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Die Reform des Arbeitsmarktes

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Reformen am Arbeitsmarkt sind dringend notwendig und dürfen nicht als die parteiübergreifende Regulierung bzw. notwendige Anpassung in die Geschichte des Parlamentarismus eingehen, vielmehr muss ein komplettes Umkrempeln des Arbeitsmarktes beginnen.

Zunächst benötigen wir in dieser Republik den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, ob dabei 8,50 Euro/Stunde der Einstieg sein wird hängt von der Zeitspanne bis zur Gesetzesverabschiedung ab.

Der Mindestlohn ist nicht gerecht gegenüber all der Arbeitnehmer, sondern hat zudem noch einen Hebeleffekt.

Mit dieser dringend erforderlichen Maßnahmen profitieren zunächst die Arbeitnehmer, allerdings auch unsere Sozialkassen.

In die Sozialkassen kämen wieder angemessene Beiträge und stärkten uns alle, letztlich profitiert auch der Staat von einem Mindestlohn.

Der Staat könnte über die Lohnsteuern eine Mehreinnahme verzeichnen, nimmt man all diese 3 positiven Aspekte zu dem Contra der Neoliberalen, die sich immer noch weigern dem Mindestlohn Gesetzeskraft zu geben, dann fragt man sich stehen wirklich Arbeitsplätze hiermit zur Disposition oder geht es denen um das Prinzip?

Eine weitgravierendere Maßnahme, die politisch umsetzen muss, heißt die Tarifbindung.

Mittlerweile fällt nämlich die Zahl der Arbeitnehmer dessen Anspruch sich auf die Tarifbindung bezieht, auch wenn der Tarifvertrag allgemein bindend ist können sich derzeit immer noch Arbeitgeber diesem entziehen.

Das hängt wiederum mit der Organisationsstärke der Arbeitnehmer zusammen, der Organisationsgrad ist hier entscheidender Punkt.

Diesen wiederum kann nur der Gesetzgeber senken, würde man den um 10% senken, würden etliche Arbeitnehmer unter die geltenden Tarifverträge fallen.

Wir sollten jeden Minijob unter die gesellschaftliche Lupe nehmen, was nicht heißt Jemanden seinen Job wegnehmen, aber die Zivilgesellschaft sollte hier den Politikern mit auf den Weg geben: Wenn Minijobs reguläre Arbeitsverhältnisse verdrängen führt das genau zu einer Altersarmut.

Es dringend notwendig die Zahl der Minijobs gesetzlich zu begrenzen.

Das Thema der Leiharbeiter wurde auch von den Gewerkschaften in der Entstehung nicht richtig eingeschätzt, mittlerweile kann man aber davon sprechen, das fast jede 3. Stelle die der Arbeitsvermittler dem Arbeitssuchenden anbietet, ein Job in einer Zeitarbeitsfirma ist.

Zeitarbeiter sind derzeit nicht nur in Großbetrieben Standard geworden, hier muss die Latte höher gelegt werden.

Es geht über den gesetzlichen Mindestlohn für Leiharbeiter hinaus, es muss grundsätzlich die Gleichheit in der Bezahlung gelten, für gleiche Arbeit muss gleiches Geld bezahlt werden.

All das steht in einem unmittelbaren Zusammenhang zu unseren Sozialsystemen, dabei geht es nicht nur um die gesetzliche Rentenversicherung sondern insbesondere um die gesetzliche Arbeitslosenversicherung.

Uns sollte dabei klar werden, bisher rutscht fast jeder Dritte Arbeitslose und das bereits nach dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit direkt in den Hartz IV Sektor.

Das sind nun einmal unsere Sozialgesetze, denn für den Bezug von ALG I benötigt man Voraussetzungen und die wiederum besagen min. 3 Jahren ein Job erfüllt zu haben der versicherungspflichtig war.

Dieses Gesetz gehört umgekrempelt, denn wer sich politisch stark macht für Zeitverträge und den Zeitarbeitsfirmen nicht auf die Finger schaut öffnet den sozialen Scherenwinkel.

Dazu kommt noch die Branche der Vermittler und Personalberater, wie lange muss denn ein junger Akademiker warten bis er die erste reguläre Arbeitsstelle gefunden hat, da verdienen sie Personalmakler eine goldene Nase und der junge aufstrebende Mensch gerät in den Hartz IV Bezug.

Befristete Arbeitsverträge sind für unter 12 Monate menschenunwürdig, eine Befristung muss ebenso auf den Prüfstand, sicherlich wird es immer eine befristete Arbeit geben und mancher sucht auch nur die.

Darum geht es allerdings nicht, sondern um die Kettenreaktion, nach 24 Monaten muss diese Befristung aufgehoben werden.

 

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