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Neiddebatte- nein danke

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Vergütungen, Bezahlungen, Entlohnungen und Diäten all das trägt zu einer nicht immer zweckdienlichen Debatte bei.

Sehen wir das alles unter dem Aspekt, mit der Zunahme der prekären Beschäftigungsverhältnissen und der temporären Arbeit ist es für viele zum Hobby geworden eine Neiddebatte zu entfachen.

Mitunter vergleicht man unberechtigt Birnen mit Äpfel und übersieht dabei etwas, es sind wahrhaftig nicht die gewählten Abgeordneten und die Minister, die man zu den Spitzenverdienern in diesem Land rechnen kann, wer da bei Günther Jauch und anderen immer noch anderer Meinung ist, der sollte mal Jauch fragen " was er verdient“.

Mittlerweile hat sich nämlich im prekären Bereich so viel angesiedelt, dass es bereits zu viel ist.

Um hier Klarheit zu bekommen sollte man sich regional die sog. Aufstocker einmal näher ansehen.

Es sind überwiegend Jene die etwas wagen und denen mitunter gar nichts anderes übrig bleibt, ein Teil dieser sog. Aufstocker sind Juristen, denen die Klientel fehlen.

Es sind aber auch die Selbstständigen am Rande der Selbstausbeutung, die den Blumenladen an der Ecke wieder entdeckten und all jene die sog. Agenturen betreiben.

Es stellt sich die Frage, wann beginnt die Grenze zur Armut?

Armut wird nach wie vor von vielen nicht beachtet, Armut wird verachtet, um nicht arm zu sein nimmt man vieles auf sich.

Würde man Armut definieren und den Mut finden zu sagen, die sog. Grundsicherung ist die Schwelle zur Armut dann könnte man andere Anreize schaffen.

Derzeit legt man die Schwelle zur Armut auf den finanziellen Anspruch zu Hartz IV und das stimmt auf keinem Fall mehr, sondern dient der Ablenkung.

Eine Neiddebatte sollte man ebenso offen und wirksam allerdings von oben nach unten führen, es sind überwiegend wenige oben denen das Gefühl zum Wert des Geldes abhandenkam und darunter kommt der vernebelte Horizont.

Da fliegen all die geistig herum, die meinen etwas zu sein, sie verdienen allerdings nicht schlecht, leben allerdings in einer anderen Welt, in der Welt eines sog. Einzelkämpfers.

Der temporäre karrierebewusste Einzelkämpfer geht mitunter über Leichen, denn er weiß dass er keine Rückfahrkarte hat und das zeigt er im Umgang, insofern eröffnet er eine Neiddebatte.

Verdienste und Entlohnungen waren schon immer ein Thema, ein Thema an dem Freundschaften zerbrachen und auch mich trieben damit mal etliche in die Enge.

Denen konnte ich allerdings stets antworten, mein Verdienst stand sogar in der Zeitung, ihr musstet mich nur im Tarifvertrag richtig einordnen.

Wer kann eigentlich noch den Anderen einordnen, in einer Zeit wo für manche das Geld wo mehr an Kaufkraft hat?

Nun gibt es kaum noch Arbeitsstelle mit Rückführungsgarantie, erst neulich beklagte sich bei mir ein Bekannter über die 5 Jahre die er damals in Südost Asien verbrachte, sie fanden sich negativ auf seinem Rentenbescheid wieder, er hatte aber noch die sog. Rückführungsgarantie.

Es gibt nur ganz wenige, die mittels einer temporären Zeit so viel Geld gescheffelt haben, dass sie danach über etliche Jahre davon leben können.

Geht man also vom finanziellen Vergleich aus, dann lohnt sich einiges erst nach Jahren, das ist das klassische Beispiel vom Klassentreffen nach 5 oder 6 Jahren.

Dem Klempnergesellen ging es sehr gut und dem Studenten wahrhaftig nicht, das sah nach 10 Jahren bereits anders aus, nur muss man sich fragen, wer beschäftigte sich danach gesellschaftlich?

Wer geht denn in die Parteien der Republik und lässt sich mit Dreck bewerfen?

Zunächst stellt sich die Frage, wer mutet sich zu, sich einer Wahl zu stellen?

Das macht niemand aus finanzieller Erwartung, da gehört also mehr zu und wenn man gewählt ist findet man sich wieder auf einer temporären Schiene, mit einem ganz unbekannten Ausgang.

Man wird beobachtet und manche vergleichen mitunter Äpfel mit Birnen, ziehen somit die falschen Schlüsse.

Die temporäre Schiene auf Zeit kennzeichnet das Wesen eines Politikers, Politik als Beruf haben nämlich sehr wenige, Politiker auf Zeit sind nämlich die meisten und die haben leider auch die meisten Neider.

Den Neidern sei gesagt, noch gibt es wahrhaftig in den Parteien noch einige, die ihren sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz tauschten für einen Parlamentssitz.

Nur was dann folgen kann, trotz guter Arbeit und Nähe zum Wahlvolk erlebten die Abgeordneten der Linken in NRW, aus Prinzip katapultierten sie sich heraus.

Nicht jeder Abgeordnete besitzt einen Rückfahrschein und einen Ehrensold bekommt nur ein Bundespräsident, ein Abgeordneter der seinen Wählerauftrag ernst nimmt, vertritt nicht nur im Parlament seine Wähler und seine Partei sondern arbeitet in Ausschüssen und in der Fraktion.

Mancher ist so gut, wie sein Büro ist und da hat er es wahrhaftig mit Menschen zu tun.

Der relativ einfache Vergleich von den oben und unten ist mitunter banal, denn auch in einem Kollektiv gibt es Spezialisten.

Da muss der eigentliche Anreiz ein anderer sein, die kollektive Vergütung, die hat allerdings mehr mit der Wertschätzung der Arbeit zu tun.

Wir schätzen mitunter den Wert der Arbeit des Anderen nicht, sondern entfachen sofort eine Neiddebatte.

Die ist aber sinnlos und wird auch nichts ändern, nur sie wird manche davon abhalten, den Weg eines Parlamentariers auf Zeit zu beschreiten.

Man trifft also mit einer Neiddebatte wahrhaftig die falschen Leute, im Prinzip läuft diese Debatte auf unser angewandtes Vergütungsschema hinaus.

Da benötigt man wahrhaftig eine finanzielle Aufwertung in den niedrigen Lohngruppen, allerdings wird das kaum etwas am Prinzip ändern, Spezialisten haben nun einmal eine bessere Ausbildung und verfügen über bessere Bildung und das wird sich auch weiterhin in der Entlohnung niederschlagen.

Wobei ich allerdings in allen Funktionen eine andere Meinung vertrat, hinsichtlich der Zulagen und der Leistungsvergütung.

Für mich war die Summe der Topf des Kollektivs und funktionierte nur mit der Gleichmäßigkeit.

Gleicher in der Verteilung dessen unter Gleichen sein, das ist auch wieder Theorie, aber 2 x im Jahr konnte es sein, dass mir ein paar Hundert Euro nach meiner Formel fehlten aber dafür hatten andere aus dem Kollektiv das an Zulagen mehr.

Nur der Absturz kann nicht immer geplant werden, das gilt für alle temporären Tätigkeiten, auch der Parlamentarier auf Zeit wird sein Ende im Plenum erleben.

Was kommt danach, das Ende nach dem Ende kann fürchterlich sein, eingangs schrieb ich von dem Kollegen der einige Jahre in Süd Ost Asien war, in entsprechender Funktion und Stellung puls Rückeinsteigerfahrkarte.

Nur dann kam alles anders, der kämpfte dann in Berlin gegen Windmühlen und war evtl. zunächst froh den Abfindungsvertrag zu unterschreiben, doch die letzten 5 Jahre bis zu seiner Verrentung verbrachte er als Fahrradkurier.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 30. Dezember 2012 um 04:41 Uhr  

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