate der Möglichkeiten, kann man ein solches Verhalten als ein Reiz des Lebens bezeichnen oder bleibt vielen gar nichts anderes übrig?

Für manche ist ihr Leben das Festival der Sensationen mit dem Deckmantel des Scheins umgeben, noch lachen sie auf dem Festival des Pumps.

Zum Festival der Möglichkeiten benötigt man keinen Eintritt sondern man wird gelockt, die Verlockung verspricht warme Töne in einer an sich kalten Welt, die Lockvögel bedienen sich der Sehnsucht der Menschen nach Harmonie.

Es sind allerdings die getrimmten Lockvögel der Konsummaffia, die gelernt haben, das Geiz ist Geil nun mal nicht alles ist.

Es geht um das Geschäft mit denen zu machen, die mitunter in unserer Gesellschaft abgehangen wurden und die lockt man mittels Harmonie.

Das Geschäft mit der Armut beginnt da, wo man die Armut umgeht und wo man mit dem Finger auf jene zeigt, die sozial unter einem sich wiederfinden.

Nimmt man das als den gesellschaftlichen Bezugspunkt, dann muss man den Mut aufbringen und sagen „ wir haben die Armut nicht bekämpft“.

Lesen wir dann einmal das Buch des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowski, dann sollte man das eigentlich „richtige“ antworten: „

Lieber Heinz, deine Diagnose war nicht verkehrt, doch deine vorgeschlagene Therapie ist nicht der richtige Weg,“ was wäre also der richtige Weg"?

Ein Weg wäre die Auseinandersetzung über die vorherrschende neoliberale Gesellschaftspolitik offensiv in den Wahlkampf zu bringen, denn genau die ist der Nährboden der neuen Armut in unserem Land.

Diese Armut muss dort bekämpft werden, wo die Armut entsteht und nicht nur dort wo man nur noch mittels Projekten das Problem einengen kann.

Armut ist nicht von Natur gewollt und Armut in einem relativ reichen Land, wie es die Bundesrepublik nun einmal ist, erweist sich doch als der soziale Dorn in der Gesellschaftspolitik der Konservativen sowie der Neoliberalen.

Armut entsteht auch durch gewollte Unsicherheit und dieser Transformationsprozess bringt das soziale Gleichgewicht in einem Staat aus der Balance.

Alleine der Gedanke nach der Wiederherstellung des sozialen Gleichgewichts in unserer Republik wird etliche neoliberale Wachstumsfanatiker aufschrecken lassen, denn mittlerweile wird eine aktive Sozialpolitik bereits als das heranziehende Gewitter des Sozialismus angesehen.

Aktive Sozialpolitik dient dem inneren Frieden im Land, das allerdings ganz etwas anderes als den praktizierten Stillstand mittels der Entpolitisierung.

Die Politisierung der Gesellschaft wird eine Mammutaufgabe der Linken in dieser Republik sein, denn Politik ist nun einmal Kultur und Kultur ist nun einmal alles, Kultur heißt nicht Kaffee und Kuchen bei scheinbar sorgenlosen Neoliberalen Feten der eigentlichen Unvernunft.

Aktive Politik heißt Stellung beziehen gegen Glanz und Selbstdarstellung, man sollte hinter diese Kulissen sehen und die Menschen im Schatten des Wohlstandes einiger sehen.

Es geht um die Wiederherstellung der Menschenwürde und dabei waren es nicht die sozial Schwachen die dem System wegliefen, es war umgedreht das System entließ die sozial Schwachen.

Neoliberale Wirtschaftspolitik ist nun einmal auch neoliberale Sozialpolitik, denn eine eigenständige Sozialpolitik gibt es nicht in der Freiburger Schule und das System der neoliberalen Wirtschaftspolitik setzt auf dem Arbeitsmarkt durchaus willige Arbeitskräfte, mit der Flatrate „Arbeit“ voraus, um damit das temporäre Ziel des unmittelbaren Erfolges erreichen zu können.

Willige Arbeitskräfte sind u.a. jene die man justieren kann in eine gesteuerte Armut, man schafft sich Märkte der Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und versündigt sich am Begriff des Liberalismus.

Denn der wiederum basiert auf die Werte der Freiheit, nur was ist eine Freiheit in Armut wert?

Die Wiederherstellung der sozialen Gerechtigkeit kann nicht enden in einem Parteitagsbeschluss sondern hier geht es um Weltanschauungen, es geht nämlich um die politische Moral und um das Gewissen der Menschen.

Es geht also um Klarheit sowie Nachvollziehbarkeit und dabei ist die Transparenz ein Nebenprodukt, man sollte in der Stärke der Aussage Farbe bekennen und sagen was man denkt.

Wir sollten sagen, „ Leasing ist die neue Variante der Verschuldung breiter Massen der Unternehmen sowie der Bevölkerung,“ Denn Leasing ist ein Vorgriff auf unbezahlte Leistungen und belastet, ein Wirtschaftswachstum mittels Belastung erzeugt Ungerechtigkeit, denn es selektiert.

Ungerechtigkeit wird stets dort sichtbar wenn die Anerkennung einer Leistung verweigert wird und das erreicht man auch mittels Entpolitisierung des Sozialwesens, es stinkt doch zu Himmel hört man die Reden „ vom warmen Mittagessen für die Kinder“ , wenn man mit der Sozialpolitik auf den Basar der Möglichkeiten geht wird man Händler in eigener Sache.

Werden also Sozialpolitiker zu Händlern in eigener Sache, dann drehen sie dir eine Riesterrente an und kochen höchstpersönlich den Kindern des Mittags die warme Suppe, denen sei gesagt, ein soziales Gewissen hat nicht nur einen Bezugspunkt und einer davon den kann man nachlesen, „ das Gleichnis des barmherzigen Samariters“.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 17. Dezember 2012 um 05:13 Uhr  

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